„Schlagt! Schlagt, Trommeln!“ ein Gedicht des amerikanischen Lyrikers Walt Whitman

zerstörte Landschaft
Erste Schlacht am Bull Run am 21. Juli 1861

Gedicht von Walt Whitman aus dem Jahre 1865, während er als Sanitäter im Bürgerkrieg diente. Aus dem Gedichtband Drum Taps (Trommelschläge), inspiriert nach der Niederlage der Nordstaaten in der Ersten Schlacht am Bull Run.

Schlagt! Schlagt, Trommeln! Blast, Hörner, blast!
Keine Verhandlung – keine Klage!
Kümmere dich nicht um die Schüchternen – kümmere dich nicht um Tränen oder Gebet,
Kümmere dich nicht um den Vater, der den Sohn anfleht,
Lasst weder die Stimme des Kindes, noch die Bitten der Mütter hören!
Macht die Bahren, um die Toten zu schütteln, wo sie auf die Leichenwagen warten.
Mächtig schlägst du schreckliche Trommeln – so laut die Signalhörner blasen.

Übersetzt von Stephan Rossmann

Beat! beat! drums! – blow! bugles! blow!
Make no parley – stop for no expostulation,
Mind not the timid – mind not the weeper or prayer,
Mind not the old man beseeching the young man,
Let not the child’s voice be heard, nor the mothers entreaties,
Make even the trestles to shake the dead where they lie awaiting the hearses,
So strong you thump O terrible drums – so loud you bugles blow.

Porträt von Walt Whitman
Porträt von Walt Whitman

Walt Whitman war einer der bekanntesten US-amerikanischen Dichter.


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19 Gedichte über Sinn und Unsinn des Lebens,
ewige Liebe, frühen Tod und wilde Tiere.

Als E-Book oder Taschenbuch erhältlich …

Zitat des Altkanzlers Konrad Adenauer

Wir leben alle unter dem gleichen Himmel,
aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.

Konrad Adenauer
geboren am 5. Januar 1876 in Köln – gestorben am 19. April 1967 in Rhöndorf.
Oberbürgermeister von Köln, Erfinder einer Soja-Wurst, Mitbegründer der CDU und erster deutscher Bundeskanzler


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19 Gedichte über Sinn und Unsinn des Lebens,
ewige Liebe, frühen Tod und wilde Tiere.
Blick in die Zukunft. Futter für die Seele.
Als E-Book oder Taschenbuch erhältlich …

 

Nachts allein am Strand vom amerikanischen Dichter Walt Whitman

allein am Strand

Nachts allein am Strand,

wenn die alte Mutter sie hin und her wiegt, ihr raues Lied singt,
wenn ich sehe, wie die hellen Sterne leuchten, denke ich an den Ursprung und an die Zukunft.

Ein gewaltiges Ebenbild umschließt alles,
Alle Kugeln, gewachsen, ungewachsen, klein, groß, Sonnen, Monde, Planeten,
Alle Entfernungen wie weit auch immer,
Alle Entfernungen der Zeit, alle leblosen Formen,
Alle Seelen, alle lebenden Körper, so unterschiedlich, in verschiedenen Welten,
Alle gasförmigen, wässrigen, pflanzlichen, mineralischen Prozesse, die Fische, das Vieh,
Alle Nationen, Farben, Barbaren, Zivilisationen, Sprachen,
Alle Identitäten, auf diesem Globus, einem beliebigen Globus, existiert oder existieren könnten,
Alle Leben und Todesfälle, Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft,
Diese enorme Ähnlichkeit überspannt sie, hat sie immer überspannt.
Wird sie ewig überspannen, komprimieren und einschließen.

Übersetzt von Stephan Rossmann, Mai 2020

 

Originaltext von Walt Whitman:

On the beach at night alone,
As the old mother sways her to and fro singing her husky song,
As I watch the bright stars shining, I think a thought of the clef of the universes and of the future.

