Montagslyriker – Spieglein, Spieglein an der Wand

Blumen auf schwarze, weiß Hintergrund
Der gespiegelte Spiegel @ Terence Horn

Ein Montagsmärchen

„Spieglein, Spieglein an der Wand,
wer ist der schönste Dichter im ganzen Land?“,

so antwortete er:

„Terence Horn, Ihr seid der Schönste hier,
aber Prinz Prospero über den Spessarter Bergen
bei den hessischen Äppelwoi Trinkern
ist noch tausendmal schöner als Ihr.“

Terence Horn erschrak und wurde gelb und grün vor Neid.
Er trommelte alle Montagslyriker zusammen,
damit sie abstimmen, wer denn nun der schönste Dichter im Lande sei,
am Montag um sieben, so steht es geschrieben.

Terence Horn und Prinz Prospero präsentieren alte Schule, der zehnte im Bunde: Joaquim von Herzen

1. Nenne den Schmerz beim Namen. Wer ist der Dämon, der dich zum Schreiben verführte?

Da ich die Sprache als heilig erlebe, ist es mein Bedürfnis Unheil zu heilen und Heiligendes zu erinnern.
Der Dämon ist das Wort.

2. Wer dich kennenlernen will muss wissen, dass du …

Wer mich kennenlernt wird bald erkennen was das Dunkel ist und wie Licht wirkt.

3. Welche Götter verehrst du?

Alle Götter sind verehrungswürdig. Alleine das Sie sind. Die Musen verehre ich dankbar sehr und Lieben als das Göttliche an sich ganz und gar.

4. Was tust du, um dein Werk bekannt zu machen?

Zwei Bücher im Selbstverlag gab es, dann im Bayerischen Rundfunk eine Lyrikseite die dann über Nacht gesperrt wurde mit 200 Gedichten. Hier im Internet und drei „Dichterwettbewerbe“ sind öffentliche Bekenntnisse

5. Und nun, zeige dich!

Dir wohlwollendem Leser ist die Seite http://hansjoachimantweiler.wordpress.com
genannt und eine Kostprobe jetzt hier

Orchideen auf Schwarz, weiss
Orchidee @ Terence Horn

 

 

.

Alles liebt die Liebe
Und auch das Nichts
Aus dem dereinst hervorgegangen
Und zurückgekehrt was war und ist

Zuletzt den Hass
Der nur auf Rache sinnt
Weil Er sich ausgestoßen
Ihrer längst verlustig wähnt

Und nie schickt Sie den Tod
Als Schicksal hart und kalt
Denn um zu werden
Müssen wir vergehen
Wie Frühling sich im Winter
neu erschafft

.

 

 


Advent 2016
Frohe Adventszeit!

Alle Montagslyriker wünschen eine besinnungslose Adventszeit der kreativen Melancholie und Ekstase.

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Autor: terencehorn

Auf meinem Blog poste ich Storys aus den 90ern. Zumeist witziges und spontanes Zeugs rund um Betäubungsmittel, Mädchen und den Wahnsinn im allgemein.

42 Kommentare zu „Montagslyriker – Spieglein, Spieglein an der Wand“

  1. Der Philosoph unter den Lyrikern: Erklärt uns die Welt in drei Zeilen. Sehr tiefsinnige Erkenntnisse. Das bringen wir als Buch heraus mit einem ausschweifenden Vorwort. Danke Joaquim von Herzen. Du hast uns den Spiegel vorgehalten, hast unsere Seelen durchleuchtet mit deinem Licht, die Dunkelheit ihres Namens beraubt, hast Liebe aus dem Hut gezaubert, nicht ohne den Hass zu erwähnen, hast über das Nichts reflektiert und über den Tod, das Schicksal, über Frühling und Winter, über Werden und Vergehen. Dein Gedicht ist eine Analogie auf das Leben, auf die Welt, auf Gott. Nur ein Gedicht, aber voller Sinn – oder auch Unsinn. Denn auch das Sein, besteht aus Sinn und Unsinn. Wieder ein Montag gerettet! 🙂

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      1. Wär ja auch nur fair, wenn mal was erfahren könnte, weil wir uns ja auch nackig ausgezogen haben und du mir schon meinen Apfelwein über den Spessarthöhen ins offene Glas gießt und mir deine Stiefmutter mit Apfelangeboten ins Haus schickst.

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  2. „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Schönste im ganzen Land?“

    „Ihr seid es, mein Prinz, aber Terence hinter den Bergen ist noch tausendmal schöner als ihr.“

    „Ja, ist doch gut so, sprach der Prinz: Da muss ich also nicht zu den sieben Zwergen?“

    „Ne, das war nicht ausgemacht, wir hatten anders disponiert!“

    „Ich will aber nicht in den Schneewittschensarg“, konterte der Prinz.

    „Ist aber bestellt und kommt kostenfrei und mit 20% Rabatt von Otto-Versand.“

    „Kannste schminken, abbestellen, stornieren!“

    „Hier wird ein Märchen vergewaltigt“, sprach der Spiegel.

    „Muss ich den Glassarg am Ende noch bezahlen?“ fragte kritisch der Prinz.

