Joshua – Die Liebe Gottes, erste Leseprobe

Hallo Freunde,

wie ihr wohl schon mitbekommen habt, möchte ich nächste Woche mein neues Buch vorstellen. Um euch schon mal einen Einblick zu geben, gibts heute eine Leseprobe.

Einige haben mich auch angeschrieben, weil bei mir keine Likes und Kommentare mehr möglich sind. Das hat damit zu tun, dass mich diese DSGVO ein wenig verunsichert und ich keinen Ärger mit geldgierigen Abmahngeiern möchte …

Leseprobe hin oder her, hier mal etwas Lesestoff:

Ich für meinen Teil bin zu der Einsicht gekommen, dass Lydia eine scharfe Granate ist, aber speziell. Auf diesen Frauentyp musst du stehen. Rotes, gewelltes Haar bis über die Schultern, passend zu ihrem mit Sommersprossen bestrichenen Elfenkörper, dem zwei kleine aber sensationelle Brüste vorausgehen. 1,85, zickig ohne Ende, ungemein eingebildet und von Haus aus steinreich. Sagen wir schwierig. Selbst wenn ich mich tagsüber vor Lydias SUV werfen würde, sie würde mich nicht bemerken, den Scheibenwischer anstellen und das lästige Insekt beiseite wischen.

Für Lydia solltest du Rockstar sein, mit mindestens 50 Millionen auf dem Konto. Dann heiratet sie dich vielleicht. Verliebt ist sie in Joshua. Ein arbeitsloser Nichtsnutz dessen größter Erfolg der Gewinn einer Tischtennis-Bezirksmeisterschaft war. Dabei ist es gar nicht so, dass er die Mädels mit tollen Sprüchen aufreißt. Die Mädels sprechen ihn an, stürmen auf ihn zu und kleben an seinem Charme. Sara ist keine Ausnahme, also mach ich mir nichts vor. Ich muss die Augen offenhalten, auch wenn Joshua die Füße stillhält. Nüchtern betrachtet ist Sara eine klassische Schönheit, ohne Starallüren. Ein nettes Mädchen, das viel zu gut aussieht, in das ich verliebt bin. Joshua erklärte mir, dass ich ihre Schönheit vergessen muss. „Sie darf dich nicht verzaubern, sonst bist du verloren“, hat er gesagt. „Stell sie dir als ganz normales Mädchen vor“ hat er gesagt. Wie das gehen soll, hat er nicht gesagt. Francesco serviert zwei weitere Flaschen von seinem Stoff und zum Abschluss einen ausgezeichneten Espresso. In einem Anfall von Größenwahn lasse ich Francesco wissen, dass ich die Rechnung übernehme, obwohl die Mädels darauf bestanden uns einzuladen. Francesco macht sich also auf, tippt unendliche viele Zahlen in seine gierige Kasse, kommt zurück an unseren Tisch und überreicht mit seinem breitesten Grinsen einen schmucken Lederumschlag auf einem silbernen Tablett. Mit zittriger Hand öffne ich den Umschlag, mach die Augen zu und wieder auf. Ein Monat! Die Summe auf diesem lächerlichen Wisch beträgt fast auf den Cent genau meine monatlichen Kosten, die Miete mit eingerechnet. Dieser schmierige Wurm verlangt für zwei Stunden Arsch wischen mehr als mir im Monat zum Leben bleibt. Ich zahl mit Karte, schmeiß noch zehn Prozent Trinkgeld oben drauf und wünsche Francesco alles Glück auf Erden. Außerdem schau ich mir diesen Francesco genauer an. Mein einziger Trost, sein ehemals schwarzes Haar verliert an Boden. Nichtsdestotrotz sieht Francesco für sein Alter beneidenswert gut aus. Die bereits erwähnten gelockten, kurzen Haare geben ihm ein klassisches römisches Aussehen. Francesco trägt einen schwarzen Anzug, drunter ein weißes T-Shirt. Sein dezenter Schnauzer und das Spitzbärtchen verdienen fünf Sterne, genauso wie sein ewiges Lächeln. Ein schmieriger Typ, dem die Sonne 360 Tage im Jahr aus dem Arsch scheint. Man muss ihn lieben.

Hier gibts den Lesestoff komplett zu lesen: Joshau – die Liebe Gottes

Autor: terencehorn

Auf meinem Blog Terence Horn poste ich Lesestoff aus den 90ern, aktuell auch neues Zeug, siehe "Joshua - Die Liebe Gottes". Witziges, spontanes Zeugs rund um Betäubungsmittel, Mädchen und den Wahnsinn im allgemein.