Montagslyriker – Neujahrsüberraschungsgeburtstagskind

Mädchen sitzt in einer Wiese

Du kommst aus dem feiern nicht raus. Hast Weihnachten halbwegs überstanden, Silvester durchgemacht und Neujahr mit Kamillentee im Bett gelegen. Heute ist Montag um sieben, so steht es geschrieben und das Fest geht mit einer Überraschung weiter.

Maria die Geheimnisvolle
geboren am 02.Januar
feiert Geburtstag mit uns!

Unser Geburtstagskind lebe hoch, hoch, hoch über den Wolken.
Schenken wir unsere Zeit und Aufmerksamkeit
unser Wohlwollen
schenken wir ein neues Jahr.

Maria die Geheimnisvolle schreibt auf
>>> https://www.facebook.com/schreibend

1. Nenne den Schmerz beim Namen. Wer ist der Dämon, der dich zum Schreiben verführte?

Es war mehr als einer. Es war eine Horde, die mich seit meiner Kindheit verfolgte.
Sie legten mir Worte nahe, welche bissen, stachen und Unruhe stifteten. Es waren Rebell, Sehnsucht, (Selbst)Hass, Gefahr, Hysteria, Wut, Entsetzen und ihre geträuen Schergen und dann waren noch diese, welche im Nebel blieben. Oder sich im Licht versteckten. Daher suchte ich die Wiege der Dunkelheit. Dort war ich sicher. Die Dunkelheit war meine Begleiterin. So wurde ich zu ihr und sie zu mir, bis ich begann mich zu bewegen. Schreiben ist für mich bewegen. Frieden schließen mit den Dämonen. Hören, wie sie aus mir und ich aus ihnen spreche um immer tiefer vorzudringen, und immer näher an den Rand der Sonne zu gelangen. Deswegen schreibe ich. Ich möchte mich bewegen. Von den Händen auf die Knie zu den Füßen, in die Lüfte.

2. Wer dich kennenlernen will muss wissen, dass du …

… dass ich schaue, schweige, scherze. Ich übertreib es gern. Manchmal. Aber manchmal bin ich auch sehr still. Andere Male bin ich wie ein Flummi, der durch die Gegend springt. Dann fang ich auch mal an, Haufenweise schlechte Wortwitze raus zu hauen, so es die Situation her gibt. Das kann sehr abschreckend wirken. Um enorme Redeflashs zu bekommen benötige ich keinerlei Drogen. Dafür bin ich schon morgens häufig gut gelaunt. Das kommt manchmal nicht so gut an. Aber das ist mir recht egal. Ich lache auch allein, wenn ich etwas lustg finde und manchmal sind das nur Gedanken und das verwirrt die Menschen, die dann lieber auf Abstand bleiben. Ist mir aber recht so. Lieber hab ich Menschen um mich, mit denen ich rumspinnen kann. Oder eben gar keine. Dann beobachte ich oder denke oder schwebe mit den Wolken oder schreibe oder reise in fremde Welten oder alles zusammen 😀

3. Welche Götter verehrst du?

Phu… Gute Frage. Ich war immer gern eine Einzelkämpferin. Hatte für Götter keinen Platz, da ich auch Athestisch erzogen wurde. Mein Vater sagte aber gern. „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott“
Das hatte mich dann ganz schön wütend gemacht. Hehe, naja. Wie soll er mir denn helfen, wenn es keinen gibt? Meine Familie war mir schon immer sehr wichtig aber verehrt habe ich sie auch nicht. Vorbilder in dem Sinne hatte ich also nicht. Ich war aber großer Sailor Moon Fan und Sailor Saturn war mir die Liebste. Vielleicht verehrte ich die ja auf meine Weise. Ich hab immer noch Zeitungen von damals. Sogar CD’s. Auf die goldene CD mit den japanischen Originalliedern bin ich besonders „stolz“ xD Auf jeden Fall aber blieb ich immer der Hoffnung treu, egal wie es mir ging. Heute würde ich sagen, dass man lieber sein sollte als zu verehren. Verehren hat so etwas unerreichbares. Man setzt sich selber einen Rahmen, über den hinweg man nicht zu gehen vermag. Das finde ich langweilig 😀

