Frohe Weihnachten Ihr Säcke

Ich sags mal so:

Es gibt diesen Ort im Herzen
der sich nie ausfüllen läßt.
Einen Raum.

Und selbst in den
besten Augenblicken
und den herrlichsten Zeiten
werden wir es wissen.

Mehr denn je
werden wir es wissen.

Es gibt diesen Ort im Herzen
der sich nie ausfüllen läßt.

Und wir werden
warten und warten

in diesem
Raum.

ansonsten:

ist Weihnachten
wie die Klospülung der Nachbarn.
Irgendwann gewöhnt man sich daran .

Charles Bukowski
Amerikanischer Schriftsteller und Frauenversteher

Machts gut
haltet die Ohren steiff
passt auf Euch auf
haltet Euch von Leuten fern
feiert zuhause
trinkt mehr
bleibt im Bett
schlaft gut
beschenkt Euch
Frohe Weihnachten Ihr Säcke

Terence Horn
Fränkischer Kleingärtner und Schriftsteller

An eine Prostituierte von Walt Whitman, amerikanischer Dichter

Sei ruhig – sei heiter,
ich bin Walt Whitman,
warmherzig und wollüstig wie die Natur.

Solange die Sonne dich nicht verleugnet,
verleugne auch ich dich nicht.
Solange die Wellen sich nicht weigern für dich zu glänzen,
solange die Blätter sich weigern für dich zu rascheln,
sollen meine Worte sich weigern,
für dich zu glitzern und zu rauschen.

Mein Mädchen, wir verabreden ein Treffen,
Sei fröhlich! Ich beauftrage dich,
mich zu empfangen,
und rate dir, sei geduldig und fertig bis ich komme.
Bis dahin, grüße ich dich, mit einem bedeutsamen Blick,
damit du an mich denkst.

Übersetzt von Stephan Rossmann

Walt Whitman war ein Verfechter der Freiheit und Demokratie, ein Großstadtbürger, ein Naturbursche, der das Individuelle predigte.


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Dingsbums – Klischee & Wirklichkeit
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Schlagt! Schlagt, Trommeln von Walt Whitmann, amerikanischer Dichter

Schlagt! Schlagt, Trommeln! Blast, Hörner, blast!

Keine Verhandlung – keine Klage!

Kümmere dich nicht um die Schüchternen –

kümmere dich nicht um Tränen oder Gebet.

Kümmere dich nicht um den Vater,

der den Sohn anfleht.

Lasst weder die Stimme des Kindes,

noch die Bitten der Mütter hören!

Macht die Bahren, um die Toten zu schütteln,

wo sie auf die Leichenwagen warten.

Mächtig schlägst du schreckliche Trommeln –

so laut die Signalhörner blasen.

Übersetzt von Stephan Rossmann

 

Beat! beat! drums! – blow! bugles! blow!

Make no parley – stop for no expostulation,

Mind not the timid – mind not the weeper or prayer,

Mind not the old man beseeching the young man,

Let not the child’s voice be heard, nor the mothers
entreaties,

Make even the trestles to shake the dead where they lie
awaiting the hearses,

So strong you thump O terrible drums – so loud you bugles blow.

Original von Walt Whitman
Das Gewissen der Vereinigten Staaten von Amerika.
Geboren am 31. Mai 1819 in West Hills, USA
Gestorben am 26. März 1892 in Camden, USA

Walt ist einer der einflussreichsten Dichter der USA. Reimform interessierte ihn nicht, er pulverisierte Grenzen, das Individium fügt sich dem Ganzen:

„Ich feiere mich selbst, singe mich selbst,
was ich mir erlaube, sollst du dir erlauben,
denn jedes Atom, welches mir gehört, gehört auch dir.“

Whitman war der Urvater der amerikanischen Protestsänger, der Beat-Genaration, dier Countrymusik.
Gerade von ihm können wir Menschlichkeit und Natürlichkeit lernen.