A vast similitude interlocks all,
All spheres, grown, ungrown, small, large, suns, moons, planets,
All distances of place however wide,
All distances of time, all inanimate forms,
All souls, all living bodies though they be ever so different, or in different worlds,
All gaseous, watery, vegetable, mineral processes, the fishes, the brutes,
All nations, colors, barbarisms, civilizations, languages,
All identities that have existed or may exist on this globe, or any globe,
All lives and deaths, all of the past, present, future,
This vast similitude spans them, and always has spann’d,
And shall forever span them and compactly hold and enclose them.


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Die Auferstehung des Charles Bukowski

Zwischen all dem Alkohol, schmutzigen Frauengeschichten und der Gosse war mitunter banales, verleumderisches und überzogenes Geschwätz, weshalb ich hier und da versucht war, die eine oder andere Seite zu überspringen. Mitunter konnte ich ihn nicht leiden, diesen selbsternannten, größten Dichter der Menschheit, der unverschämt geniale Zeilen zu Papier brachte. Lesestoff, der mich bei der Stange hielt, der mich mitriss, in die eigene Vergangenheit.

Bukowski heulte, als Shirley Temple „I got Animal Crackers in my Soup“ sang. Bukowski heulte in billigen Kneipen. Bukowski läuft in schrecklichen Klamotten rum. Bukowski kann sich nicht unterhalten. Bukowski hat Schiss vor den Weibern. Bukowski hat einen schwachen Magen. Bukowski ist voller Ängste und schiebt einen Hass auf Wörterbücher, Nonnen, Penisse, Busse, Kirchen, Parkbänke, Spinnen, Fliegen, Flöhe und Freaks. Bukowski war nicht im Krieg. Bukowski ist alt. Bukowski kriegt seit 45 Jahren keinen mehr hoch. Wäre Bukowski ein Affe, würde ihn seine Affenhorde davonjagen …“

Ich steckte fest, irgendwo auf dem Weg von einem In-den-Tag-lebenden-Jugendlichen zu einem reifen und verantwortungsvollen Erwachsenen. Orientierungslos ließ ich mich treiben, feierte übertrieben, wechselte die WGs, stützte ab. Man kennt das ja, die ewige Suche nach dem nächsten, noch heftigeren Kick, die gleichen Partys, dieselben Gesichter. Wo ich auch hinschaute – es gab keine Bücher. Es gab Drogen, Exzess, Gedächtnisverlust, vergebene Chancen, Langweile, Kleinkriminalität, Verrat, Liebe, Gewalt und Tod. Nicht ein einziges Buch, hier und da eine Zeitschrift, Werbung. Ich stand auf der Kippe, als er so vor mir lag, mein erster Bukowski: „Kaputt in Hollywood“.

Bukowski kam zur richtigen Zeit, obwohl ich nicht verstand, um was es überhaupt ging. Aber was ich nicht verstand, hörte sich gut an. Ich las diese heilige Schrift noch einmal, ein drittes Mal und so weiter. Bis ich begriff, der Typ steht noch tiefer im Dreck, als du selbst. Es schien fast so, als machte ihm der Scheiß auch noch Spaß. Oder übertrieb er einfach nur, reimte sich was zusammen, guckte bei anderen ab? Mir jedenfalls kam das Zeug echt vor. Bukowski war vor meinen Augen auferstanden, der Anfang von allem. Vor Bukowski herrschte Dunkelheit und danach kam nichts. Ich las seine Romane, Gedichte, jeden Fetzen Text, den ich zu greifen bekam. Ich war infiziert, brauchte täglich neuen Stoff – bis nichts mehr da war.

