Das Ende der Welt – ein Gedicht

Gedicht von Stephan Rossmann

Danach kommt nichts mehr

Das Ende der Welt

Bin ich froh, hier zu sein

Kein Laut, kein Sein.

Schön ist es, ein ganz besonderer Fleck

An dem ich nicht bleiben darf

Nicht heute, morgen oder übermorgen

Die gleiche Strecke zurück.

Gleich bin ich bei dir, geliebtes Leben

Atmen, ich muss atmen

Ein und aus, mehr muss ich nicht

Dem Licht entgegen, schaff ich es nicht.

Stephan Rossmann, irgendwann 2017.

Ein Tag Sommer – Gedicht

Der Garten der Lüste

Ein Tag Sommer

Versteckte Tränen, schweres Blut und warmer Stein

An diesem einen Tag, im verregneten Mai

Wehte leiser Wüstenwind über die Berge

Weckte den Sommer in der Stadt

Eine Ahnung, ein Gefühl, ein gern gesehener Leichtsinn

Locker, leichter Lesestoff von Stephan Rossmann

Rezension von Mia – Gegenwartsliteratur Engelhorn

Buch Werbung für Engelhorn

 

Quelle: Engelhorn- Die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend -Rezension

Unsere Mia hat mal wieder so ein Ding rausgehauen. Eine Rezension zu der Gegenwartsliteratur Engelhorn, und ja, mir gefällt was ich da lese. Gerne mal vorbeischauen bei Miasraum

Lesestoff – Duschvorhang, Leichenschmaus und Frühlingsgefühle

Einladung zum schreiben

Lesestoff, Leseprobe, Text

Eine gute Idee, die ich gleich mal umsetzen will, und zwar geht es um Lesestoff bestehend aus den Worten Duschvorhang, Leichenschmaus und Frühlingsgefühle.

Idee kommt von: https://365tageasatzaday.wordpress.com/2017/04/16/schreibeinladung-fuer-die-textwoche-16-17-wortspende-von-ruhrkoepfe/

Hier mein Text:

Aus dem Bett raus hab ich nicht lange überlegt, sondern bin gleich ins Bad rein, ausgerutscht auf den nassen Fliesen, im freien Flug, den Duschvorhang mitgerissen, hinten ins Klo gekracht. Da war ich dann wach. Egal, der Tag ist sowieso hinüber, die Beerdigung eines ungeliebten Arbeitskollegen steht an, wo ich normal nie hingegen würde, aber nach 23 Jahren gegenseitiger Abneigung entsteht dann doch so etwas wie Verlust. Außerdem will ich die Chance nutzen, beim Leichenschmaus mit Sabine ins Gespräch zu kommen. Sie ist in der EDV, beachtet mich nicht, kennt mich vielleicht nicht mal. Naja, das werden wir ändern und falls es nicht klappt, kann ich mich immer noch schön vollaufen lassen. Alkohol werden sie ja wohl haben. Ich geh raus, vor die Tür. Die Sonne scheint, sogar der Nachbar lächelt, könnte was werden mit Sabine, denk ich mir oder sind das verräterische Frühlingsgefühle?

Ramons Schlampazius im Stuttgarter Osten

Hippiekneipe, Musikladen und ewiger Kult

Keine Ahnung, wann ich das erste Mal bei Ramon aufschlug. Muss aber an die 12 Jahre her sein, als wir an den Ostendplatz zogen. Seitdem schleppte ich meine Kumpels da rein, besoff mich gnadenlos und war sogar mal mit meinem Vater dort, im Herzen des Stuttgarter Ostens.

Ramon erzählte mir, dass er eigentlich auf ein Konzert in München wollte. Extra angereist, aus dem damals faschistischen Spanien um Diktator Franco. Im goldenen Jahr 1973, das Jahr indem ich geboren wurde. In Stuttgart musste er umsteigen, verpasste den Zug und ist geblieben, bis heute. Die Gastarbeiter im El Rincon kümmerten sich um ihn, organisierten Ramon einen Job, bis er zwei Jahre später im Schlampazius landete. Der ehemalige Wirt Maiwald nahm ihn auf und Ramon blieb, bis Maiwald starb. An der Einrichtung der Kneipe hat sich seitdem nichts verändert. Weder von außen noch von innen. Ein paar Gemälde kamen hinzu, ein nicht ganz so abgesifftes Sofa. Fertig ist die Hippiekneipe, der ewige Kult.

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Die 90er Kurzgeschichte – Das letzte Jahrzehnt in Freiheit

Gegenwartsliteratur, Pulp Fiction und die Deutsche Einheit

Die 90er waren das letzte Jahrzehnt in echter Freiheit, in Demokratie, in unbeschwerter Lebenslust. Wenn wir ehrlich sind, danach gings bergab, den Bach runter und zwar so richtig. Eine Lieblingskneipe nach der anderen machte dicht, Rauchverbot, schlecht bezahlte Jobs, wahnsinnige Präsidenten, Rechtsruck und ständig hält dir einer ein veganes Würstchen unter die Nase. Meinungsfreiheit mag zwar weiterhin erlaubt sein, aber verdammt, die 90er waren cool, die Leute waren cool und die Zeit war cool, genau wie Pulp Fiction cool war, mit dem coolsten aller Sprüche:

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Engelhorn – Ein Roman von Stephan Rossmann

Cover Engelhorn am Frühstückstisch

Engelhorn -Die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend

Buchciover EngelhornTaschenbuch:
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