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„Es war die Hand Gottes.“ Diego Armando Maradona Franco

Die Welt ist verloren. Das sollte uns nun klar sein.
Den Verlust von James Bond konnten wir noch verkrampften. Er könnte unsere heutigen Probleme nicht  lösen. Sollte er die Klimaerwärmung einfach wegballern? Corona wegsprengen? Seine Zeit war gekommen, Helden gibt es keine mehr. Nun aber gibt es auch keine Antihelden mehr. Diego Armando Maradona Franco ist heute gestorben. Ein Spieler, den ich mein ganzes Leben kannte und den ich fast immer mochte. Er spielte halt in der falschen Mannschaft, jammerte zu viel, war schnell beleidigt und seine Zeit neben dem Platz war nur noch peinlich. Aber er konnte so gut Fußball spielen, Menschen für sich gewinnen, Leidenschaft wecken. Warum und was er alles getan hat, das wissen wir. Darüber brauche ich hier nicht zu schreiben. Vielleicht darüber, dass er als einziger Fußballer praktisch im Alleingang eine Weltmeisterschaft gewinnen konnte, 1986. Vielleicht darüber, dass er als weltbester Spieler tatsächlich keinen Verein finden konnte und schließlich beim SSC Neapel landete. Einem höchstens mittelmäßigem italienischen Verein, der die Ablösesumme wohl nur mit Hilfe halbseidener Organisationen zusammenkratzte. Die Stadt erhob ihn zum Halbgott, in den Himmel. Den Weg zurück musste er alleine bestreiten.

„Ich war, bin und
werde immer drogenabhängig sein.“

Diego war ein Kleinkrimineller, der halt auch wahnsinnig gut Fußball spielen konnte. Ein Sport, den ich heute mit der gleichen Leidenschaft verachte wie ich ihn einmal geliebt habe. Die Weltmeisterschaft 1990 mit Diego als Endgegner und Franz Beckenbauer als Trainer. Was haben wir gezittert, bis zum Schluss. Franz, der Kaiser, der 16 Jahre später die Weltmeisterschaft ins eigene Land holt, die Lichtgestalt, die, wie kaum ein anderer den Niedergang dieses Sports verkörpert. Einer, der die Welt nicht immer verstand, auch die Dinge, um ihn herum, der einfach mitspielen und gewinnen wollte. Er tat, was immer erforderlich war, für seine Mannschaft, für sein Land, vielleicht sogar ein kleinwenig für sich selbst. Für mich ist und bleibt er ein Mensch, dem ich unendlich viel Freude, Spaß, Spannung und Leidenschaft verdanke.

„Ich glaube, die Mannschaft hat eine große Zukunft vor sich. Wir spielen einen Fußball, der die Leute fasziniert und die Herzen in Argentinien höher schlagen lässt. Wir haben nichts falsch gemacht.“

Auch dir möchte ich Dank sagen, lieber Diego. Du hast mich erstaunt, immer wieder. Gedribbelt hast du wie kein Zweiter. Ich habe über dich gelacht, mit dir gelacht und mir Sorgen gemacht. Danke, dass du warst!

Update:
Gerade gelesen, der von der französichen Zeitschrift „France Football“ vergebene Ballon d’Or wählt Maradona in der besten Elf aller Zeiten, mit dem Kaiser und Lothar. Hier die komplette Aufstellung:

Tor: Lev Yashin
Abwehr: Cafu, Franz Beckenbauer, Paolo Maldini
Mittelfeld: Diego Maradona, Xavi, Lothar Matthäus, Pelé
Angriff: Lionel Messi, Ronaldo, Cristiano Ronaldo

Charakter von Lord Byron, britischer Dichter der Romantik

Vieles erregt, was nicht

Erregung schafft,

nicht zu Herzen spricht,

Schleier über wilder Gewalt,

ordinär in den Verbrechen,

Witze ohne Salz,

gemachte Leidenschaft,

keine Spur von Wahrheit erhebt

ihre Schwächen,

die Charaktere gleich und glatt,

wenn einer überhaupt Charakter hat.

Lord Byron

George Gordon Noel Byron, 6. Baron Byron
Geboren am 22. Januar 1788 in London
Gestorben am 19. April 1824 in Messolongi
Britischer Dichter der Romantik, Vater von Ada Lovelace, Freiheitskämpfer, Mitbegründer von Frankenstein und Vampiren. In seiner Villa Diodati in Cologny am Genfersee entstanden im Jahr ohne Sommer die Grundlagen für Mary Shelleys Roman Frankenstein und Polidori ließ die Vampire ein erstes Mal fliegen. Als Freund der Griechen nahm er an deren Freiheitskampf teil, wo er dann auch starb. Die Griechen verehren ihn heute noch als Held.


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„Heutige Weltkunst“ ein Gedicht von Friedrich Freiherr von Logau

Anders sein und anders scheinen;

Anders reden, anders meinen;

Alles loben, alles tragen,

Allen heucheln, stets behagen,

Allem Winde Segel geben,

Bös und Gut dienstbar leben.

Alles Tun und alles Dichten

Bloß auf eignen Nutzen richten.