4. Was tust du, um dein Werk bekannt zu machen?

Naja…
Ich vertrau dem Zufall, der mir Gelegenheiten, wie Diese schenkt.
Ich weiß, dass das nicht sonderlich viel ist und eigentlich wollte ich mich auch mehr ins Zeug legen. Irgendwo müsste ich auch noch einen Blog haben aber ich hab sogar vergessen wo und wie er heißt.  Ich bin wohl nicht so gut darin für mich zu werben. Ich schreibe und poste nur auf Facebook, weil es so schön bequem ist.
Wer mal schauen möchte: „Fetzen aus dem Kopf“. Das ist wohl Werbung. Lerning by doing quasi. Hehe…

5. Und nun, zeige dich!
@ Maria

Kommt, ich möchte euch eine Geschichte erzählen…

Ein wabbern in der Ferne. Nur wage. Es ist, als ob das Licht fehlt. Was ist es? Ein schwarzes Loch?
Lass uns näher hinsehen.

Sie rutscht hinein. Spieralförmge Gänge. Sie scheint zu fallen. Zu fliegen und um sie herum

1 Buchstaben:

„Dreh dich um und du wirst sehen
Doch frag nicht
Nicht! Du wirst verstehen
Wenn Wände sprechen
schweig als dann
Der Schornstein ruft
komm halt dich ran“

Sie fällt.
Stürzt hart. Wo? Wo ist sie hier?

……………………………………………………………………..

2 Im Kerker

„Düster, modrig ists hier unten
wobei es das nicht sicher ist.
Unten oben ist verschwunden
geblieben ist die Finsterniss

pulsierend sind die rauen Wände
ächzen
Schimmel schleicht sich leis hinauf
Der bitter Atem zum Entsetzen
Gib acht, er frisst auch dich einst auf

Stich den Säbel wucht hinein
zäh, doch reiße weiter
Spritzt das Blut vor Wut hinein
fühlt es sich alsgleich befreiter

Doch enger wird es
das Gewölb
Drückt nieder
weicht der Sauerstoff

Ach könnt sie doch nur was sie wöllt
lässt sich fallen
fällt hernieder
Atmet flach und weint die Lieder

So vergehen Tage, Wochen – vielleicht gar Monate sogar
Organisch Wände beginnen zu kochen
Es entsteht ein Fensterpaar“

……………………………………………………………………..

3 hinter Fenstern

„Scheint die Sonne durch die Fenster
kehrt Ruhe ein der fernen Schreie
komm rein zu mir zum Schein zu dir

Ich glaub ich frier

die Kleidung
schützend
fehlt an mir
bin bar
Es zerrt mich aus meiner Mitte
Ich bette mich
auf Nägeln
centimeter lang
ich flehe
Sonne
mir wird bang
Ich schrei Gedanken in den Himmel
was mach ich falsch?
Was ist es immer
Seh Wut und Feindschaft auferstehen
möchte gehen
möchte mich drehen
Möchte Nägel erweichen sehen
Im Glanz der Schönheit auferstehen
möchte nicht in Trauer gehen
die mich aufhält das Licht zu verstehen“

Es schwinden sacht die Nägel Der Raum wird weiter.
Der Schimmel zieht sich langsam flüsternd zurück.
Die Wände mahnen ihn zur

……………………………………………………………………..

4 Ruhe

„Es legt sich Ruhe nieder
Wie ein Tuch, das Meilenweit
Geflogen ist
und nun befreit

Doch eisg sich nun nieder legt
Auf Gletscherflächen, trug es der Weg
Nun müde, sehr vom stürmisch Fluge
Durch schwärzeste Gezeitenstrudel

Ein Hauch
Es wölbt sich leicht, ein säufzen
Welch Antwort auf doch keine Frage
wer frug die Stummen was noch komme

Wer holte Tote aus dem Grabe?

