An jedem gottverdammten Montag – Heute mit Matthias Krüger, dem Kopf der Beat Company

Gottverdammt, es ist Montag und irgendein gottverdammtes Genie will seinen gottverdammten Scheiß los werden. Also spannt die Hörsegel, schrubbt die Pupille und reißt das Steuer rum.

Heute, an diesem gottverdammten Montag schreien wir es hinaus:
Matthias Krüger ist der bezeugte Bewahrer des Glaubens, der Hüter des Querdenkertums und Beschützer bedrohter Gruppen, Werte und Gedankengut. Auf seinem Weblog Beat Company dreht sich so einiges um die Beatniks (Die Väter der Hippies), Charles Bukowski (Der Meister), Musik und Filme, außerdem ist er in Besitz des Beat Taxi– Scheins.

Matthias wird uns an diesem gottverdammten Montag über den Berg geleiten, er wird die Wolken aufreißen und uns sicher ins Licht führen, damit wir den wahren Glauben anerkennen.

Matthias wird die fünf Fragen des Lebens beantworten:

1. Welches gottverdammte Buch kannst du nicht vergessen?

Buch 1: «Sifting Through the Madness for the Word, the Line, the Way» von Charles Bukowski

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Buch 2: «Indian Journals» von Allen Ginsberg
Eine Rekapitulation von Erfahrungen der Beats in Indien – als wichtiger Einfluss auf das Beat Movement und mich persönlich.

Buch 3: «Wake Up: A Life of the Buddha» von Jack Kerouac

2. Zeig uns deinen gottverdammten Lieblingsfilm!

Film 1: «Annie Hall (Der Stadtneurotiker von Woody Allen

Film 2:  «JUNO» mit Ellen Page
und daraus der Final song (Lieblingslied #2) «Anyone Else But You»
Ein Lied von der Indie-Rock-Band The Moldy Peaches. Das Lied wurde durch seine Verwendung im Soundtrack des Films Juno extrem populär.
Auch andere Songs von Kimya Dawson wurden im Film verwendet. In der Final–Szene des Films singen die beiden Hauptcharaktere (Ellen Page und Michael Cera) diesen Song.

«… I kiss you on the brain in the shadow of a train
I kiss you all starry-eyed, my body’s swings from side to side
I don’t see what anyone can see in anyone else but you …»

Film 3: «The Call» written and directed by my son Johannes Black

3. Spiel uns dein gottverdammtes Lieblingslied?

«Ich hab mich rasiert» von Bernd Begemann

4. Was für gottverdammte Drogen nimmst du?

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5. Zeig uns dein gottverdammtes Leben!

Die Vorgänger-Weblogs der Beat Company haben mein «gottverdammtes Leben» gezeigt: Nach unschönen / unseriösen «Angeboten» habe ich mich dann thematisch aufgestellt und konzentriert. Dennoch: ein «privater Ableger» ist geplant, Infos dazu:  www.beat.company/blue

Die wesentlichen Auswirkungen, die die «Beat–Generation» – als künstlerische Bewegung – auf mich hat, kann ich im Folgenden so beschreiben:

  • Die spirituelle Befreiung generell. Darüber hinaus die sexuelle «Revolution» bzw. die Befreiung oder auch «Katalyse» der Frauenbefreiung allgemein.

  • Die Freiheit der Andersdenkenden einschließlich der Befreiung der so genannten Farbigen.

  • Aber auch das «Gray Panthers Movement» (In Deutschland: «Grauer Panther Aktivismus»).

  • Die Befreiung des geschriebenen und gesprochenen Wortes von jeglicher Zensur.

  • Die Entwicklung des «Rhythm and Blues» zu einer höheren Kunstform des «Rock ’n‘ Roll» – die, wie von den Beatles, Bob Dylan und anderen populären Musikern in den späten fünfziger und sechziger Jahren bewiesen – großen Einfluss auf die Werke der Beat–Generation und ihrer Dichter und Autoren hatte.

  • Die Verbreitung von ökologischem Bewusstsein.

  • Der Widerstand gegen die militärisch–industrielle Maschine der Zivilisation, wie sie Burroughs, Huncke, Ginsberg und Kerouac in ihren Schriften dargestellt und gefordert haben.

  • Achtschätzung für das, was Kerouac die «zweite Religiosität» nannte – als eine Entwicklung innerhalb von fortgeschrittenen Zivilisationen.

  • Die Rückkehr zur Aufwertung kritischer Einstellungen gegenüber staatlichen Reglementierungen.

  • Die Achtung von Land und Boden der indigenen Völker und Kreaturen, wie es Kerouac in seinem Slogan ausrief: «Die Erde ist eine indianische Angelegenheit». (Aus: «On the Road»)

  • Die Kernaussage des Ausdrucks «Beat–Generation» habe ich ebenfalls in Kerouac’s «On the Road» gefunden – in dem berühmten Satz:

    «Alles gehört mir, weil ich arm bin.»

«Footnote to Howl» – by Allen Ginsberg

Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy!

The world is holy! The soul is holy! The skin is holy! The nose is holy! The tongue and cock and hand and asshole holy!