Wer sich dessen will befleißen,

kann politisch heißen.

Friedrich Freiherr von Logau
Deutscher Dichter des Barocks
Geboren im Januar 1605 auf Gut Brockuth
Gestorben im Juli 1655 in Liegnitz

Passt aktuell ganz gut, mit Blick auf die Wahlen in den USA. Der Friedrich kannte sich aus mit Diktatoren, Sonnenkönigen und Despoten. Verfasser tausender Epigramme, Adliger, schrieb unter dem Banner „Alles Zu Nutzen“.

Letztlich lieferte Friedrich das Ergebnis gleich mit:

Bleibt beim Saufen! Bleibt beim Saufen!
Sauft, ihr Deutschen, immer hin!
Nur die Mode, nur die Mode gebt dem Teufel hin!


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„Vereinsamt“ Gedicht von Friedrich Nietzsche, Deutscher Philologe

Die Krähen schrein

Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:

Bald wird es schnein,

Wohl dem, der jetzt noch – Heimat hat!

Nun stehst du starr,

Schaust rückwärts, ach! wie lange schon!

Was bist du Narr

Vor Winters in die Welt entflohn?

Die Welt – ein Tor

Zu tausend Wüsten stumm und kalt!

Wer das verlor,

Was du verlorst, macht nirgends Halt.

Nun stehst du bleich,

Zur Winter-Wanderschaft verflucht,

Dem Rauche gleich,

Der stets nach kältern Himmeln sucht.

Flieg, Vogel, schnarr

Dein Lied im Wüstenvogel-Ton!

Versteck, du Narr,

Dein blutend Herz in Eis und Hohn!

Die Krähen schrein

Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:

Bald wird es schnein,

Weh dem, der keine Heimat hat!

Friedrich Nietzsche
Deutscher Philologe, d.h. zuerst Preusse und dann staatenlos
Geboren am 15. Oktober 1844 in Röcken
Gestorben am 25. August 1900 in Weimar
Nietzsche war schwer zu greifen, bereits mit 24 Jahren Professor, „Also sprach Zarathustra“, „Ecce homo“:

„Ja, ich weiß, woher ich stamme,
Ungesättigt gleich der Flamme
Glühe und verzehr’ ich mich.
Licht wird alles was ich fasse,
Kohle alles, was ich lasse,
Flamme bin ich sicherlich.“

Der Übermensch, bis ihn seine psychische Störung vernichtete. Erkrankt an Syphilis, diese heimtückische Krankheit, der so viele Künstler zum Opfer fielen.


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Die Ameisen von Ringelnatz, deutscher Schriftsteller und Kabarettist

In Hamburg lebten zwei Ameisen,
Die wollten nach Australien reisen.
Bei Altona auf der Chaussee
Da taten ihnen die Beine weh,
Und da verzichteten sie weise
Denn auf den letzten Teil der Reise.

So will man oft und kann doch nicht
Und leistet dann recht gern Verzicht.

Joachim Ringelnatz
geboren am 7. August 1883 in Wurzen als Hans Gustav Bötticher
gestorben am 17. November 1934 in Berlin

Am 7. August 1883 wird Hans Gustav Bötticher in Wurzen geboren. Er ist der Sohn von Georg Bötticher und Rosa Marie, geborene Engelhart.
1901 verlässt Hans Gustav die Schule und fährt als Schiffsjunge nach Amerika. Weitere Seefahrten kommen hinzu.
1905 Kaufmännische Lehre bei der Ruberoid GmbH in Hamburg. Ab 1907 erste Veröffentlichungen unter dem Pseudonym Fritz Dörry. Auftritte bei Kathi Kobus in der Münchner Künstlerkneipe Simplicissimus.
1910 erscheint ein erster Gedichtband.
1912-1913 Zeit als Bibliothekar.
Die Kriegszeit von 1914-1918 bestreitet er als Matrose bei der Kriegsmarine, ab 1917 Leutnant zur See. 1919 wird aus Hans Bötticher – Joachim Ringelnatz. Hochzeit mit Leonharda Pieper, genannt Muschelkalk genannt.
1927 Erste Auftritte im Berliner Rundfunk, Künstlervereinigung „Das Junge Rheinland“.
1930 dann der Umzug mit Muschelkalk nach Berlin-Charlottenburg.
Ab 1933 Auftrittsverbot durch die Nazis.
Am 17. November 1934 stirbt Joachim ingelnatz in Berlin.


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Zitat von Konfizius, Chinesischer Philosoph

Was du liebst, lass frei.
Kommt es zurück,
gehört es dir,
für immer.