    „Bei 12 Monatsraten ohne Zinsaufschlag!“

    Da nahm der Prinz einen Hocker und zerschlug den Spiegel:

    „Immer diese Schleichwerbung von Otto-Versand.“

    PP

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      1. Ja, das war ein Superladen. Da waren die Sachen, die die Kunden zurückgeschickt haben. War zuletzt auf der Frankfurter Straße, Parterre und erster Stock. Da haben sich die Türkinnen um den Wühltisch um die Klamotten gekloppt. Da gabs Möbelstücke und Elektronik. Uhren und Vibratoren. Aber mitten in der Stadt. In Frankfurt gabs auch eine Filiale im Industriegebiet, wo mehr Fernseher und Großteile angeboten wurden. Alles war im Preis extrem runtergesetzt. Ähnliches gabs von Quelle in Hanau. Da konntest du etwa einen Verstärker kaufen für zwei Drittel des Preises. Aber es war auch viel B-Ware mit kleinen Fehlern dort noch günstiger zu haben. Ein Kühlschrank mit nem Kratzer auf der Tür für den halben Preis und so Sachen ..

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      2. Mein Vater hat mich manchmal mitgenommen auf die Arbeit und das war immer sehr interessant.

        Ich weiß noch, als Kind ging ich mal mit meiner Mutter spazieren und da sahen wir meinen Vater, wie er auf einer langen Leiter eine Straßenlampe reparierte und ich soll damals als Kind die Leiter hochgeklettert sein .. Sind so Geschichten, an die ich mich nur vage erinner .. Oder wir hatten ihn in Offenbach getroffen, wo er eine Ampel reparierte ..

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      3. Meine arbeitete ausschlielich in diesen Ämtern. Ich glaub, die hatten einen super Job damals. Da gings um sieben los und um neun aber Pause, aber eine Stunde lang und dann von 12 bis 13.30 und ab drei wurde sowieso nichts mehr geschafft. Natürlich behaupt mein Vater was anderes, aber so war es.

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      4. Mein Vater war dann im FA 2 am Ostendplatz. Also im Fernmeldeamt 2 und die hatten gar keine Frühstückspause eingeplant, wurde aber trotzdem gehalten und lange ausgedehnt. Die haben nur rumgesessen und nichts getan und gingen während der Arbeitszeit zum Einkaufen und zum Friseur, machten früher Schluss, bekamen vom Chef noch Freistunden zwischen der Arbeit. Das war bei der Post damals so ..

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      5. Mein Bruder hat mal Ferienjob dort gemacht. Der hat mehr verdient als die meisten, weil netto und dann bekam er die volle Fahrtauslöse. Das waren schon allein fast 50 Mark am Tag. Der hat sich in zwei Monaten komplett saniert.

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      6. Mein Bruder hat bei der Anmeldestelle gearbeitet in den Ferien und da waren normal 30 Anträge Pflicht zu bearbeiten, aber zwei Alkos wurden dort voll beschäftigt und voll bezahlt, die schafften nur zwei Anträge am Tag und stanken nach billigem Fusel.

        Und das wusste jeder, aber sie wurden durchgezogen. Als mein Bruder vom Frühstück kam, wobei er sich 15 Minuten gegönnt hatte, weil Frühstück ja sowieso nicht eingeplant ist, wurde er nochmal in die Kantine geschickt: „Lass dich vor 10 Uhr hier nicht mehr blicken“ und da war es halb Neun. Dann musste er den Damen in der Anmeldestelle, die zwei Kühlschränke im Büro hatten, den roten Sekt öffnen.Das Postzentrum in Heusenstamm bei Offenbach hatte den höchsten Umsatz von Henninger-Bier. Das ist kein Märchen.

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      7. Klar! Damals wurde jeder durchgezogen. nicht so asozial wie heute. Du kennst ja meine Ausbildungzeit aus Lucia 😉 Bei uns gabs ja in jeder Fabrik Bierautomaten. Am härtesten war so eine Dachdeckerfirma, die trafen sich immer schon um fünf Uhr frühs, damit sie erstmal zwei Stunden vorglühen konnten. Verrückt, aber wahr.

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      8. Ich hatte meinen ersten Ferienjob bei einer Firma, die KA-Rohre verkauft und meine erste Tätigkeit war diese, dass mir mein Vorgesetzter seine Essensmarken gab und mich damit zum Discounter schickte, der gegenüber war und diese annahm. Zwei Flaschen Rum sollte ich holen und habs auch getan. Von meinen sechs Wochen Schulferien hab ich drei Wochen dort verbracht und war keinen einzigen Tag nüchtern. Die hatten dazu noch einen Bierautomaten, der auch sehr gut besucht war. Einmal hab ich dem Hauptchef vor die Füße gekotzt, aber mein Vorgesetzer hat dann gesagt, ich hätte ein schlechtes Joghurt gegessen 🙂

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  3. PS: Ariana könnte auch männlich sein: Keiner kennt Sternenseele und er selbst gibt keine weiteren Infos über sich preis. Der Kerl schreibt halt seine Texte und hat nie behauptet, weiblich zu sein. So mal nur zum Nachdenken. Natürlich ist es eine Frau, aber bist du wirklich sicher?

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  4. Tut mir leid, dass von mir erst so spät etwas kommt!
    Etrstmal; hoch interessant!
    Zudem finde ich es auch sehr interessant geschrieben und wahrheitsmäßiges ist drin. Vor allem das Letzte; wir lieben auch das Nichts.
    Da stellen sich mir tausende Fragen. Wie kann man das Nichts lieben? Ich fürchte das Nichts, aber ich denke das was man fürchtet, hat auch noch eine andere Wirkung zu einem selber. Liebe ist ein mächtiges und großes Wort, doch je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Fragen stellen mich.
    Wunderbar!

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