Ich musste mir was anderes suchen, neue Autoren. Ich ging in Buchläden, Büchereien, den ein oder anderen Flohmarkt. Fand aber nichts, einfach weil Bukowski zu mächtig war. Er entsprach meiner Art zu leben, meinem Humor, meiner Klasse. Wochen-, monatelang, ein Jahr konnte ich nichts lesen. Trotzdem interessierte ich mich fortan für Literatur, Poesie, begeisterte mich für Sprache, fing an zu schreiben. Ich wollte in der Lage sein, meine Erinnerungen zu Papier zu bringen. Nach und nach entdeckte ich die anderen: Fauser, Djian, Camus, Fante, Whitman, Kerouac, Hemingway, Celine …

Bukowski blieb die Wahrheit, eine ehrliche Haut, der Antiheld. Er war das Original, der Gegensatz zur allgemeinen Meinung. Ein Schriftsteller, der gegen alle Widerstände seinen Stil durchboxte, der hemmungslos das eigene Leben opferte, um seine Geschichten niederzuschreiben. Der Typ machte, was er wollte. Wer hätte nicht gern diesen Mut, diese Klasse?

Vergiss es! Du bist nicht Bukowski, nicht mal Jesus. Keiner wird je Bukowski sein, nicht mal er selber konnte ihn überzeugend spielen. Bukowski war eine Illusion, eine falsch verstandene Romanfigur, die andere Seite von Hollywood. Bukowski war das Ideal eines verlorenen Träumers, der letzte Outlaw, ein versoffener Alkoholiker, Familienvater und Schriftsteller. Bukowski versteckte seine Fehler nicht, er gab damit an. Beschissene Jobs, Magendurchbruch, schlechte Nerven, der ewige Kampf ums Überleben unter der Sonne Kaliforniens.

An diesem schönsten, reichsten und fortschrittlichsten Flecken der Erde lebte er ein unerträglich hartes Leben, getränkt in billigen Alkohol, in der Gewissheit, der größte lebende Dichter zu sein. Wer Bukowski verstehen will, muss den Alkohol verstehen, muss lernen ihn zu lieben und zu hassen und er muss süchtig sein. Er muss die Veränderung spüren, den Hass, die Hoffnung und den Schmerz. Bukowski ist dran zerbrochen, viele tausendmal. Er ist eben nicht liegen geblieben, sondern auferstanden und weitergelaufen, zu seiner Schreibmaschine, zu einer Frau, zur nächsten Flasche.

Prost, mein Freund!

 

Zum 100. Geburtstag des amerikanischen Poeten Charles Bukowski

Henri Chinaski, der Mann aus Andernach

Gebräunte Körper, strahlende Stars, Glitzer und Glamour, der endlose Pazifik vor der Haustür. Dem Smog zum Trotz, kann man es sich schön machen, in Los Angeles, Kalifornien. Nehmen wir also an, er liegt nicht unter einer Marmorplatte, mit der Aufschrift „Don’t try“. Gehen wir davon aus, er steigt gegen Mittag aus seinem Bett, zündet sich eine Kippe an, frühstückt gut, geht anschließend in den Garten, mäht den Rasen, malträtiert ein, zwei Stunden seine Schreibmaschine, trinkt seine tägliche Ration. Natürlich viel weniger als früher, lebt sein Leben. Was hätte er noch geschrieben, an sensationellem Material?

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Kölner Liebesgöttin auf dem Weg nach Amsterdam – Eine Kurzgeschichte

„In Köln ist voll der geile Rave.“

Schnupfi hielt mir den Flyer drei Zentimeter vors Gesicht, wedelte penetrant damit herum.

„Alter, komm mal klar!“ bedrängte er mich, stach mir den Wisch glatt ins Auge. Ich wurde sauer, nahm ihm den Flyer ab und schmiss ihn in den Abfalleimer.

