Montagslyriker – Die Göttin meiner Kindheit

 Sterne in der Nacht

Kinder sind unsere besten Freunde, Seelentröster.
Immer in Bewegung, stets was zu tun, halten sie uns auf Trap.

Kinder sind der Sinn im Leben, unsere Zukunft.
Kinder lieben Bücher, aus denen wir ihnen vorlesen,
wollen jeden Tag etwas neues lernen und bleiben neugierig.

Kinder sind sehr schlau!

Die Stuttgarter Montage gehen weiter, heute mit der Kinderbuchautorin Judith Johannsen
http://www.judith-johannsen.de

1. Nenne den Schmerz beim Namen. Wer ist der Dämon, der dich zum Schreiben verführte?

Eindeutig ist die Muse mein Dämon, die mich zum Schreiben verführte, schon als ich fünf Jahre alt war und noch gar nicht wirklich schreiben konnte.

2. Wer dich kennenlernen will muss wissen, dass du …

Macken: Perfektionismus und ständiger Trieb zum Aufräumen. Schlechte Eigenschaften: Angst vor Auseinandersetzung und ziemlich nachtragend. Gute Eigenschaften: Trotz chronischer Erkrankung immer lebenslustig, fröhlich lebensmutig und sehr kommunikativ.

3. Welche Götter verehrst du?

Ich verehre die klassischen „Götter“ von Goethe bis Schiller, Novalis, Hölderlin. Sie prägten meine Jugendzeit. Astrid Lindgren war die Göttin meiner Kindheit.

4. Was tust du, um dein Werk bekannt zu machen?

Ich mache mich bekannt durch Bücher, deren Veröffentlichung ich selbst bezahle, Lesungen, durch Artikel in Zeitungen, Werbungen (beim Verlag bezahlt) für Buch-Werbung auf Literaturplattformen.

5. Und nun, zeige dich!

Drei Werke, alles Kinderbücher. Das vierte ist in Arbeit. 1. „Abenteuer am Takhini“, eine deutsche Familie mit drei Mädchen besucht Verwandte (dort gibt es fünf Kids, Jungs und Mädchen) auf einer farm in Kanada am Takhini-Fluss. 2. „Julius undf die grüne Mütze“, der zehnjährige Julius, der auf einem Hof lebt, bekommt von seinem Wahlgroßvater Gustav eine grüne Pudelmütze geschenkt, die ein Wunder in sich versteckt. 3. „Achtung, die Plattlandflöhe kommen“, eine Horde von sieben Kids aus Nordeutschland reist in den Schwarzwald bei Hinterzarten, um dort die Gegend unsicher zu machen.

Foto Frau
Judith Johannsen, Stuttgarter Kinderbuchautorin

Das Streifenhörnchen (Humoreske)

Ein Streifenhörnchen sagte sich:
„Ich find die Streifen widerlich.
So läuft fast jedes Hörnchen rum,
stets längsgestreift. Das ist doch dumm!“

Drum legte es recht brav und fein
Beim Lieben Gott Beschwerde ein.
Der rief es zu sich an den Thron
Und wusste dessen Klage schon.

Tat einen großen Pinsel zücken
Und malte dann auf Hörnchens Rücken
Noch einmal alle Streifen quer.
Das Hörnchen sagte: „Danke sehr!“

Doch als es sich den andern zeigte
Und hoffte, dass man sich verneigte
sogleich die Fellschönheit entdeckend,
da war die Reaktion erschreckend.

Denn alle riefen ganz pikiert:
„Igitt, was bist du kleinkariert!“ 

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Bild mit Jungen
Ausschnitt des Buchcovers „Abenteuer am Takhini“

Edeltraut von Lärchensteg (aus „Achtung, die Plattlandflöhe kommen“)

… Später lagen wir in den Hängematten. Sie waren hinter dem Ferienhaus aufgespannt.
„Dieses eingebildete Fräulein Von und Zu sollten wir dringend umtaufen“, meinte Alina. „Wer hat eine Idee?“
Wir überlegten. Aber so schnell fiel uns nichts ein.
„Was haltet ihr von Adeltritt statt Edeltraut?“, schlug Alina vor.
„Prima“, nickte Malte. „Bei ihr klingt alles, wie der Tritt einer Adligen in den Hintern ihres Dieners.“
„Aber dieser Lärchensteg kann auch nicht bleiben“, sagte ich. „Was machen wir damit?“
Wir dachten eine Weile nach.
„Wir wär’s mit Nervensäg“, schlug Alina vor.
Bente grinste. Dann fing sie sofort an zu reimen. Wenn ich das doch auch könnte! Dafür bewundere ich sie sehr. Ihr Gedicht klang so:

Adeltritt von Nervensäg,
ist gar stolz und ziemlich schräg.
Wenn wir sie nicht umgestalten,
ist die Frau nicht auszuhalten!
Uns fällt ganz bestimmt was ein,
dann wird sie erträglich sein.“

Wir fingen an zu lachen.
„Bravo, Bente“, lobte Alina. „Wir sorgen schon dafür, dass sie erträglich wird.“
Ich hatte keine Idee, was man gegen Edeltrauts Art machen konnte. Doch ich war sicher, dass meinen Schwestern etwas einfallen würde …
 

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Wann, wenn nicht jetzt?
Wo, wenn nicht hier?
Wer, wenn nicht wir?

(John F. Kennedy)

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Autor: terencehorn

Auf meinem Blog poste ich Storys aus den 90ern. Zumeist witziges und spontanes Zeugs rund um Betäubungsmittel, Mädchen und den Wahnsinn im allgemein.

3 Kommentare zu „Montagslyriker – Die Göttin meiner Kindheit“

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