Ramons Schlampazius im Stuttgarter Osten

Hippiekneipe, Musikladen und ewiger Kult

Keine Ahnung, wann ich das erste Mal bei Ramon aufschlug. Muss aber an die 12 Jahre her sein, als wir an den Ostendplatz zogen. Seitdem schleppte ich meine Kumpels da rein, besoff mich gnadenlos und war sogar mal mit meinem Vater dort, im Herzen des Stuttgarter Ostens.

Ramon erzählte mir, dass er eigentlich auf ein Konzert in München wollte. Extra angereist, aus dem damals faschistischen Spanien um Diktator Franco. Im goldenen Jahr 1973, das Jahr indem ich geboren wurde. In Stuttgart musste er umsteigen, verpasste den Zug und ist geblieben, bis heute. Die Gastarbeiter im El Rincon kümmerten sich um ihn, organisierten Ramon einen Job, bis er zwei Jahre später im Schlampazius landete. Der ehemalige Wirt Maiwald nahm ihn auf und Ramon blieb, bis Maiwald starb. An der Einrichtung der Kneipe hat sich seitdem nichts verändert. Weder von außen noch von innen. Ein paar Gemälde kamen hinzu, ein nicht ganz so abgesifftes Sofa. Fertig ist die Hippiekneipe, der ewige Kult.

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Joan Baez, Amerikanische Folk-Sängerin

Joan Baez und Bob Dylan, Civil Rights March on Washington, D.C., 28. August 1963
Joan Baez und Bob Dylan, Civil Rights March on Washington, D.C., 28. August 1963

Mein Gartennachbar, eine Koryphäe auf dem Gebiet der Gartengestaltung, war in den 60ern als deutscher Offizier in Kanada stationiert. Der Mann sieht tatsächlich aus wie ein Waldmensch, kam aber in seinem Leben überhaupt viel rum. So war er jahrelang in Japan, um bei Bonsaimeistern zu lernen, in England, China, USA … überall, wo Menschen Wert auf eine gestaltete Umgebung legen. Mittlerweile über 80 hat er dutzende Bücher geschrieben und weiß mehr als jeder andere Mensch über Grünzeug, Bäume und Gemüse (Was mitunter auch anstrengend sein kann 😉

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Der Untergang des Abendlandes – 40 Jahre Punk

Punk!

Punk heißt übersetzt faulendes Holz, was allenfalls als Zunder taugt und das war es auch, ein Brandbeschleuniger. William Shakespeare verwendete als einer der ersten das Wort Punk und bezeichnete so in „Maß für Maß“ eine Nutte. Als Bewegung und Musikrichtung feiern die Punks gerade ihren 40ten, womit sie mittlerweile selbst zum alten Eisen gehören. Geboren in London, warfen die Sex Pistols mit „Anarchy in The UK“ ihr rebellisches Kind auf die Bühne und zerstörten damit die Zukunft des Abendlandes.

„Don’t know what I want
But I know how to get it“

Was für eine herrliche Zeit! Der Reiz lag ja darin dem Establishment, das es damals noch gab, gehörig auf den Sack zu gehn.

Das Schönste aber, weil Genre übergreifend, war die Erfindung des Pogo. Wir tanzen zu jeder Musik Pogo und es gab keinen Grund, warum wir es nicht tun sollten. Alle liebten Pogo, einfach weil es hart zur Sache ging und unserer Vorstellung von Spaß am nächsten kam. Beim Pogo geht es darum deinen Nachbarn, ohne Einsatz der Hände, möglichst kurz und heftig anzurempeln. Worauf er, und darin liegt der Sinn des Ganzen, das Gleichgewicht verliert und den Boden küsst. Nur so kann man ihm wieder aufhelfen, einen Kurzen zischen und gemeinsam umso heftiger weitermachen.

Prost und herzlichen Glückwunsch zum 40ten Geburtstag!

Für weitere Infos und Musik empfehle ich euch den Blog des Kulturforums von Gerhard Emmer

Die größten Nobodys aller Zeiten – Bud Spencer und Terence Hill

Meine ewigen Helden

Nachdem ich gestern den enttäuschenden „The Hateful Eight“ von Quentin Tarantino gesehen habe, musste ich wehmütig an zwei Freunde denken, die mich mein ganzes Leben schon begleiten: Bud Spencer und Terence Hill. Für mich sind das nicht einfach nur zwei Schaupieler, von denen ich im Jahr ein oder zwei Filme anschaue. Bud und Terence gehören praktisch zur Familie und das meine ich wirklich so. Während meiner gesamten Kindheit gab es Samstagabends Bud Spencer und Terence Hill Filme oder vielleicht noch „Wetten dass..“.

Manche Filme wie die Western „Die rechte und die linke Hand des Teufels“ oder den Nachfolger „Vier Fäuste für ein Halleluja“ hab ich mittlerweile bestimmt zwanzig Mal gesehen und  schau sie mir noch zwanzig Mal an. Aber nicht nur ihre Filme, auch an ihrem Privatleben hatte ich großen Anteil.

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Die Mutter aller Blondinen – die amerikanische Schauspielerin Marilyn Monroe

Der amerikanische Weltstar

Was wurde nicht alles über Marilyn Monroe geschrieben. Sex, Drogen und Affären u.a. mit den mächtigsten Männern der Welt. Unumstritten war sie Filmikone und Sexsymbol des 20. Jahrhunderts. Mit dem Thriller „Niagara“ wurde sie zum Filmstar und präsentierte sich fortan als naiv, laszive Blondine. Es folgten so bekannte Filme, wie „Blondinen bevorzugt“ (1953), „Wie angelt man sich einen Millionär?“ (1953), „Das verflixte 7. Jahr“ (1955) und ihr ganz großer Erfolg „Manche mögen’s heiß“ (1959).

In den 50er Jahren war Marilyn Monroe die bekannteste und meist fotografierte Frau der Welt und wie wir heute wissen, war sie eben nicht nur die attraktive Blondine, sondern eine intelligente Künstlerin.

Dies bestätigen zwei Zitate von ihr:

„Ich war schon mal auf einem Kalender, bin aber trotzdem nie pünktlich.“

„Ich habe dir gesagt, dass ich in FÜNF Minuten fertig bin. Also hör auf, mich alle halbe Stunde anzurufen.“