Montagslyriker – Die Geburt der Venus

Frau in einer Muschel

Prinz Prospero und Terence Horn nehmen dich beim Wort, dichten für dich und stehen an deiner Seite. Leibwächter auf dem Weg ins Glück.
Darum nimm unsere Hand, sei unbesorgt und spiel mit uns. Das Spiel des Lebens.

Jana die Dame, Terence der Springer und Prinz Prospero dein treuer Läufer halten dir den Rücken frei, sichern deine Flanke und kämpfen in erster Reihe. Unumstößliche Spielfiguren, die dem Schicksal Folge leisten. Mutig und ohne Furcht.
Warum auch? Denk immer daran, es ist nur ein Spiel!

Dein Leben

Jana schreibt die schönsten Gedichte, liebt die Kunst und ist immer für dich da.
Jana bezwingt Monster, bändigt Dämonen und verehrt das Leben.
Jana macht den Mond groß und voll:
>>> https://lebenwieich.wordpress.com/

1. Nenne den Schmerz beim Namen. Wer ist der Dämon, der dich zum Schreiben verführte?

Es ist der Mensch, doch nicht allein. Vielleicht auch die Muse, die Sirene die hier verweilt. Vielleicht war es auch ich, doch auch noch ihr. Alle auf dieser Welt und vielleicht dort oben und Unten, im Hell und in der Dunkelheit.
Das Unglück stand mir lange bei, doch die Worte waren schon immer da. Meine Stummheit begleitet mich ein Leben lang, aber in meinem Kopf herrscht das Chaos und bringt die Worte aufs Papier. Der Dämon ist immer hier.
In mir.

2. Wer dich kennenlernen will muss wissen, dass du …

Ich bin Jana (JJ) und 18 Jahre alt. Schreiben ist mein Sein. Ich bin auch nur 1.65 klein. Ich bin für alles offen, auch wenn ich selber eher bin verschlossen. Ich hasse Rassismus und bin gegen Mobbing! Auch gegen Gewalt und noch anderer dieser Dingen. Ich bin auf einem Ohr Taub und habe noch einiges, aber so ist das Leben, man kann es meistern.
Ich bin wohl ein Mensch, aus Fleisch und Blut. Vielleicht mit ein bisschen zu viel Fantasie übergossen, aber doch auch mit Mut. Ich rede nicht viel, oft einfach gar nicht. Doch das heißt nicht, dass ich keine Worte besitz!
Ich lese gerne und liebe die Natur, ich schreibe viel und spiele Geige. Ich bin oft ziemlich negativ, aber ich versuche doch jeden für das Leben zu begeistern. Man sollte wohl wissen, dass ich sehr kompliziert bin. Aber doch bin ich auch ein Mensch, der einfach nur mal sein will. Hier im jetzt und dort in der Unendlichkeit.
Ich habe wohl gute und schlechte Eigenschaften. Ich hasse Ungerechtigkeit und versuche nur das Gute in anderen zu sehen./finden. Ich versuche immer jedem zu helfen, egal was los ist. Ich bin da. Immer.
Ich habs mit SvV und Depressionen, mit traumatischen Erfahrungen und mit vielen Umzügen. Aber ich weiß auch, dass es noch das Gute gibt.
Doch ich kann auch ganz schlimme sein…ich bin oft ganz allein. Ich bin nicht so wie jeder es will, ich kann es nicht und das macht mich still. Ich äußere mich nicht und manchmal kann ich einfach nicht mehr. Ich verletzte andere, ohne Absicht. Doch meine schlechteste Eigenschaft ist wohl, dass ich in allem das Risiko sehe und manche Sachen einfach nicht verstehe.

3. Welche Götter verehrst du?

Geprägt hat mich Mozart, geprägt hat mich Poe und Rick Riordan. Geprägt hat mich J.K. Rowling. Und natürlich noch viele mehr. Auch viele Blogger, denn auch ihr seid es, die mich prägen. Sei es was ihr schreibt oder kommentiert, sei es die Bilder die ihr zeigt oder nur eurer Dasein. Und die Musik prägt mich sehr. Aber auch die Kunst.
Am Meisten jedoch ist es wohl das Leben, welches mich prägt. Das Leben, welches jeden Tag eine neue Seite schreibt.
Das Buch, welches nie beendet sein wird. Nie gelesen werden kann. Und doch so bedeutend ist.