„Wir checken freitags den Rave und am Samstag Amsterdam.“ quatschte Schnupfi unbeirrt weiter. Stoffel, der seinen Comic beiseitelegte, weil an lesen nicht mehr zu denken war, brachte die Idee: „Wir rufen Momo an. Die wohnt doch in Köln. Vielleicht können wir bei ihr übernachten und vielleicht feiert sie ja mit.“

Hetero, lesbisch meinetwegen vegan, Momo gab einem das Gefühl zuckersüß zu sein. Eine Liebesgöttin, die hier und da ein wenig naschte. Ich kannte Momo seit der Grundschule und hab’s probiert, wie jeder andere auch. Nutzte aber nichts, Momo stand auf Männer, mit Muskeln und so. Das war’s dann für mich.

Stoffel griff zum Hörer, wählte die Nummer und fing an zu quatschen und quatschte und quatschte und quatschte, bis er endlich auflegte.

„Können wir vergessen! Am Wochenende sei schlecht, sie muss lernen und so Zeug.“ Informierte er uns.

„Und für die Info quatscht ihr fast eine Stunde?“ echauffierte sich der enttäuschte Schnupfi. Stoffel sah aus, als läge er mit Bauchschuss vor einem heruntergewirtschafteten Salon in Tombstone, Blut spuckend, der letzte Wunsch wurde ihm verweigert. Momo war nicht wie wir, Momo stand auf Ziele, Ehrgeiz und so Zeug. Deswegen war sie ja nach Köln gezogen, um dort eine spezielle Schule zu besuchen, in der es keine Noten gab, dafür Theater, Astralleiber und Malkästen. Verrückt!

„Jetzt mal ganz ruhig, versetzt euch in Momos Lage. Stell dir vor, du fliehst aus dem traurigsten Kaff, in die große weite Welt, lässt den Provinzscheiß hinter dir und fängst ein neues Leben an. Du lebst dich ein, vergisst das Schlammloch aus dem du kamst und findest neue Freunde. Das Paradies auf Erden, alles schön und gut, bis irgendwann, aus heiterem Himmel, ein paar dieser Reptilien auf die Idee kommen, ihren Sumpf zu verlassen, um ein komplettes Wochenende bei dir abzuhängen. Was würdest du tun?“

Leben und Sterben mit Charles Bukowski (1920-1994)

Der amerikanische Schriftsteller Charles Bukowski über die Vergänglichkeit

Bukowski lebte am Limit, jahrelang in einer Grenzregion zwischen Leben und Tod. Schlägereien, Magendurchbruch, Alkoholvergiftungen, sonstiger Scheiß, der ihn in die Knie zwang. Kein Wunder also, dass einige Lebensweisheiten rund um Leben und Tod dabei herauskamen. Einige möchte ich heute vorstellen und schon mal ankündigen: Der Meister feiert nächstes Jahr 100. Geburtstag genau wie Fritz Walter (Superheld von 54) oder Marcel Reich-Ranicki (der urige Literaturnörgler), Federico Fellini (La Dolce Vita), Yul Brynner (die bestaussehendste Glatze aller Zeiten), Mario Gianluigi Puzo (Der Pate) und natürlich Karol Józef Wojtyła (besser bekannt als Johannes Paul II). Wie ich gehört habe soll es einiges an Veröffentlichungen, Partys und so weiter geben. Wir dürfen also gespannt sein, was da 2020 auf uns zurollt.

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Interview bei Leserkanone, das endgültige Büchergericht

Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 18.05.2019

Nicolle Kreutzner interviewt Stephan Rossmann, veröffentlicht auf Leserkanone. Warum „Joshua – die Liebe Gottes“? Wer ist dabei? Wer sind die Helden? Wie gehts weiter? … einfach mal reinlesen:

Stephan Rossmann Interview bei Leserkanone


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19 Gedichte über Sinn und Unsinn des Lebens,
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C’est la vie Philippe Djian

Der Lesestoff der Franzosen

Betty Blue ist tatsächlich das erste Buch, welches ich gelesen habe, dass mir wirklich etwas bedeutete. Davor gab es “Die Drei ???”, der ein oder andere Schinken meiner Eltern, viel gelesen habe ich sowieso nicht, den Namen Bukowski nie gehört. Da war also dieser coole Typ, mit dieser tollen Frau, der sich gerade so durchs Leben schummelte, nicht viel erwartete und noch weniger bekam. Er stand aufrecht, während sie schwankte, ausschlug, zu den Sternen, dem Tod entgegen. Das war schon was, eine Geschichte, eine erste Vorbereitung auf das, was die Zukunft bringen sollte.