Verstehen heißt noch nicht geheilt
Wer bleibt entschied sich und verweilt
Nur Antworten und nicht die Fragen
Können sagen, will mich wagen

Drum bitte ich, dich weites All
um Hilfe, in dies meinem Fall
Schick Antworten im Traume mir
Und Bitte, lass mich nicht erfrieren.“

Als sie aufwacht ist da anstelle des Kerkers ein pulsierender Wald. Dunkel ists und überall

……………………………………………………………………..

5 Gestrüpp

„Im Unterholz knackt es
Es raschelt
drängt nach außen
Es kommt schon fast
es, guckt vorsichtig hinaus
erschrickt und weicht zurück
was, was hat es nur gesehen
Es rennt nach innen
kanns nicht verstehen
was hat es nur gesehen?“

War etwa alles nur ein Traum? Oder träumt sie noch immer. Was ist dieser Wald? Eine Illusion?
Er pulsiert wie zuvor der Kerker aber doch, er scheint offen. Was ist das nur für ein Druck auf ihrer Brust. Wann wird er weichen mit der Hitze der Wandlung. Alles verformt sich. Sie schaut hin und sieht die Sonne durch die Baumeswipfel scheinen. Vorsichtig erwärmend umarmt sie den Druck und schließt Frieden. Sie stellt sich auf. Breitet die Arme aus. Dreht sich und lässt sich fallen ins frische

……………………………………………………………………..

6 Moos

„Umschlungen von des Tages Wogen
Metamorphe Gedankenstrudel
Vergangenheit klopfte
ich bat sie hinein
ich gab mich ihr hin
doch nur so zum Schein

Um zu ergründen wo noch Vollendung
sucht was nie vollendet
werden wird (?)
da stets die Bilder wechseln
Doch Heilung
zählt zu meinen Schätzen

Verschließ mich nicht vor meiner Wut
doch geb mich ihr nicht hin
Schreib es
bis es mir gut tut
umarme sanft die Schlingen

Sie werden Seide unter meiner Wärme
die eben doch noch glühend heiß
unter riesig Druck pulsierte
das Leben lehrte mir die Zeit

Die nächste Stufe in der Ferne
Ich kann sie schon erahnen
doch dräng ich mich nicht an die Sonne
Ich vertraue darauf
es wird gut werden“

Sie schaut in den Himmel. Hört Vöglein ihr singen, sieht Wölklein ihr ziehen und bald wird sie fliegen.

Maria die Tänzerin bild

—————————————

Feier Dich und dein Leben! Wahrscheinlich hast du nur eins!

—————————————

Beantworte die fünf Fragen des Lebens:
>>> Zieh Dir alle Infos und werde Teil der Montagslyriker 

Gedichte, Arbeiten, Blogs und Beiträge unserer Montagslyriker:
>>> Die bisherigen Teilnehmer

Autor: terencehorn

Auf meinem Blog poste ich Storys aus den 90ern. Zumeist witziges und spontanes Zeugs rund um Betäubungsmittel, Mädchen und den Wahnsinn im allgemein.

12 Kommentare zu „Montagslyriker – Neujahrsüberraschungsgeburtstagskind“

  1. Zunächst mal: Alles Liebe und Gute zum Geburtstag an die Schreiberin:-)
    Happy Birthday:-)

    Jaaaaa:-) Endlich wird mein Wunsch wahr! Vielen lieben dank:-) Da ist ein BILD:-) Danke! Und dann auch noch so ein Schönes. Krasse Augen. Mega!

    Die Lyrik: Ganz fantastisch. Geht einem sehr nah an manchen Stellen und berührt sehr:-)
    Vielen dank!

    Gefällt 3 Personen

  2. Wie immer bin ich wieder etwas später hier…Aber immerhin 🙂
    Ich hoffe es geht dir gut Terence!

    Ich finde das Bild übrigens auch Klasse. Das passt richtig gut 🙂

    (PS; willst du nicht Mal mit Sven schreiben? Ich will mich da aber weiter auch nicht wirklich einmischen)

    Alles Liebe,
    Jana

    Gefällt 1 Person

Schreibe mir was schönes

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s