4. Was tust du, um dein Werk bekannt zu machen?

Ich schreibe auf meinem Blog lebenwieich.wordpress.com , aber auch in der Schule schreibe ich öfter und bald mache mit bei der ABI-Zeitung. Ansonsten nehme ich manchmal an Wettbewerben teil, das habe ich jedoch noch nie hier in Deutschland getan sondern nur in Holland. Ansonsten gibt es ein paar Freunde von mir die meine Geschichten und Gedichte lesen. Auch habe ich gerade ein neues Buch angefangen welches das Erste sein wird, was ich zu einem Verlag schicken möchte. (wenn ich mal wüsste wie das geht…aber es ist ja auch noch nicht fertig)
Zudem mache ich auch Kunstproteste bzw. Projekte. Die sieht man dann aber nur in der Öffentlichkeit und sind meistens von meiner kleinen Kunstgruppe aus meiner Kunstschule. Im Winter werden wir wieder an die Öffentlichkeit gehen zum Thema „Zeit“.
Da ich erst 18 bin und gerade die 12. Klasse besuche, kann man denke ich wohl verstehen dass ich noch nicht sehr viel unternehmen konnte um bekannter zu werden und meinen Traum zu erfüllen.
Mein Ziel ist es aber Schriftstellerin zu werden und ich hoffe sehr, dass ich das schaffe.

5. Und nun, zeige dich!

@ Jana
@ Jana

Engel und Teufel

Die Finger umklammerten meine so schnell
Der Druck der Freiheit, in der Dunkelheit so hell
Doch als ich dir dann in die Augen sah‘
wusste ich sofort, dass ich gefangen war
Auch wenn es mich quälte, blieb ich bei dir
Meine Dunkelheit, mein Teufel, mein Blut in mir
Die Gedanken kreisten in mir so schnell
Das Feuer umhüllte uns dann so hell
Deine Hand so weich und dann ich sah‘
Du hütetest mich, das ist was es war
Der Glanz und die Lügen, verborgen in dir
Nun strichen sie rüber, so lautlos zu mir
Doch du fingst mich auf, als ich fiel so schnell
Deine Augen leuchteten, wie ein Engel so hell
Ich glaubte die Lügen, in den Bildern die ich sah‘
Wollte nicht erkennen, dass es nicht die Wahrheit war
Doch dann viel mir auf, ich gehörte nicht zu dir
Und dann versuchte ich zu finden das Licht tief in mir.
Denn der Teufel gestoßen, vom Bruder zu schnell
Verbannt in die Hölle, vermisste das Hell
Regierte dort unten, die Menschen er sah‘
Er erkannte nicht, dass auch er gefangen war
Ich nahm deine Hand, zum Herz in dir
Nahm mein Licht, welches ich am Ende fand in mir
und gab es dir.
©JvP

.

Verleugnung

Lügen und Hass, die Menschen sehen.
Vergnügen im Rot, der Tannen stehen.
Fallen runter, die Blätter so kalt.
Das Eis im Fall, es zum Schweigen hallt.
Tanzend und singend, sie vereinen sich.
Doch das Mädchen durbohrt, mit einem Stich.
Fühlend der Atem, der letzte Hauch.
Genommen des Geistes, des Todes Gebrauch.
Im Buch es schon geschrieben steht:
Memento Mori*, jeder geht.
Schon im Dunkeln, es verfault das Fest.
Im Schatten die Erkenntnis, grausam wie die Pest.
Die Augen geöffnet, der Mund ist dicht.
Die Leute doch glauben, versperren die Sicht.
Unwissend und sinkend, der Rauch verdeckt.
Die Schreie der Toten, durch den Himmel erstreckt.
©JvP

.

