Emily Dickinson, amerikanische Dichterin –

Emily Dickinson, Amerikanische Dichterin

Weil ich für den Tod nicht halten darf (Because I could not stop for Death)

Weil ich für den Tod nicht halten darf
Nahm er mich freundlicherweise mit
Im Karren saßen er und ich
Und die Unsterblichkeit.
 
Wir fuhren langsam – er hatte keine Eile
Und ich warf fort
Mein Lebenswerk und meine Muße
Für seine Höflichkeit
 
Vorbei an der Schule, wo Kinder lernen
In der Pause in den Ring zu steigen
Vorbei an den Feldern, die ein Auge auf uns warfen
Vorbei am Sonnenuntergang
 
Wir hielten an einem Haus, nicht mehr als
Ein Haufen in der Landschaft
Ein Dach war kaum zu erkennen
Der Sims verschwamm mit dem Erdreich
 
Seitdem vergingen die Jahrhunderte
Jedes schneller als ein Tag
Zuerst sah ich die Köpfe der Pferde verschwinden
In der Ewigkeit

Emily Elizabeth Dickinson (amerikanische Dichterin)wurde am 10. Dezember 1830 in Amherst, Massachusetts geboren. Sie verließ den Ort nie, selten überhaupt ihr Zimmer und starb am 15. Mai 1886. Die meisten ihrer Gedichte wurden erst nach ihrem Tod veröffentlicht.

„Obwohl Emily Dickinson fast ihr ganzes Leben in ihrem Haus verbrachte, ist ihr lyrisches Werk von enormer Weite geprägt. Emily Dickinsons begrenzter Erfahrungsradius hat ihr Schaffen nicht eingeschränkt, sondern gefördert, denn sie war mittels ihrer Vorstellungskraft in der Lage, die kleine und überschaubare Welt, in der sie lebte, in eine große Welt zu verwandeln.“ Zitat Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Emily_Dickinson

„To make a prairie it takes a clover and a bee,
one clover, and a bee,
And revery.
The revery alone will do,
If bees are few.“

Autor: terencehorn

Auf meinem Blog poste ich Storys aus den 90ern. Zumeist witziges und spontanes Zeugs rund um Betäubungsmittel, Mädchen und den Wahnsinn im allgemein.

6 Kommentare zu „Emily Dickinson, amerikanische Dichterin –“

  1. Wunderschön und tiefer gehend … lange kann man darüber sinnieren.
    Rainer Maria Rilke schrieb über den Tod:
    „Der Tod ist groß, wir sind die Seinen lachenden Munds. Wenn wir uns mitten im Leben meinen, wagt er zu weinen mitten unter uns.“

    Gefällt 1 Person

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