Der Untergang des Abendlandes – 40 Jahre Punk

Punk!

Punk heißt übersetzt faulendes Holz, was allenfalls als Zunder taugt und das war es auch, ein Brandbeschleuniger. William Shakespeare verwendete als einer der ersten das Wort Punk und bezeichnete so in „Maß für Maß“ eine Nutte. Als Bewegung und Musikrichtung feiern die Punks gerade ihren 40ten, womit sie mittlerweile selbst zum alten Eisen gehören. Geboren in London, warfen die Sex Pistols mit „Anarchy in The UK“ ihr rebellisches Kind auf die Bühne und zerstörten damit die Zukunft des Abendlandes.

„Don’t know what I want
But I know how to get it“

Was für eine herrliche Zeit! Der Reiz lag ja darin dem Establishment, das es damals noch gab, gehörig auf den Sack zu gehn.

Das Schönste aber, weil Genre übergreifend, war die Erfindung des Pogo. Wir tanzen zu jeder Musik Pogo und es gab keinen Grund, warum wir es nicht tun sollten. Alle liebten Pogo, einfach weil es hart zur Sache ging und unserer Vorstellung von Spaß am nächsten kam. Beim Pogo geht es darum deinen Nachbarn, ohne Einsatz der Hände, möglichst kurz und heftig anzurempeln. Worauf er, und darin liegt der Sinn des Ganzen, das Gleichgewicht verliert und den Boden küsst. Nur so kann man ihm wieder aufhelfen, einen Kurzen zischen und gemeinsam umso heftiger weitermachen.

Prost und herzlichen Glückwunsch zum 40ten Geburtstag!

Für weitere Infos und Musik empfehle ich euch den Blog des Kulturforums von Gerhard Emmer

Autor: terencehorn

Auf meinem Blog poste ich Storys aus den 90ern. Zumeist witziges und spontanes Zeugs rund um Betäubungsmittel, Mädchen und den Wahnsinn im allgemein.

9 Kommentare zu „Der Untergang des Abendlandes – 40 Jahre Punk“

  1. Johnny Rotten hat gestern gesagt, dass er den Satz im Kopf hatte: „I am an anti-Christ“ und sich kein anderes Wort als Endreim einstellte, als „anarchist“. So entstehen Texte. Der Reim im (Lese-)Gedicht ist obsolet, im Lied ist er nötig. Ich glaube auch, der Punk ist nur die Fortsetzung der Hippie-Bewegung mit anderen und neuen Mitteln. Es ist immer eine Jugendbewegung gegen das Establishment. Gleichzeitig schrieben in England die „wütenden jungen Männer“ ihre Gedichte. Aus England kommen gute Sachen, nicht nur die Beatles, auch die Doc Martens und ich hab noch zwei paar und ich trag sie auch von Zeit zu Zeit, die leichten mit den 8 Ösen und die schweren, die aussehen wie Springerstiefel. Ich bin Hippie, ich bin Punker, ich bin Gothic, ich bin Mensch. LG PPschen 🙂

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      1. Ich mag die Skatboarder: Ist auch so eine Lebenphilosophie. Kanntest du den berühmten Skatboarder, der irgendwann dachte, er könnte mit dem Brett vom Dach seiner Wohnung zum gegenüberliegenden Dach fliegen? Über den gabs nen Fernsehbericht. Aber er ist abgestürzt. Leider.

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      2. Da gabs eine Menge Verrückte, wobei ich mit der Szene eigentlich nichts am Hut hatte. Wir sind einfach gefahren und haben uns nicht groß um den Rest gekümmert. Klar gabs welche, die sich die Videos reingezogen haben, von den Stars. Die hatten aber so verrückte Sachen drauf, die wir nie schaffen konnten, einfach weil es in unserem Kaff keinen gab der es uns hätte zeigen können. Ich war in nahezu allen Sportarten nicht schlecht und hab auch alles gemacht. Schießen, Tennis, Fußball, Karate, Judo, Tischtennis, Fahrrad, Handball, Basketball und so weiter, aber Skateboardfahren ist das mit unglaublichem Abstand schwierigste. Es dauert eine Ewigkeit bis du überhaupt einen Ollie kannst, von Kickflip brauch ich gar nicht reden und eine Halfpipe runterfahren erfodert mehr Mut als der ganze 2.Weltkrieg zusammen.

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  2. PS: Die erste CD von Iron Maiden war übrigens noch etwas dem Punk verhaftet. Die haben dann aber ihren Sänger gefeuert, weil er ständig besoffen war und Bruce Dickinson eingestellt: Der ist Pilot und darf nicht trinken. Mit ihm erschien dann „Killers“, wo auch ein Lied drauf ist, das Edgar Allen Poe ehrt: „Murders in the Rue Morgue“.

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