Das Ende der Welt – ein Gedicht

Gedicht von Stephan Rossmann

Danach kommt nichts mehr

Das Ende der Welt

Bin ich froh, hier zu sein

Kein Laut, kein Sein.

Schön ist es, ein ganz besonderer Fleck

An dem ich nicht bleiben darf

Nicht heute, morgen oder übermorgen

Die gleiche Strecke zurück.

Gleich bin ich bei dir, geliebtes Leben

Atmen, ich muss atmen

Ein und aus, mehr muss ich nicht

Dem Licht entgegen, schaff ich es nicht.

Stephan Rossmann, irgendwann 2017.

Ein Tag Sommer – Gedicht

Der Garten der Lüste

Ein Tag Sommer

Versteckte Tränen, schweres Blut und warmer Stein

An diesem einen Tag, im verregneten Mai

Wehte leiser Wüstenwind über die Berge

Weckte den Sommer in der Stadt

Eine Ahnung, ein Gefühl, ein gern gesehener Leichtsinn

Locker, leichter Lesestoff von Stephan Rossmann

Feier Abend – Gedichte von Stephan Rossmann

titel, Cover von Feier Abend

Feier Abend –
Grünschnabel und alte Hasen

Ich lege Beichte ab: ich habe es getan, einen Gedichtband herausgeben: Feier Abend – Grünschnabel und alte Hasen“ von Stephan Rossmann ist bei amazon erhältlich. Der Grünschnabel hat sich fünf alte Hasen mit ins Bord geholt. Whitman, Emerson und Dickinson hab ich ins Deutsch übersetzt und neu interpretiert. Rilke und Ringelnatz sprechen für sich.

19 Gedichte über Sinn und Unsinn des Lebens,
ewige Liebe, frühen Tod und wilde Tiere.
Eine Reise ins 19. Jahrhundert.
Trip zu den Geistern der Vergangenheit.
Blick in die Zukunft.
Futter für die Seele.

Der Grünschnabel und fünf alte Hasen:

Weiterlesen „Feier Abend – Gedichte von Stephan Rossmann“

Gedicht von Emily Dickinson – Vor aller Lehmgestalt!

Emily Dickinson, Amerikansiche Dichterin

Vor aller Lehmgestalt

Von allen Seelen die geschaffen –
Hab eine ich – erwählt –
Wenn Sinn von Geist sich trennt –
Und Ausflucht – nicht mehr zählt –
Wenn das was ist – und das was war –
Für sich – und wahrhaft – steht –
Und dieses kurze Erdenstück –
Wie Treibsand – ist verweht –
Wenn Formen ihre Schönheit zeigen –
Und Nebel weg gewallt,
Siehe die Urform – die ich meine –
Vor aller Lehmgestalt!

Emily Dickinson, die größte unter der Sonne, lebte ungefähr zur selben Zeit wie Walt Whitman. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass sie sich jemals begegneten. Die gute Frau verließ so gut wie nie das Haus, selten ihr Zimmer. Trotzdem war ihr Geist groß genug um solch schöne Worte zu produzieren. Selbst veröffentlichte sie gar keine Gedichte, war scheu und litt an Depressionen, Emily ist  mit dabei: Feier Abend – Grünschnabel und alte Hasen. Eine besondere Frau, deren Schönheit weiterlebt.

Emily Dickinson, eine amerikanische Dichterin

Emily Dickinson, Amerikanische Dichterin

Weil ich für den Tod nicht halten darf (Because I could not stop for Death)

Weil ich für den Tod nicht halten darf
Nahm er mich freundlicherweise mit
Im Karren saßen er und ich
Und die Unsterblichkeit.
 
Wir fuhren langsam – er hatte keine Eile
Und ich warf fort
Mein Lebenswerk und meine Muße
Für seine Höflichkeit
 
Vorbei an der Schule, wo Kinder lernen
In der Pause in den Ring zu steigen
Vorbei an den Feldern, die ein Auge auf uns warfen
Vorbei am Sonnenuntergang
 
Wir hielten an einem Haus, nicht mehr als
Ein Haufen in der Landschaft
Ein Dach war kaum zu erkennen
Der Sims verschwamm mit dem Erdreich
 
Seitdem vergingen die Jahrhunderte
Jedes schneller als ein Tag
Zuerst sah ich die Köpfe der Pferde verschwinden
In der Ewigkeit

Emily Elizabeth Dickinson (amerikanische Dichterin)wurde am 10. Dezember 1830 in Amherst, Massachusetts geboren. Sie verließ den Ort nie, selten überhaupt ihr Zimmer und starb am 15. Mai 1886. Die meisten ihrer Gedichte wurden erst nach ihrem Tod veröffentlicht. Für mich die größte Dichterin überhaupt, deshalb auch mit dabei: Feier Abend – Grünschnabel und alte Hasen

„Obwohl Emily Dickinson fast ihr ganzes Leben in ihrem Haus verbrachte, ist ihr lyrisches Werk von enormer Weite geprägt. Emily Dickinsons begrenzter Erfahrungsradius hat ihr Schaffen nicht eingeschränkt, sondern gefördert, denn sie war mittels ihrer Vorstellungskraft in der Lage, die kleine und überschaubare Welt, in der sie lebte, in eine große Welt zu verwandeln.“ Zitat Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Emily_Dickinson

„To make a prairie it takes a clover and a bee,
one clover, and a bee,
And revery.
The revery alone will do,
If bees are few.“

Latein, die alte Hure – Zitate von Baez und Obama

Nackte Frauen im Wasser
Bad um Fluss

Joan Baez und der ehemalige Präsident als Zitat

„Du kannst nicht wählen, wie du stirbst oder wann. Aber du kannst bestimmen, wie du lebst. Jetzt!“

Joan Baez

„Lasst uns wenigstens den Weltuntergang verhindern. Es ist fünf vor zwölf, und wir haben nicht mehr viel Zeit.“
Barack Obama

Latein Zitate alltagstauglich übersetzt:

„Praeter speciem stultus est.“
Er ist dümmer als er aussieht.

„Nulla fere causa est, in qua non femina litem moverit.“
Es gibt keinen Streit, den nicht eine Frau angefangen hätte.

„Cum Caesar vidisset portum plenum iuxta navigavit.“
Als Caesar sah, dass der Hafen voll war, schiffte er daneben.

Wenn du zum Weibe gehst, Zitat Anfang …

zimmer mit Bett

Ein buntes Zitat-Sammelsurium von gestern und heute,

schön und hässlich, stark und schwach, albern und ernst gemeint …

„Weil ich die kummervolle Falte auf der Geliebten Stirn nicht ertragen kann, darum, also um meinetwillen, küsse ich sie weg.“

Max Stirner

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