Konfuzius
Chinesischer Philosoph während der Östlichen Zhou-Dynastie

  • Meister der Harmonie
  • Entdecker der Mitte
  • Vermittler von Gleichmut und Gleichgewicht
  • Streben nach dem perfekten Mensch

Geboren 551 v. Chr. in Qufu
Gestorben 479 n. Chr. in Qufu


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Traum aus einer Nacht – Gedicht des Lyrikers Rainer Rilke

Ich möchte dir ein Liebes schenken,

das dich mir zur Vertrauten macht:

aus meinem Tag an dein Gedenken

und einen Traum aus meiner Nacht.

 

Mir ist, dass wir uns selig fänden

und dass du dann wie ein Geschmeid

mir löstest aus den müden Händen

die nie begehrte Zärtlichkeit.

Rainer Maria Rilke
Schöpfer der Dinglyrik.
Geboren am 4. Dezember 1875 in Prag
Gestorben am 29. Dezember 1926 in Montreux, Schweiz


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Niemand, ein Gedicht von Emily Dickinson

Ich bin ein Niemand? Wer bist du?

Bist ein Niemand, auch du?

Nun sind wir ein Paar.

Psst! Damit sie uns nicht

hören können.

 

Wie traurig, jemand zu sein.

Wie elend, vor jedermanns Ohr,

den eignen Namen zu quaken,

wie ein Frosch im Moor.

Emily Dickinson
Ein Vulkan, der in einem Eisblock ausbricht.
Geboren am 10. Dezember 1830 in Amherst, USA.
Emily Dickinson verließ ihren Ort nie, selten ihr Zimmer.
Sie starb am 15. Mai 1886. Die meisten ihrer Gedichte wurden erst nach ihrem Tod veröffentlicht.


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Dingsbums – ein Gedichtband über Klischee und Wirklichkeit

26 Gedichte, Zitate und Weisheiten über Sinn und Unsinn. Blick in die Zukunft. Futter für die Seele. Dingsbums erklärt die Welt.

Erhältlich als E-Book auf amazon:

Taschenbuch:
46 Seiten
7,75 €
https://www.amazon.de/dp/B08M2HBGFK

von
Stephan Rossmann
mit

  • Emily Dickinson (Ein Vulkan, der in einem Eisblock ausbricht)
  • Walt Whitman (Das Gewissen der Vereinigten Staaten von Amerika)
  • Rainer Rilke
  • Friedrich Freiherr von Logau
  • Friedrich Nietzsche
  • Lord Byron
  • Konfuzius
  • Ludwig Uhland (Tiroler Freiheitskämpfer)
  • Epikur
  • Hegel (Erfasser der Wirklichkeit)
  • Max Stirner

Dass diese Furcht zu irren
schon der Irrtum selbst ist …

Georg Wilhelm Friedrich Hegel

Hab einen Spielplatz gebaut

Homeoffice sei Dank, hatte ich die letzten Monate Zeit, um mich endlich einem längst fälligen Projekt zu widmen, die Neugestaltung des Spielplatzes unseres Gartenvereins. Den Maschendrahtzaun habe ich gegen einen französischen Staketenzaun ausgetauscht, die Spielgeräte gestrichen, Sand durch Hackschnitzel ersetzt und natürlich die Hütte erneuert. Darauf bin ich echt Stolz, vor allem auf den Terrassenboden, den ich mit fast 600 Edelstahlschrauben an einem Tag hinstellte. Eine Bank für die kleinen und großen Gäste, zum ausruhen, kam auch noch mit dazu. Geplant ist außerdem ein Sonnensegel, um die Bank und den Sandkasten vor der Mittagssonne zu schützen, sowie ein oder zwei Bäume, die für mehr Schatten sorgen. Alles in allem ein sehr schönes Projekt für die Gemeinschaft, welches mir sehr viel Spaß gemacht hat.

Der Panther. Ein Gedicht des Lyrikers Rainer Maria Rilke

Sein Blick ist vom Vorüberziehen der Stäbe
müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte
der sich im allerkleinsten Kreise dreht
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf.
Dann geht ein Bild hinein
geht durch der Glieder angespannte Stille
und hört im Herzen auf zu sein.

Rainer Maria Rilke geboren am 4. Dezember 1875 in Prag, Österreich-Ungarn. Gestorben am 29. Dezember 1926 in Montreux, Schweiz. Vertreter der Dinglyrik.