Die Schreie der Stille

Ich schreie,
doch kein Ton verlässt meine Lippen.
Die Zunge gebunden,
an meinen Gedanken.
Ich schreie,
doch die Worte sind vergangen.
Die Dunkelheit umhüllt sie,
und trägt sie mit sich fort.
Ich schreie,
doch niemand der mich hört.
Verloren in der Einsamkeit,
der Weg der nirgendwo hin führt.
Ich schreie,
doch weiß es schon längst.
Ich bin schon lange tot,
in diesem lebendigen Körper.
Ich schreie,
doch die Stille ist nur da.
Verführt mich in ihr weiter,
in die grauenhafte Welt.
Ich bin still,
doch will Ich ein Mal schreien.
Ein einziges Mal nur, bitte!
doch dann wird mir klar:
ich bin schon längst die Stille selbst.
©JvP

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Irgendwo dazwischen

Zweifel beklagten mich, gingen auf mich ein.
Doch schweren Herzens kann ich nicht einfach alleine sein.
Denn Dunkelheit sie folgte mir, schon immer und überall.
Wo Gefahr und Frieden war, schloss sie mich doch ein.
Das Glück und die Hoffnung, warteten schon.
Nun der Teufel nicht wartete und er einnahm den Thron.
So gehe ich nun müde und auch voller Wucht.
Den kalten Weg der nirgendwo hinführt, nur in dieses Loch.
Denn Licht in meinen Gedanken, nun eine Zeit lang war.
Verschwunden nach dem Leid sofort, denn nichts mehr ist noch klar.
Wie ein Glas um mich herum, spaltet mich wieder ab.
Allein ich lebe hier und dort, das habe ich so satt!
Immer wie ich gehe, stehe und auch lebe.
Noch jeden Tag erneut, mich die Angst erhebe.
Gefühlte 100 Jahre, doch auch noch ein Kind ich bin.
Kann ich nicht selber im Regen, tanzen und singen im Stilln?
Denn ich versuch es wirklich, ja wirklich tue ich es!
Doch niemand will mir glauben, auch wenn ich es versprich.
Denn Leben will ich endlich, so froh und voller Glück.
Mit all den Menschen um mich rum, die ich liebe doch!
Doch ich im Weg mir stehe, Gedanken größer als ein Mann.
Ich selber muss nun glauben, dass ich es schaffen kann.
Das Blut erhellt meine Augen, wäscht mich in das Reine.
Der Schmerz nur nebenbei, mir das Leben zeige.
Das Herz es pocht, schneller und kühler und doch voller Kraft.
Vielleicht finde ich die Hoffnung, zusammen mit der Macht.
©JvP

.

Verstehen

Wie es mich zieht,
durch Wind und Regen.
Die Kälte mich bricht,
das Atmen erschwert.
Die Blitze fliegen,
heiß und kalt.
Durch Körper und Natur,
den ewigen Halt.
Das Zittern durchfließt,
den Körper in nuh‘.
Das Herz nun schweigt,
verlassen in Ruh‘.
Strömt nach Draußen,
wie Regen nach hier.
Fährt nach oben,
zurück ins Leer‘.
Nun hinunter er sich sieht,
liegend auf den Boden.
Zweifelnd er sich nun bedenkt,
zu leben oder gehen.
Ein Mensch der kommt,
suchend den Körper.
Weinend die Tränen,
betend nach dir.
Dir nun erleuchtet,
wie sehr du geliebt.
Das Leben und die Menschen,
wegen denen du nun gehst.
©JvP

.

Briefe an „monster“ (1)

(Briefe an Monster ist eine Reihe von Gedichten, die eine Geschichte ergeben und ich am erstellen/schreiben bin)

Liebes Monster,
So froh und bunt die Blumen blühen und auch voller Schein,
der Mann er gießt sie sanft und munter, in sein Glücklich-Sein.
Das Fenster spiegelt immer wieder die Sonne glänzend rein,
doch trotzdem sitz‘ ich nur da rum und lass es an mir vorbei.
Denn du bist immer hier bei mir, dort an meiner Seite.
Wann wirst du gehen? frag ich dich, doch Stille mich begleitet.
Monster, ich sehe dich! Hab ich das verdient?
So zu sitzen hier ganz allein, in mein Unglück-Sein?
Denn Draußen seh‘ ichs denn ganzen Tag, die spielend, kleinen Kinder.
So voller Lebensfreude dort, unten auf der Straße.
Doch deine Hände sie klammern mich, drücken mich fest runter.
Ziehen an mein Leben hart und rauben mir den Atem.
Trotzdem bist du bei mir, wenn gerade niemand ist.
Sollte ich nicht dankbar sein? Dass du mir alles versprichst?
Hass erfüllt mich seelentief, denn so kann ich nicht leben.
Fröhlichkeit ist was ich will, und ein echtes Leben!

