„Heutige Weltkunst“ ein Gedicht von Friedrich Freiherr von Logau

Anders sein und anders scheinen;

Anders reden, anders meinen;

Alles loben, alles tragen,

Allen heucheln, stets behagen,

Allem Winde Segel geben,

Bös und Gut dienstbar leben.

Alles Tun und alles Dichten

Bloß auf eignen Nutzen richten.

Wer sich dessen will befleißen,

kann politisch heißen.

Friedrich Freiherr von Logau
Deutscher Dichter des Barocks
Geboren im Januar 1605 auf Gut Brockuth
Gestorben im Juli 1655 in Liegnitz

Passt aktuell ganz gut, mit Blick auf die Wahlen in den USA. Der Friedrich kannte sich aus mit Diktatoren, Sonnenkönigen und Despoten. Verfasser tausender Epigramme, Adliger, schrieb unter dem Banner „Alles Zu Nutzen“.

Letztlich lieferte Friedrich das Ergebnis gleich mit:

Bleibt beim Saufen! Bleibt beim Saufen!
Sauft, ihr Deutschen, immer hin!
Nur die Mode, nur die Mode gebt dem Teufel hin!


Dieses Gedicht ist veröffentlicht unter folgendem Gedichtband:

Dingsbums – Klischee & Wirklichkeit
26 Gedichte, Zitate und Weisheiten über Sinn und Unsinn. Blick in die Zukunft. Futter für die Seele. Dingsbums erklärt die Welt.

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„Vereinsamt“ Gedicht von Friedrich Nietzsche, Deutscher Philologe

Die Krähen schrein

Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:

Bald wird es schnein,

Wohl dem, der jetzt noch – Heimat hat!

Nun stehst du starr,

Schaust rückwärts, ach! wie lange schon!

Was bist du Narr

Vor Winters in die Welt entflohn?

Die Welt – ein Tor

Zu tausend Wüsten stumm und kalt!

Wer das verlor,

Was du verlorst, macht nirgends Halt.

Nun stehst du bleich,

Zur Winter-Wanderschaft verflucht,

Dem Rauche gleich,

Der stets nach kältern Himmeln sucht.

Flieg, Vogel, schnarr

Dein Lied im Wüstenvogel-Ton!

Versteck, du Narr,

Dein blutend Herz in Eis und Hohn!

Die Krähen schrein

Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:

Bald wird es schnein,

Weh dem, der keine Heimat hat!

Friedrich Nietzsche
Deutscher Philologe, d.h. zuerst Preusse und dann staatenlos
Geboren am 15. Oktober 1844 in Röcken
Gestorben am 25. August 1900 in Weimar
Nietzsche war schwer zu greifen, bereits mit 24 Jahren Professor, „Also sprach Zarathustra“, „Ecce homo“:

„Ja, ich weiß, woher ich stamme,
Ungesättigt gleich der Flamme
Glühe und verzehr’ ich mich.
Licht wird alles was ich fasse,
Kohle alles, was ich lasse,
Flamme bin ich sicherlich.“

Der Übermensch, bis ihn seine psychische Störung vernichtete. Erkrankt an Syphilis, diese heimtückische Krankheit, der so viele Künstler zum Opfer fielen.


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Die Ameisen von Ringelnatz, deutscher Schriftsteller und Kabarettist

In Hamburg lebten zwei Ameisen,
Die wollten nach Australien reisen.
Bei Altona auf der Chaussee
Da taten ihnen die Beine weh,
Und da verzichteten sie weise
Denn auf den letzten Teil der Reise.

So will man oft und kann doch nicht
Und leistet dann recht gern Verzicht.

Joachim Ringelnatz
geboren am 7. August 1883 in Wurzen als Hans Gustav Bötticher
gestorben am 17. November 1934 in Berlin

Am 7. August 1883 wird Hans Gustav Bötticher in Wurzen geboren. Er ist der Sohn von Georg Bötticher und Rosa Marie, geborene Engelhart.
1901 verlässt Hans Gustav die Schule und fährt als Schiffsjunge nach Amerika. Weitere Seefahrten kommen hinzu.
1905 Kaufmännische Lehre bei der Ruberoid GmbH in Hamburg. Ab 1907 erste Veröffentlichungen unter dem Pseudonym Fritz Dörry. Auftritte bei Kathi Kobus in der Münchner Künstlerkneipe Simplicissimus.
1910 erscheint ein erster Gedichtband.
1912-1913 Zeit als Bibliothekar.
Die Kriegszeit von 1914-1918 bestreitet er als Matrose bei der Kriegsmarine, ab 1917 Leutnant zur See. 1919 wird aus Hans Bötticher – Joachim Ringelnatz. Hochzeit mit Leonharda Pieper, genannt Muschelkalk genannt.
1927 Erste Auftritte im Berliner Rundfunk, Künstlervereinigung „Das Junge Rheinland“.
1930 dann der Umzug mit Muschelkalk nach Berlin-Charlottenburg.
Ab 1933 Auftrittsverbot durch die Nazis.
Am 17. November 1934 stirbt Joachim ingelnatz in Berlin.


Weitere Gedicht findest du unter folgendem Gedichtband:

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Hätte ich das mal früher gewusst

So einfach ist das:

„Wenn du das Problem nicht lösen kannst,

löse dich von dem Problem.“

Georg Wilhelm Exler


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Zitat des Altkanzlers Konrad Adenauer

Wir leben alle unter dem gleichen Himmel,
aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.

Konrad Adenauer
geboren am 5. Januar 1876 in Köln – gestorben am 19. April 1967 in Rhöndorf.
Oberbürgermeister von Köln, Erfinder einer Soja-Wurst, Mitbegründer der CDU und erster deutscher Bundeskanzler


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Nebel überall, verdunkelt sich die Sicht – ein Goethe Gedicht

goethe

Dämmrung senkte sich von oben

Dämmrung senkte sich von oben,
Schon ist alle Nähe fern;
Doch zuerst emporgehoben
Holden Lichts der Abendstern!
Alles schwankt ins Ungewisse,
Nebel schleichen in die Höh;
Schwarzvertiefte Finsternisse
Widerspiegelnd ruht der See.

Nun im östlichen Bereiche
Ahn’ ich Mondenglanz und -glut,
Schlanker Weiden Haargezweige
Scherzen auf der nächsten Flut.
Durch bewegter Schatten Spiele
Zittert Lunas Zauberschein,
Und durchs Auge schleicht die Kühle
Sänftigend ins Herz hinein.

Deutsches Universalgenie Johann Wolfgang von Goethe

Geboren am 28. August 1749 in Frankfurt am Main, gestorben am 22. März 1832 in Weimar. Der Hellste unter der Sonne, für manchen. Schöpfer von Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand, Herr über 1000 Musen, Rechtsanwalt, Liebhaber, Nationaldichter, Italienkenner, Schiller Freund, Ritter der Ehrenlegion, Naturwissenschaftler.


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