Everything is holy! everybody’s holy! everywhere is holy! everyday is in eternity! Everyman’s an angel!

The bum’s as holy as the seraphim! the madman is holy as you my soul are holy!

The typewriter is holy the poem is holy the voice is holy the hearers are holy the ecstasy is holy!

Holy Peter holy Allen holy Solomon holy Lucien holy Kerouac holy Huncke holy Burroughs holy Cassady holy the unknown buggered and suffering beggars holy the hideous human angels!

Holy my mother in the insane asylum! Holy the cocks of the grandfathers of Kansas!

Holy the groaning saxophone! Holy the bop apocalypse! Holy the jazzbands marijuana hipsters peace peyote pipes & drums!

Holy the solitudes of skyscrapers and pavements! Holy the cafeterias filled with the millions! Holy the mysterious rivers of tears under the streets!

Holy the lone juggernaut! Holy the vast lamb of the middleclass! Holy the crazy shepherds of rebellion! Who digs Los Angeles IS Los Angeles!

Holy New York Holy San Francisco Holy Peoria & Seattle Holy Paris Holy Tangiers Holy Moscow Holy Istanbul!

Holy time in eternity holy eternity in time holy the clocks in space holy the fourth dimension holy the fifth International holy the Angel in Moloch!

Holy the sea holy the desert holy the railroad holy the locomotive holy the visions holy the hallucinations holy the miracles holy the eyeball holy the abyss!

Holy forgiveness! mercy! charity! faith! Holy! Ours! bodies! suffering! Magnanimity!

Holy the supernatural extra brilliant intelligent kindness of the soul!

Terence hat mir mit seiner «Lucia» einen neuen Horizont für die «Alles vernichtende Realität» eröffnet. Die kannte ich zwar schon aus eigener Erfahrung, aber im Kontext von Sex, Drogen und ewiger Liebe – bin ich in meinem langsamen Lesefluss hängen geblieben bei Mama Waldhofer und dem Diskurs über das Pipi–machen.

«Mama Waldhofer schmiert Pausenbrote und Bianca trinkt gemütlich ihren Morgenurin. Mit Milch und Zucker, vielleicht ? Nicht auf Ex ! Mit Muße schlürft Bianca ihr frisch gezapftes Pipi»

Ein Buch, das ich definitiv nicht zu Hause auslesen kann. Da muss schon ein Langstreckenflug nach Frisco her. Im Herbst.

https://about.me/beat.company

Matthias Krüger - Bewahrer des Glaubens
Matthias Krüger – Bewahrer des Glaubens
Gottverdammt, der Montag startet jetzt so richtig durch

Das war heißer, ordentlich durchgekauter und ganz und gar nicht alltäglicher Stoff, muss ich schon sagen, da bleibt mir auch nichts anderes mehr übrig, als Matthias zu danken, für diesen Einblick in sein gottverdammtes Leben und die Beantwortung der fünf Fragen des Lebens. Bleib auf Kurs Matthias und weiter so.

Bist Du der nächste gottverdammte Montagsretter?

Scheiße Mann, vielleicht bis Du ja auch berufen? Dann solltest Du dich schleunigst melden und an irgendeinem gottverdammten Montag erzählst du uns deine gottverdammte Geschichte …

Autor: terencehorn

Auf meinem Blog poste ich Storys aus den 90ern. Zumeist witziges und spontanes Zeugs rund um Betäubungsmittel, Mädchen und den Wahnsinn im allgemein.

30 Kommentare zu „An jedem gottverdammten Montag – Heute mit Matthias Krüger, dem Kopf der Beat Company“

      1. Unsere Nachfahren werden natürlich anständig: Sie „Piiiepen“ schon mit 12 und das „piiiep2 erfüllt seinen Zweck: Nein Papi, ich bin nicht schwanger: Wir haben nur gepiiiept“ .. 😉

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  1. Die Droge geht gut ab. Hätt er jetzt noch William S. Burroughs erwähnt, wär ich durch die Wolken direkt im Paradies gelandet .. Matthias Krüger aber ist eine Bereicherung des Internet. Eine Ruheinsel im Ozean der oberflächlichen Peinlichkeiten .. Danke !!!

    Gefällt 4 Personen

  2. irgendwie gefallen mir die Leute, aber sie sind zwar nicht schlecht, aber auch nicht, was wir suchen .. lauter Mädels die selbst nicht so richtig in sich stehen und zu sich stehen ..

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  3. 😀 bei mama waldhofer und bianca bin ich enebfalls hängen geblieben. da bei mir heute aber freitag ist, werde ich nicht bis zum frisco-flug warten müssen…
    da fliege ich nämlich nicht hin. nur nach hongkong, aber das ist eine andere geschichte.
    meine freitagswolkendecke ist nun, dank dir und matthias, wie weggeblasen. mal sehen, was ich damit anfange 😀

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      1. Das haben wir beide auch noch gemeinsam. Ich meins ja auch nicht böse, aber wär doch langweilig ohne ein paar liebgemeinte Provokationen unter dem Deckmantel des „Schwarzen Humors“. Ich mag dich, Alter 🙂

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