 Jana schreibt auf:
>>> Lebenwieich.wordpress.com

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>>> Die bisherigen Teilnehmer

 

Autor: terencehorn

Auf meinem Blog poste ich Storys aus den 90ern. Zumeist witziges und spontanes Zeugs rund um Betäubungsmittel, Mädchen und den Wahnsinn im allgemein.

55 Kommentare zu „Montagslyriker – Die Geburt der Venus“

  1. Super Auftritt, hast du wirklich hervorragend hingekriegt, lieber Terence. Zu Janas wunderbaren und im Sprachduktus mitreißenden Gedichten werde ich noch etwas ausführlicher schreiben.

    Man hat jedenfalls das Gefühl, dass es gerade so direkt aus der Seele sprudelt und reißend fließt, als besehe die Furcht, jemand könnte die Worte stoppen und abschneiden. Aber Jana lässt sich nicht aufhalten .. Wieder ein Höhepunkt und ein verdammter Montag gerettet und damit die gesamte Woche.

    Danke Jana. Danke Terence. Danke Pri .. ach so, das bin ich ja selber 😉

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    1. Danke für deine Worte 🙂
      Es bedeutet mir wirklich sehr viel, dabei sein zu dürfen! Hier meine Worte zu hinterlassen
      ich bin euch wirklich dankbar, euch beiden 🙂

      Ich wünsche euch auch noch eine schöne Woche!

      Manchmal ist es einfach wichtig, die Worte raus zu bringen, egal wie^^

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  2. Wer Verlage anschreiben möchte, sollte – wie bei einer Bewerbung auf einen Job – auf ein paar Kleinigkeiten achten. Das „Handbuch für Autoren“ von Kristiane Allert-Wybranietz ist leider etwas veraltet, aber eben hab ich gerade diese Links entdeckt, die für manchen potentiellen Bestsellerautor interessant sein könnten:

    http://www.autorenhaus-verlag.de/389.0.0.1.0.0.phtml
    https://www.uschtrin.de/produkte/weiteres/handbuch

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    1. Danke für die Tipps! Bei meinen letzten „Bewerbungen“ bin ich nach allen Regeln der Kunst vorgegangen. Das war ein Fehler. Ich bin jetzt auf der Suche nach was eigenem, rebellischem. Weiß nur noch nicht wie. Wird aber schon noch. Jetzt muss ich erstmal Lucia überarbeiten. Da bin ich auf Seite 50 und muss zugeben, da sind schon einige Fehler drin. manche Dinger kann ich gar nicht begreifen.

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      1. Das ist eben so wie mit allen Regeln: Man sollte sie kennen und sich dann seine eigenen machen. Verlagsanschreiben sollten erstmal nicht zuviel enthalten und auch eigentlich unauffällig sagen, wozu man das Manu eingeschickt hat: Rebellisch kann dann das Manu sein, individuell kann dann der Stil des Manus sein. Der Lektor soll das Manu lesen und es soll ihn überzeugen: Das ist der einzige Sinn der Bewerbung. Und wenn der Lektor dann Interesse hat, wird er sich schon melden und seine Fragen stellen. So denke ich jedenfalls und wenn der Herr Lektor sich zu fein ist, dann ist er eben für mich nicht der richtige. Basta und in die Fresse! ^^

        Sorry, mein schwarzer Humor 😉

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      2. Wir haben mal an der Uni gesagt bekommen, dass Linguisten eigentlich schlechte Schriftsteller sind, weil sie ja ständig an die Regel bzw. den Duden denken. Gelebte Sprache ist aber anders, entwickelt ihre eigenen Gesetze und inzwischen hat man festgestellt, dass die Schüler nach der Rechtschreibreform eher mehr Fehler machen, als davor. Sprache sollte man niemals künstlich beeinflussen wollen. Sprache lebt und wird gesprochen und das hat mit dem bekloppten Duden überhaupt nix zu tun: Der kann höchsten im Nachhinein feststellen und festhalten, was Sache ist und sollte sich nicht einmischen in eine natürliche Entwicklung.