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Die Bücher des Lesestoff-Künstlers Heinz Strunk

lämmer auf dem Weg zur Schlachbank

Erstklassiger Lesestoff von Heinz Strunk

Ein Kumpel brachte mir ein Hörbuch vorbei. Davon hatte ich noch nie was gehört. Hörbuch? Warum sollte sich jemand stundenlang volllabern lassen, wenn er in der Zeit Musik hören kann? Naja, ich hab’s dann doch gemacht, auf dem Weg in die Toskana, drei Wochen Urlaub. Vier oder fünf CDs „Fleisch ist mein Gemüse“ von Heinz Strunk, zwei Stunden Stau, und ja, der Typ konnte erzählen, einen bei der Stange halten und tatsächlich, was haben wir gelacht. Eine echt witzige Geschichte, von einem pickligen Jungen, der bei einer Tanzkapelle anheuert, um sich den Unmenschlichkeiten des Lebens zu stellen.

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Poster am Samstag

Lesestoff für die ganze WeltPoster Ave Maria

Ich wollte, dass alles so bleibt wie es ist, die Zeit erfrieren. In jeder Sekunde, an jedem Tag, waren wir nichts anderes als an Schnüren hängende Marionetten. Unfähig auch nur einen selbstständigen Gedanken zu fassen, spielten wir das Spiel der Mächte. Schicksal, wenn man so möchte. Meine grenzenlose Naivität und dieser absurd hartnäckige Glaube an das Gute im Menschen. Töricht. Dafür will ich mich entschuldigen. Die Nächte hindurch predigten wir Freundschaft, ewige Treue, teilten die letzte Zigarette. Am nächsten Morgen hatte ich einen Kater, meine Freunde den ersehnten Studienplatz. Sie wollten sich engagieren, womöglich sogar Kinder in die Welt setzen, um eine hoffnungsvolle Zukunft aufbauen. „Wacht halt bitte auf und kommt zu mir zurück!“ schrie ich ihnen hinterher. Ich wollte nicht weg! Mein Leben sollte so bleiben, wie es schön war. Erwartungsgemäß hörten sie nicht auf mich, obwohl ich als Einziger wusste, sie rennen in ihr Verderben. Putzige Ratten, die vor keiner Klippe halt machen, im Rudel ins Verderben springen – fröhlich grinsend. Die Menschen, von denen ich glaubte sie zu kennen, konnten es nicht erwarten in der Bedeutungslosigkeit zu ersaufen. Als ob der Verlust jeglicher Träume selbstverständlich wäre. Warum sollten wir nicht von dieser scheiß Brücke springen?

„Joshua – die Arroganz Gottes“ im Buchhandel erhältlich

Die Arroganz GottesHalleluja! Nach einigen, unnötigen Problemen beim Veröffentlichen nun endlich, mein Roman „Joshua – die Arroganz Gottes“ ist im Buchhandel erhältlich. Gegenwartsliteratur für Freunde von Djian, Bukowski, Fauser.

Lesestoff: Joshua als Taschenbuch
Erhältlich auf amazon: https://www.amazon.de/dp/B0874JXVV4
Lesestoff: Die Arroganz Gottes als E-Book
Erhältlich auf amazon: https://www.amazon.de/dp/B0874PS8GP

Warum habe ich den Roman „Joshua – Die Arroganz Gottes“ geschrieben?