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„Unter Tieren“ ein Gedicht von Walt Whitman

Unter Tieren zu leben, fiel mir leicht.
Sie sind schweigsam und genügsam.
Lange kann ich ihnen zusehen.
Tiere rackern sich nicht ab, jammern nicht.
Sie wälzen sich nicht im Bett, ihre Sünden beklagend.
Tiere öden mich nicht an, mit ihren angeblichen
Pflichten Gott gegenüber.
Nie sind sie unzufrieden.
Geimpft gegen den Wahn zu besitzen.
Kein Tier beugt sich vor seinesgleichen.
Vor keinem, seit Jahrtausenden tot.
Kein Tier verliert einen Ruf.
Keines ist unglücklich über diese Welt.

(übersetzt von Stephan Rossmann)

Walt Whitman, die Stimme Amerikas. Aus einer anderen Zeit. Walt Whitman kam als Sohn eines Zimmermanns und einer Quäkerin auf die Welt. Walt war das Zweitgeborene von neun Kindern. Aufgewachsen als Großstadtkind, verließ er mit 12 Jahren die Schule. 1830 arbeitete er als Lehrling in Brooklyn. Nebenbei las er die Werke von Homer, Dante und Shakespeare. 1836 zog er nach Long Island und wurde Lehrer. In seiner Heimatstadt Huntington veröffentlichte er die Zeitung Long Islander. 1855 dann die erste Version des Gedichtbandes „Leaves of Grass“. Whitman überarbeitete und erweiterte den Band immer wieder, bis zur letzten Fassung 1891, mit annähernd 400 Gedichten. Im Bürgerkrieg diente Walt als Pfleger und lernte die Schrecken des Krieges kennen. Seine Anstellung im Innenministerium verlor er wegen Unsittlichkeit seiner Dichtung. 1873 erlitt er einen Schlaganfall. Nun wurde ein bisher unveröffentlichter Roman von ihm entdeckt. Wir dürfen gespannt sein.


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BUK 100 My old man – A Birthday Greeting

Heute hab ich einen Umschlag mit Absender Matthias Krüger aus dem Briefkasten gefischt, geöffnet und mein Exemplar vorsicht herausgezogen. 100 limitierte Exemplare – gedruckt im Juni 2020.

ExemplarNummer 39

Mit Beiträgen von Jörg Fauser, Dan Fante, Charles Bukowski, Eric Robert Nolan, Benno Käsmäyr, David S. Willis, Ring King u.a., und Terence Horn.

Die nächsten Tage werde ich das mal sichten und mir die einzelnen Beiträge ganz genau anschauen.

Meinen Beitrag habe ich schon veröffentlicht, nachzulesen hier:
Die Auferstehung des Charles Bukowski

Mein Dank an Matthias Krüger und Rebecca McLeish, die Herausgeber von Newington Blue Press >>> http://newington.blue/

Gelegentlich weise – Zitate von T.H.

Über Erfolg weiß ich nur,
dass andere gelegentlich darüber stolpern.“

 

Der Plan war aufstehen und arbeiten …

 

Wie blöd diese Chaoten sind,
erkennt man daran,
dass sie ihre eigenen Viertel zerstören,
anstatt die der Reichen.

 

Läuft? Läuft nicht?
Irgendwas läuft ja immer,
bis irgendeiner gegen den Strom läuft,
bis zum bitteren Ende.

 

Du fährst immer weiter,
steigst nicht aus.
Bleibst auf dem Gaspedal,
durch die ewige Nacht.

T.H.

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100 Jahre Bukowski – Broschüre der Newington Blue Press

Nächste Woche erscheint eine Broschüre zum 100. Geburtstag von Charles Bukowski. Mit Beiträgen anerkannter Freunde und Kenner des Meisters. Initiator ist Matthias, den einige bereits kennen, u.a. als Teilnehmer bei „An jedem gottverdammten Montag“:

https://terencehorn.com/2016/03/07/an-jedem-gottverdammten-montag-heute-mit-matthias-krueger-dem-kopf-der-beat-company/

Ich freu mich tierisch und bin heiß auf den Stoff.

Schaut euch mal an, wer alles mit dabei ist:
http://newington.blue/here-we-go

Bestellen hier:
http://newington.blue/preorders/

Bleibt auf dem Laufenden, haltet die Ohren steif und lest den richtigen Stoff.

Regen überall

Meine Lehre wird strömen wie Regen,

meine Botschaft wird fallen wie Tau,

wie Regentropfen auf das Gras

und wie Tauperlen auf die Pflanzen.

Das Buch Deuteronomium

„Was wir als nächstes brauchen ist ein Wunder!“


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