        Die Schrift ist ein Festhalten der Gedanken, eine Notiz in Hyroglyphen. Was ist das Alphabet anders? Du hast ein Hörbuch geschrieben: Lucia wurde als Hörbuch konzipiert. Scheiß auf die Fehler, scheiß auf die Tornados, die dich versenken wollen, anhand von schwarzen Zeichen: Der Inhalt zählt.

        Und das mit dem „Hörbuch“ mag eine Ausrede sein und eine offensichtliche, aber Lektoren geht es nicht um Wahrheit: Sie wollen unterhalten sein. Sie wollen schmunzeln. Jeder kann jedes Wort schreiben wie er möchte und jedes Satzzeichen nach Gusto setzen: Wie ich schreibe, ist richtig. Was geht mich der Duden an? Gäbe es keinen Duden, wär es sowieso egal.

        Nur eins ist wichtig: Man muss verstehen, was gemeint ist. Und in Lucia gibt es nur eine Stelle, wo was fehlt, wo man aber trotzdem versteht.

        Konrad Duden, keine Ahnung von Blasen und Tuten: Aber voll in die Fresse dem Kerl ^^

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      3. Wahrscheinlich! Ich bin auch nicht so gut im Klingel putzen. Aber wenn du dein Manu einfach nur per Post rausschickst kommt das garantiert nicht bei den richtigen Leuten an. Da muss man dran arbeiten, rum telefonieren und die richtigen Leuten erwischen.

        Bis zum Jahresende werde ich Lucia neu überarbeiten. auch neues Cover und so, Klappentext und so. Ich werde da bestimmt auf einige deiner Texte zurückgreifen. Schade, dass deine alte Webseite hinüber ist, da waren auch einige echt gute Texte drauf.

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  3. Zu Moonshine: Jeder der bisherigen Montagslyriker schrieb in einem anderen Stil und jeder Stil dieser hervorragenden Wortakrobaten hat uns überzeugt. Es ist natürlich Geschmackssache und vielleicht die Aufgabe von einem kompetenteren Kritiker hier nach festen Maßstäben zu urteilen, hier nach der Kunst der Textanalyse zu bewerten. Ich kann nur schreiben, wie ich es sehe und empfinde. Da ich selbst schreibe, beurteile ich danach, inwiefern meine Seele von einem Gedicht berührt ist und das liegt eben daran, in welchem Maß ein Lyriker seine Gefühle nachempfindbar durch Worte gestaltet. Für mich sind Gedichte konservierte Gefühle, was ich auf die lyrischen Gedichte beziehe. Natürlich gibt es auch andere Gedichte, etwa auf ein Bild oder Lehrgedichte, objektive Gedichte, Sinngedichte, humorige Gedichte, politische Gedichte usw.

    Die Gedichte von Moonshine sind für mich persönlich etwas ganz Besonderes, weil mir der Stil gleich auffällt, der mich an die Romantiker erinnert in Wortwahl, Duktus und der Setzung der Sätze. Ich fühle mich hier an Novalis erinnert oder John Keats. Als man die Leiche Percy Shelleys aus dem Wasser zog, fand man in seiner Hosentasche einen Band von John Keats. Doch das nur am Rande. Moonshine schreibt natürlich ihren eigenen Stil und meine Evokationen verlangen keine Allgemeingültigkeit.

    Moonshine reimt, aber hält sich nur locker an das klassische Reimschema, arbeitet auch mal mit dem Kunstmittel des unreinenen Reims oder der ungereimten Alliteration am Satzende. Aber ihre Reime sind unauffällig, weil der Inhalt der Gedichte so mitreißt, dass einem Leser im ersten Moment die Reime überhaupt nicht auffallen: Der Reim dient als zusätzliches Schmuckmittel und soll nicht – wie bei vielen anderen – eine Banalität mit Reim aufwerten.