Echte Männerfreundschaften, wie in einem Sergio Leone Western, darum geht es doch. Allein ist der Mensch machtlos. Gemeinsam nehmen Joshua und Samuel den Kampf auf, stellen sich dem Schicksal, stehen ein für Liebe und Gerechtigkeit. Dabei sind sie unterschiedliche Charaktere, deren Leben in einer Sackgasse steckt, aus der sie nicht rauskommen. Joshuas einziger Lebensinhalt besteht darin Frauen auf sein Sofa einzuladen, jede Nacht eine andere. Samuel geht leer aus, hockt in seinem Zimmer und surft durchs Internet. Gemeinsam stellen sie sich Herausforderungen, überwinden Hindernisse, treffen Entscheidungen, raus aus der Bedeutungslosigkeit.

So schön unser Leben auch sein mag, wir sind Getriebene, die weiterziehen, neuen Zielen entgegen. Joshua ist ein ganz normaler Typ, der gut bei Frauen ankommt, gerne mal einem Drogenrausch verfällt und so etwas wie Erleuchtung erfährt. Danach läuft alles wie von selbst, auch weil sich Samuel als gut laufendes Propagandagenie entpuppt. Die Dinge nehmen ihren Lauf, entwickeln ein Eigenleben.

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Neuer Lesestoff: Joshua – die Arroganz Gottes

Die Arroganz Gottes

Gegenwartsliteratur für Weltenbummler

Am Sonntag, 21.04. erscheint mein zweiter Roman „Joshua- die Arroganz Gottes“. Um euch einzustimmen gibts heute eine kurze Beschreibung, um was gehts überhaupt, taugt der Lesestoff und das Cover (hoffentlicht geht das bei amazon so durch). Ansonsten schöne Feiertage und wir hören, sehen und lesen uns am Sonntag, bis dahin, haltet die Ohren steif.

Kurzbeschreibung:

Ist er Gottes Sohn oder ein Scharlatan, der die Frauen liebt und die Welt täuscht? Ein Charmeur, mit der Ausstrahlung eines Propheten, der mit Samuel in einer WG wohnt, tagein tagaus Frauen verführt, das Leben feiert. Samuel kocht Kaffee, spült Geschirr, lässt sich volllaufen. Joshua ist auf der Suche. Ein charismatischer Faulenzer, der sein Leben nach einer Offenbarung umkrempelt und innerhalb kürzester Zeit zu einem Popstar, einem Messias erhoben wird, der ganz nebenbei die existenziellen Fragen des Seins beantwortet. Wer bin ich? Wo komme ich her? Welchen Sinn hat das Ganze? Wie geht’s weiter? Ist Gott mein Vater und wer war zuerst da: Mann oder Frau? Ein Casanova, der das Leben liebt, ohne Schuld und Reue. Zwei junge Männer auf dem Weg zu Macht, Liebe und Ruhm. Mit Gottes Segen, Glück und einigen Wunder können sie es vielleicht sogar schaffen.

 

Sir, jawohl, Sir – Im Gedenken an Gunnery Sergeant Hartman

Einer der besten Filme

Eigentlich wollte ich bis zur Veröffentlichung meines nächsten Buchs nichts mehr veröffentlichen. Nun habe ich gerade erfahren, dass R. Lee Ermey alias Gunnery Sergeant Hartman, gestern, am 15.04.2018 verstorben ist.

Mein Respekt für den größten Darsteller, der jemals gelebt hat. Davor und danach gab es nichts anderes als amphibische Urscheiße. Was hab ich ihn gefeiert!

Sir, jawohl, Sir!

Dies ist mein Gewehr.
Es gibt viele wie dieses, aber dieses ist meins.

Mein Gewehr ist mein bester Freund. Es ist mein Leben.
Ich muss es meistern, so wie ich mein Leben meistern muss.

