Das Ende der Welt – Schon wieder ein Gedicht

Danach kommt nichts mehr

Das Ende der Welt

Bin ich froh, hier zu sein

Kein Laut, kein Sein.

Schön ist es, ein ganz besonderer Fleck

An dem ich nicht bleiben darf

Nicht heute, morgen oder übermorgen

Die gleiche Strecke zurück.

Gleich bin ich bei dir, geliebtes Leben

Atmen, ich muss atmen

Ein und aus, mehr muss ich nicht

Dem Licht entgegen, schaff ich es nicht.

Ein Tag Frühling im Herbst – Gedicht

Der Garten der Lüste

Ein Tag Frühling im Herbst

Versteckte Tränen, schweres Blut und warmer Stein

An diesem einen Tag, im verregneten Mai

Wehte leiser Wüstenwind über die Berge

Weckte den Sommer in der Stadt

Eine Ahnung, ein Gefühl, ein gern gesehener Leichtsinn

Feier Abend – Lyrik von Stephan Rossmann

titel, Cover von Feier Abend

Feier Abend –
Grünschnabel und alte Hasen

Ich lege Beichte ab: ich habe es getan, einen Lyrikband herausgeben: Feier Abend – Grünschnabel und alte Hasen“ von Stephan Rossmann ist bei amazon erhältlich. Der Grünschnabel hat sich fünf alte Hasen mit ins Bord geholt. Whitman, Emerson und Dickinson hab ich ins Deutsch übersetzt und neu interpretiert. Rilke und Ringelnatz sprechen für sich.

19 Gedichte über Sinn und Unsinn des Lebens,
ewige Liebe, frühen Tod und wilde Tiere.
Eine Reise ins 19. Jahrhundert.
Trip zu den Geistern der Vergangenheit.
Blick in die Zukunft.
Futter für die Seele.

Der Grünschnabel und fünf alte Hasen:

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Die 90er – Das letzte Jahrzehnt in Freiheit

Pulp Fiction, Irakkrieg und Deutsche Einheit

Die 90er waren das letzte Jahrzehnt in echter Freiheit, in Demokratie, in unbeschwerter Lebenslust. Wenn wir ehrlich sind, danach gings bergab, den Bach runter und zwar so richtig. Eine Lieblingskneipe nach der anderen machte dicht, Rauchverbot, schlecht bezahlte Jobs, wahnsinnige Präsidenten, Rechtsruck und ständig hält dir einer ein veganes Würstchen unter die Nase. Meinungsfreiheit mag zwar weiterhin erlaubt sein, aber verdammt, die 90er waren cool, die Leute waren cool und die Zeit war cool, genau wie Pulp Fiction cool war, mit dem coolsten aller Sprüche:

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Die Montagslyriker ziehen um

Man mit Bild unter dem Arm

Montagslyriker ab 1. Mai bei Mia

Richtig gelesen! Die Montagslyriker haben ein neues Zuhause gefunden, vergrößern sich und zwar auf dem Blog unserer Mia. Mia wird gemeinsam mit ihrer Freundin Christiane ab Mai die Montagslyriker präsentieren.

Wie ich schon mitteilte, nehmen mich meine eigenen Projekte voll in Anspruch. „Engelhorn“ startet die nächsten Tage, mein zweiter Roman entwickelt sich und so weiter und so fort. Kurzum, mir fehlt die Zeit ein so tolles Projekt wie die Montagslyriker entsprechend zu pflegen.

Mia verfügt durch ihr Studium über den nötigen Hintergrund, hängt sich mit Leib und Seele rein und sie sieht auch noch gut aus. Was will man mehr? Am besten noch so ein cleveres Mädel. Christiane steigt mit ein, bringt frische Ideen ins Spiel und wird für einige Überraschungen sorgen.

Am besten ihr schaut euch schon mal bei Mia um:

>>> https://miasraum.wordpress.com

Der Fahrplan steht: Am 1. Mai stellen sich Mia und Christiane vor, präsentieren ihr neues Konzept und am 8. Mai wird der nächste Montagslyriker auf die Bühne gehoben. In vier Wochen gehts also schon wieder weiter, früher als gedacht, aber so sind sie halt, die Montagslyriker, immer für eine Überraschung gut.

Machts gut, genießt den Frühling und haltet die Ohren steif.
Euer
Terence


Wir wissen nicht, wie groß wir sind,
bis sie uns zum Aufstehen zwingen.

Und wenn wir es dann wirklich tun,
wird unser Kopf durch die Wolken dringen.

Emily Dickinson

Gedicht von Emily Dickinson – Vor aller Lehmgestalt!

Von allen Seelen die geschaffen –
Hab eine ich – erwählt –
Wenn Sinn von Geist sich trennt –
Und Ausflucht – nicht mehr zählt –
Wenn das was ist – und das was war –
Für sich – und wahrhaft – steht –
Und dieses kurze Erdenstück –
Wie Treibsand – ist verweht –
Wenn Formen ihre Schönheit zeigen –
Und Nebel weg gewallt,
Siehe die Urform – die ich meine –
Vor aller Lehmgestalt!

Emily Dickinson

Emily Dickinson, amerikanische Dichterin –

Emily Dickinson, Amerikanische Dichterin

Weil ich für den Tod nicht halten darf (Because I could not stop for Death)

Weil ich für den Tod nicht halten darf
Nahm er mich freundlicherweise mit
Im Karren saßen er und ich
Und die Unsterblichkeit.
 
Wir fuhren langsam – er hatte keine Eile
Und ich warf fort
Mein Lebenswerk und meine Muße
Für seine Höflichkeit
 
Vorbei an der Schule, wo Kinder lernen
In der Pause in den Ring zu steigen
Vorbei an den Feldern, die ein Auge auf uns warfen
Vorbei am Sonnenuntergang
 
Wir hielten an einem Haus, nicht mehr als
Ein Haufen in der Landschaft
Ein Dach war kaum zu erkennen
Der Sims verschwamm mit dem Erdreich
 
Seitdem vergingen die Jahrhunderte
Jedes schneller als ein Tag
Zuerst sah ich die Köpfe der Pferde verschwinden
In der Ewigkeit

Emily Elizabeth Dickinson (amerikanische Dichterin)wurde am 10. Dezember 1830 in Amherst, Massachusetts geboren. Sie verließ den Ort nie, selten überhaupt ihr Zimmer und starb am 15. Mai 1886. Die meisten ihrer Gedichte wurden erst nach ihrem Tod veröffentlicht.

„Obwohl Emily Dickinson fast ihr ganzes Leben in ihrem Haus verbrachte, ist ihr lyrisches Werk von enormer Weite geprägt. Emily Dickinsons begrenzter Erfahrungsradius hat ihr Schaffen nicht eingeschränkt, sondern gefördert, denn sie war mittels ihrer Vorstellungskraft in der Lage, die kleine und überschaubare Welt, in der sie lebte, in eine große Welt zu verwandeln.“ Zitat Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Emily_Dickinson

„To make a prairie it takes a clover and a bee,
one clover, and a bee,
And revery.
The revery alone will do,
If bees are few.“