    Ob die Poems von Moonshine nur wirklich eine Kompensation der eigenen Befindlichkeit darstellen oder reine Erfindung sind, das muss uns nicht beschäftigen. Es mag eine gesunde Mischung sein und mag den begeisterten Leser nicht tangieren. Doch der letzte Gedichtezyklus, wo Moonshine bzw. ihre Protagonistin mit ihrem „Monster“ spricht, kann keinen Menschen kalt lassen.

    Das Wort „Monster“ ist ja schon besetzt. Das erste „Monster“ der Literaturgeschichte war wohl nicht als Monster benannt, aber in dem Roman von Matthew Gregory Lewis beschrieben: „The Monk“ und dieser Möch war ein Monster und wurde auch verfilmt. Später kam das klassische Monter dazu in dem wunderbaren Roman von meiner geliebten Mary Shelley: „Frankenstein“, die ein kritischesGleichnis auf die Geschöpfe Gottes schrieb, was viel mehr war als eine normale Horrorgeschichte, weil sie 15jährig dieses Werk in der Villa Diodati als Geliebte von Lord Byron began und nach Byrons Tod nie mehr glücklich wurde.

    Heute gibt es auch immer mehr Monster. Die von mir geliebte Lady Gaga etwa nennt ihre Fans: „Kleine Monster“ und morgen erscheint ein Film von der Harry-Potter-Autorin: „Ein Koffer voller Monster“. Aber Jana hat mit „Monster“ etwas Neues erschaffen, ein Monster, das sie belegt und fesselt und mit dem sie verbal in Austausch tritt: Das Monster im eigenen Ich. Und das ist die neue Erkenntnis: Das Monster lebt in uns selbst, nistet sich in uns ein, beeinflusst unser Denken und Handeln, macht sich breit, füllt uns aus und besetzt uns.

    Jana ist eine begnadede Dichterin. Wer ihr zu nahe tritt, wer sie ärgert oder beleidigt, der weiß nicht auf was er sich einlässt. Denn am Ende gibts dann mal voll auf die Fresse ^^

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      1. Moonshine ist unser Maskottchen. Solange ich bei wordpress bin, ist sie immer für mich da und ich für sie. Aber sie ist unsicher, ist gebranntes Kind, hat viel Scheiße erlebt und braucht Freunde, auf die sie sich verlassen kann, die immer zu ihr stehen, so wie du und ich. Ich danke dir, Terence, dass du Moonshine genauso in dein Herz aufgenommen hast wie ich: Sie ist es tausendmal wert.

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    1. Lieber Sven, ich bin dir dankbar für jedes einzelne Wort welches du mir geschrieben hast!
      Und auch Trence, dir auch!
      Ich hoffe ihr Beide wisst, wie viel mir das bedeutet! Denn es bedeutet mir wirklich unheimlich viel. Ich habe gelächelt und getränt, als ich eure Worte las.
      Ich denke das sagt mehr, als ich nun schreiben könnte.
      Ich hoffe ihr wisst auch, wie wunderbar ich euch finde!
      Ich werde immer an eurer Seite sein. Aber ich denke, das ist mittlerweile klar 🙂
      Denn irgendwie finden wir uns immer wieder

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  4. So froh und bunt die Blumen blühen und auch voller Schein,
    der Mann er gießt sie sanft und munter, in sein Glücklich-Sein.
    Das Fenster spiegelt immer wieder die Sonne glänzend rein,
    doch trotzdem sitz‘ ich nur da rum und lass es an mir vorbei.“

    Hast du schonmal sowas Schönes gelesen als Eingang zu einem Gedicht. Da gibt sich das Althergebrachte mit dem Flapsigen der Moderne die Hand: Moonshine bildet die Brücke zwischen Romantik und Neuzeit, zwischen dem Althergebrachten und der Sprache unserer Zeit. Ich seh das als genial an. Was manche als Schwäche auslegen könnten, sehe ich als Stärke, eine ganz neue Art, an Lyrik ranzugehen.

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