„Schaust du Filme?“ Ein Gedicht von Terence Horn

Schaust du Filme?

Wie verzweifelt mein Leben doch ist
In diesem muffigen Kino.

Ein Typ zum vergessen
Neben mir in Reihe eins.

Nutzlos ihn zu beschreiben
In meinem Film hat er nichts verloren.

Ein wesenloses Massenprodukt
Seines Inhalts beraubt.

Er spricht nicht
Quetscht die Worte bloß heraus.

Abgenutzte Phrasen aus alten Schubladen
Ausgespuckt in mein Gesicht.

Fremdkörper
Die er loswerden musste.

Der Typ, den sie abservieren
Der Loser, der auf der Strecke bleibt
Der Statist, der die Szene versaut
Die leere Hülle, aus dem Vorspann.

…der Irrtum?
Das bin ich
und jetzt Schnauze, der Film geht los.

Terence Horn