Mein Gewehr ist ohne mich nutzlos.
Ohne mein Gewehr bin ich nutzlos.
Ich muss mein Gewehr richtig abfeuern.
Ich muss besser schießen als mein Feind, der versucht, mich zu töten.
Ich muss ihn erschießen, bevor er mich erschießt. Das werde ich …

Mein Gewehr und ich wissen, was in diesem Krieg zählt.
Es sind nicht die Patronen, die wir abschießen, das Geräusch unseres Feuerstoßes, noch der Rauch, den wir machen.
Wir wissen, dass es die Treffer sind, die zählen. Wir werden treffen…

Mein Gewehr ist menschlich, so wie ich, weil es mein Leben ist.
Daher werde ich es kennenlernen wie einen Bruder.
Ich werde seine Schwächen, seine Stärken, seine Bauteile, sein Zubehör, sein Visier und seinen Lauf kennenlernen.
Ich werde es immer schützen gegen das Wüten des Wetters und Schaden.
Ich werde mein Gewehr sauber und bereit halten, so wie auch ich sauber und bereit bin.
Wir werden Teile voneinander werden. Das werden wir…

Diesen Schwur leiste ich vor Gott.
Mein Gewehr und ich sind Verteidiger meines Landes.
Wir sind die Meister meines Feindes.
Wir sind die Retter meines Lebens.
So sei es, bis es keinen Feind mehr gibt, sondern Frieden!

Lesestoff: Nicola and Bart – Anarchy in the USA

Nicola and Bart

Lesestoff: Jedermann nach seinen Fähigkeiten, jedermann nach seinen Bedürfnissen

Heute vor 90 Jahren (23. August 1927) wurden Nicola (Nicola Sacco) und Bart (Bartolomeo Vanzetti) in Charlestown, Massachusetts auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Beide waren italienische Einwanderer, die sich in der anarchistischen Arbeiterbewegung engagierten. Angeklagt wurden sie wegen Raubmord. Ein beschämendes, politisch motiviertes Urteil, das weltweite Proteste hervorrief.

Die ganze Geschichte auf Wikipedia zum nachlesen …

Bartolomeo Vanzetti schrieb in seiner Autobiografie:

„In Amerika erfuhr ich all die Leiden, Enttäuschungen und Entbehrungen, die zwangsläufig das Los eines Menschen sind, der im Alter von zwanzig Jahren hier ankommt, nichts vom Leben weiß und etwas von einem Träumer in sich hat. Hier sah ich die ganze Grausamkeit des Lebens, all die Ungerechtigkeit und die Korruption, mit der sich die Menschheit auf so tragische Weise herumschlägt. […] Ich suchte meine Freiheit in der Freiheit aller, mein Glück im Glück aller.“

Von Ennio Morricone stand der Sond Nicola and Bart, gesunden von Joan Baez.

Bulli T3 zu verkaufen – Kurzgeschichte

vor Cadiz

Gefährt für Autoren und Schriftsteller

Für unsere Hochzeitreise haben wir den T3 Bulli im August 2010 für 6100,-€ gekauft. Ein wassergekühlter Drei-Gangautomatik Benziner, wegen der grünen Plakette (Diesel ist nicht). Der Kollege schluckt also lockere 12 Liter auf hundert Kilometer, hat aber auch 95 PS, 2,1 Liter, wobei ich nie schneller als 100km/h gefahren bin, wegen dem Getriebe. Unsere Hochzeitsreise ging in die Toskana und auf die Insel Elba. Der Auftakt zu mehreren größeren Reisen zumeist ans Mittelmeer oder an den Atlantik, übrigens ohne eine Panne. Wenn der Bulli zickte, dann nur in Deutschland. Unsere größte Reise starteten wir 2015, 6000 Kilometer quer durch Spanien, bis runter nach Cadiz, über Barcelona, Granada und so weiter. Eine unvergessene Reise, die uns auch an den Hippiestrand San Pedro führte.

