Niemand, ein Gedicht der amerikanischen Lyrikerin Emily Dickinson

Acryl-Malerei auf Leinwand, erstellt im Jahr 2021 in Stuttgart von Stephan Rossmann, zu sehen ist eine junge Frau
Skater Love, Malerei auf Leinwand, www.malerei-stuttgart.de

Ich bin ein Niemand? Wer bist du?

Bist ein Niemand, auch du?

Nun sind wir ein Paar.

Psst! Damit sie uns nicht

hören können.

Wie traurig, jemand zu sein.

Wie elend, vor jedermanns Ohr,

den eignen Namen zu quaken,

wie ein Frosch im Moor.

Emily Dickinson, Dichterin aus Leidenschaft
Ein Vulkan, der in einem Eisblock ausbricht.
Geboren am 10. Dezember 1830 in Amherst, USA.
Emily Dickinson verließ ihren Ort nie, selten ihr Zimmer.
Sie starb am 15. Mai 1886. Die meisten ihrer Gedichte wurden erst nach ihrem Tod veröffentlicht.


Dieses Gedicht ist veröffentlicht unter folgendem Gedichtband:

Dingsbums – Klischee & Wirklichkeit
26 Gedichte, Zitate und Weisheiten über Sinn und Unsinn. Blick in die Zukunft. Futter für die Seele. Dingsbums erklärt die Welt.

Taschenbuch amazon: https://www.amazon.de/dp/B08M2HBGFK

Poster am Samstag

Lesestoff für die ganze WeltPoster Ave Maria

Ich wollte, dass alles so bleibt wie es ist, die Zeit erfrieren. In jeder Sekunde, an jedem Tag, waren wir nichts anderes als an Schnüren hängende Marionetten. Unfähig auch nur einen selbstständigen Gedanken zu fassen, spielten wir das Spiel der Mächte. Schicksal, wenn man so möchte. Meine grenzenlose Naivität und dieser absurd hartnäckige Glaube an das Gute im Menschen. Töricht. Dafür will ich mich entschuldigen. Die Nächte hindurch predigten wir Freundschaft, ewige Treue, teilten die letzte Zigarette. Am nächsten Morgen hatte ich einen Kater, meine Freunde den ersehnten Studienplatz. Sie wollten sich engagieren, womöglich sogar Kinder in die Welt setzen, um eine hoffnungsvolle Zukunft aufbauen. „Wacht halt bitte auf und kommt zu mir zurück!“ schrie ich ihnen hinterher. Ich wollte nicht weg! Mein Leben sollte so bleiben, wie es schön war. Erwartungsgemäß hörten sie nicht auf mich, obwohl ich als Einziger wusste, sie rennen in ihr Verderben. Putzige Ratten, die vor keiner Klippe halt machen, im Rudel ins Verderben springen – fröhlich grinsend. Die Menschen, von denen ich glaubte sie zu kennen, konnten es nicht erwarten in der Bedeutungslosigkeit zu ersaufen. Als ob der Verlust jeglicher Träume selbstverständlich wäre. Warum sollten wir nicht von dieser scheiß Brücke springen?

Montagslyriker – Mit Rilke, Haruki und James in der Absinth-Bar

Mann verliert den kopf

Den Narren den Rücken gekehrt,
die ersten Schneeglöckchen geköpft,
lüften die Montagslyriker durch,
lassen den Frühling herein und reißen den Vorhang entzwei.

Madame Hava die Romantische schenkt aus,
an der Absinth-Bar,
in wilden Wäldern,
an unsichtbare Dämonen
und zarte Märchenerzähler:
http://hanna-linn.de/

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Montagslyriker – Zerrissene Gardinen in klarer Saphirnacht

Frau im japanischen Kimono

 

Ein Hurra auf die Schönheit, die ihr liebstes Wort in zarte Farben hüllt.
Im roten Wüstensand fand ihr Herz ein schattiges Plätzen, gefühlt mit guten Freunden, verdienter Ruhe und weiter Sicht.

Die Malerin, Lyrikerin und Fotografin
Sibylle Sophie entstaubt die Montagslyriker

>>> http://www.Sibylle-Sophie.de

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Gestern sah ich dich wieder – deutsches Schmähgedicht

Der Dichter verflucht die Vergangenheit

Bevor ich Dich traf
war es leicht
ich war ganz unten
hatte nichts zu verlieren.

Ich wünschte Dir Herpes, Krätze und Gicht
Nein! Ich verfluchte Dich
aber dieses Gesicht verdienst Du nicht
Wie konntest Du dir so etwas antun?

Ich lernte Dich in der WG der verdammten Seelen kennen
musste Dich einfach lieben
Selbst wenn Dir der Teufel direkt in die Augen schaute
konnte er Deine Schönheit nicht glauben
Wie also sollte ich Dir böse sein?

Gestern sah ich Dich wieder
auf dem blau gefärbten Friedhof der hässlichen Fratzen
ein Freund gab mir den Tipp
Du warst nur einen Klick entfernt.

Allein warst Du nie
gehörtest zu jeder Zeit einem anderen
in der Stadt der abgerissen Bärenköpfe
lagst Du im Bett mit dem hübsch frisierten Gangster.

Deine Geschäfte waren eine Nummer zu groß
Dein Angebot zu verlockend
mein Herz für Dein flüchtiges Vergnügen
Wie hätte ich widerstehen können?

Mag sein, Du hast viele Herzen gebrochen
ernst gemeinte Gefühle übers Ohr gehauen
Seelen in den Wahnsinn getrieben
gelangweilt hast Du jemanden.

Gedicht von Terence Horn, fränkischer Träumer und Freibeuter


titel, Cover von Feier AbendFeier Abend – Grünschnabel und alte Hasen
19 Gedichte über Sinn und Unsinn des Lebens,
ewige Liebe, frühen Tod und wilde Tiere.
Blick in die Zukunft. Futter für die Seele.
Als E-Book oder Taschenbuch erhältlich …