Leben und Sterben mit Charles Bukowski (1920-1994)

Der amerikanische Schriftsteller Charles Bukowski über die Vergänglichkeit

Bukowski lebte am Limit, jahrelang in einer Grenzregion zwischen Leben und Tod. Schlägereien, Magendurchbruch, Alkoholvergiftungen, sonstiger Scheiß, der ihn in die Knie zwang. Kein Wunder also, dass einige Lebensweisheiten rund um Leben und Tod dabei herauskamen. Einige möchte ich heute vorstellen und schon mal ankündigen: Der Meister feiert nächstes Jahr 100. Geburtstag genau wie Fritz Walter (Superheld von 54) oder Marcel Reich-Ranicki (der urige Literaturnörgler), Federico Fellini (La Dolce Vita), Yul Brynner (die bestaussehendste Glatze aller Zeiten), Mario Gianluigi Puzo (Der Pate) und natürlich Karol Józef Wojtyła (besser bekannt als Johannes Paul II). Wie ich gehört habe soll es einiges an Veröffentlichungen, Partys und so weiter geben. Wir dürfen also gespannt sein, was da 2020 auf uns zurollt.

So, jetzt aber die versprochenen Zitate von Charles Bukowski:

„Ungelogen, Bach hatte 20 Kinder. Er wettete tagsüber auf Pferde, fickte nachts und trank morgens. Zwischendurch komponierte er. Sagte ich, als sie mich fragten, wann ich eigentlich schreibe?“

„Krankenhäuser, Gefängnisse, Nutten, die Universitäten des Lebens. Hier habe ich meine akademischen Grade erworben. Die meisten kommen als Genie auf die Welt und werden als Idiot begraben.“

„Das Leben bestand praktisch nur aus Warten. Warten aufs Leben. Warten aufs Sterben.“

„Ein paar Mal musst du sterben, bevor du wahrhaftig lebst.“

„Wenn sich so ein armer Wurm im Bett zu Tode vögelt, soll das heißen, dass wir alle schuldbewusst das Vögeln einstellen?“

„Vereist und versteinert quälen wir uns durch die Nächte, mit unseren sinnlosen Träumen, wie flüchtige, ängstliche Maulwürfe, die sich für nichts die Finger blutig scharren, um letztendlich eins zu werden, mit ihren Löchern. Und das ist auch alles, was von uns am Ende übrigbleibt, sinnlose, blutige Löcher in der Nacht.“

„Gott oder sonst irgendeiner erschafft fortwährend Frauen, wirft sie hinaus auf die Straßen. Die eine hat einen dicken Arsch, die andere nicht genug Busen, die hier ist irre, jene verrückt, die zu religiös, die liest Kaffeesatz, die hat ihre Fürze nicht unter Kontrolle, die eine lange Nase, die zu dünne Beine … nur hin und wieder triffst du eine Frau in voller Blüte. Eine Frau, die aus allen Nähten platzt … eine Sexbombe, ein Fluch, das Ende aller Dinge.“

„Finde, was du liebst und lass es dich töten.“
(angeblich nicht von ihm, aber trotzdem gut)

„Wir sind geboren, um über Chancen zu lachen, um unser Leben so zu leben, auf dass der Tod zittert, wenn er kommt, um uns zu holen.“

 

Veröffentlicht von

Terence Horn

Auf meinem Blog Terence Horn poste ich Lesestoff aus den 90ern, auch mal aktuelles Zeug, siehe "Joshua - Die Liebe Gottes". Witziges, spontanes Material rund um Betäubungsmittel, Mädchen und den Wahnsinn im allgemeinen.

3 Gedanken zu „Leben und Sterben mit Charles Bukowski (1920-1994)“

  1. Auch wenn’s literarisch nicht ganz korrekt ist, gehören Bukowski, Miller, Ginsberg u. Keruac in eine Linie. Eine, die heute vielen nicht akzeptiert wird, weil sie den Menschen idealisieren, statt ihn zu nehmen, wie er ist. Ich hab von Buk eine Menge gelernt.

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