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Das Ende der Welt – ein Gedicht

Gedicht von Stephan Rossmann

Danach kommt nichts mehr

Das Ende der Welt

Bin ich froh, hier zu sein

Kein Laut, kein Sein.

Schön ist es, ein ganz besonderer Fleck

An dem ich nicht bleiben darf

Nicht heute, morgen oder übermorgen

Die gleiche Strecke zurück.

Gleich bin ich bei dir, geliebtes Leben

Atmen, ich muss atmen

Ein und aus, mehr muss ich nicht

Dem Licht entgegen, schaff ich es nicht.

Stephan Rossmann, irgendwann 2017.


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Ein Tag Sommer – Gedicht

Ein Tag Sommer

Versteckte Tränen, schweres Blut, warmer Stein

An diesem einen Tag, im verregneten Mai

Leiser Wüstenwind wehte über die Berge

Weckte den Sommer in der Stadt

Eine Ahnung, ein Gefühl, ein gern gesehener Leichtsinn

von Stephan Rossmann


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Der Schriftsteller Ernest Hemingway vs. die Legende Rocky Balboa

Lesestoff: Der Kampf des Jahrhunderts

Übermotiviert ist ein Stichwort, um meine gestrige Stimmungslage zu beschreiben. Ich ging also da raus, drehte ein paar Runde in meinem Ghetto, stählte meinen Körper mit einigen Situps, dränglte mich an der Supermarktkasse vor. Ganz unkompliziert, bis mich ein schick frisierter Hippster ansprach: „Entschuldigen Sie, ich glaube …“ Zack, gar nicht lang gefackelt, gab ich ihm einen gut gemeinten Uppercut mit auf die Reise. Ein kurzentschlossener Reflex, der weitere Diskussionen im Keim erstickte.

Lediglich die Oma in meinem Rücken leistete weiterhin erbitterten Widerstand, zog mir eins mit ihrer Handtasche über. Ich drehte mich um, knurrte böse, fletschte mit den Zähnen, bis sich der Filialleiter, in Überschätzung seiner Postion, eine Links-Rechts Kombination abholte, die weitere Endgegner ins Spiel warf.

Kurzum, ich war guter Dinge, organisierte in Gedanken bereits einen Titelkampf. Bukowski, Indiana Jones, He-Man … ich war bereit sie alle wegzuhauen. Und weil es so schön war, ließ ich Rocky gegen Hemingway antreten, der Kampf des Jahrhunderts:

„Wenn Menschen soviel Mut auf die Welt mitbringen, muss die Welt sie töten, um sie zu zerbrechen, und darum tötet sie sie natürlich. Die Welt zerbricht jeden, und nachher sind viele an den zerbrochenen Stellen stark. Aber die, die nicht zerbrechen wollen, die tötet sie. Sie tötet die sehr Guten und die sehr Feinen und die sehr Mutigen; ohne Unterschied.“

Ernest Hemingway

 

„Ich werd dir jetzt was sagen, was du schon längst weißt … die Welt besteht nicht nur aus Sonnenschein und Regenbogen. Die Welt ist oft ein gemeiner und hässlicher Ort, und es ist ihr egal, wie stark du bist. Sie wird dich in die Knie zwingen und dich zermalmen, wenn du es zulässt …
Und zeig nicht mit dem Finger auf andere und sag: du bist nicht da, wo du hin wolltest, wegen ihm oder wegen ihr, oder sonst irgendjemandem. Schwächlinge tun das!
Und das bist du nicht – du bist besser!“

Rocky Balboa

So, ich muss jetzt los, mein Leben wartet nicht länger, Lesestoff will geschrieben werden, Kinder müssen groß gezogen werden, Gärten bewirtschaftet, Häuser gebaut. Und du? Was glotzt du so? Brauchst du eine extra Einladung? Einen Tritt in den Arsch? Mach was aus deinem Leben! Los, aufgehts!