Montagslyriker – Mit Rilke, Haruki und James in der Absinth-Bar

Mann verliert den kopf

Den Narren den Rücken gekehrt,
die ersten Schneeglöckchen geköpft,
lüften die Montagslyriker durch,
lassen den Frühling herein und reißen den Vorhang entzwei.

Madame Hava die Romantische schenkt aus,
an der Absinth-Bar,
in wilden Wäldern,
an unsichtbare Dämonen
und zarte Märchenerzähler:
http://hanna-linn.de/

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Sonne und Schatten – Gedicht von Ralph Waldo Emerson

Brahma

Wenn der rote Schläger meint, er prügle
Oder der Erschlagene denkt, er sei erschlagen
So wissen sie nicht, auf welchen Pfaden
Ich schreite, verweile und zweifle.

Nah ist mir, was fern und versunken
Sonne und Schatten wie Bruder und Schwester
Die alten Götter erheben sich
Ein Blick für Ruhm und Schmach.

Wer mich verleugnet, verkennt seine Lage
Wenn wir empor gleiten, schwinge ich die Flügel
Ich bin der Fragesteller und die Frage
Ich bin das Lied, das der Brahmane singt.

Die großen Götter sehnen sich nach dem Olymp
Fruchtlos verzehren sie sich nach den heiligen Sieben
Du, Liebender des Guten findest mich
Kehrst dem Himmel den Rücken zu.

Ralph Waldo Emerson, der Streber, Gutaussehende, Amerikaner, Gewissen einer Nation, Gegner der Sklaverei, Verfechter einer funktionierenden Natur


titel, Cover von Feier AbendFeier Abend – Grünschnabel und alte Hasen
19 Gedichte über Sinn und Unsinn des Lebens,
ewige Liebe, frühen Tod und wilde Tiere.
Blick in die Zukunft. Futter für die Seele.
Als E-Book oder Taschenbuch erhältlich …

Das Sauerkrautgesicht – ein Gedicht fürs Volk

Die Auferstehung einer verlorenen Liebe

Der deutscheste Deutsche besiegte zuerst sich selbst,
Ursprung und Lösung all unserer Probleme, liebster Zeitvertreib.
Ein erloschenes Herz, das keine Ruhe fand, als Repräsentant der Völker durch Europas schmutzige Sumpflandschaften irrte.
Gott segne ihn, den geheimnisvollen Unbekannten.

Der deutscheste Deutsche, aus dem Nichts geboren, ein Sauerkrautgesicht mit Fischaugen. Bejubelter Witz, im erlauchten Kreis ungenutzter Möglichkeiten. König des sittlichen Empfindens, Retter, Heiland und Erlöser, verspricht seinem Volk Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.
Ein Gummibärchen auf dem Weg zu wahrer Macht.
Gott sehne ihn, den designierten Imperator.

Der deutscheste Deutsche lüftet die Maske, gibt sich als einsamer Reiter,
in dunkelster Nacht zu erkennen, dem es erlaubt sei zu sprechen,
weil er sich als flüchtiger Furz erwies. Ein laues Lüftchen,
welches fröhlich und unerschrocken verpufft. Ein Goldfisch im Piranhabecken skrupelloser, verrückter, unberechenbarer Staatenlenker.
Gott segne ihn, den deutschesten Deutschen.

Gedicht von Stephan Rossmann


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Unter Tieren – Lyrik von Walt Whitman (Amerikanischer Dichter)

Ein Gedicht, den Tieren gewidmet

Ich glaube, es fiele mir nicht schwer, unter Tieren zu leben.
Sie sind so still und genügsam.
Lange kann ich dabei verweilen, ihnen zuzusehen.
Sie rackern sich nicht ab, sie jammern nicht, wie schlecht sie dran sind.
Sie welzen sich nachts nicht im Bett, um ihre Sünden zu beklagen.
Sie öden mich nicht an, indem sie mir ihre Pflichten gegenüber Gott darlegen.
Keines von ihnen ist unzufrieden, keines infiziert vom Wahn,
etwas besitzen zu müssen,
keines beugt vor seinen Artgenossen das Knie,
auch nicht vor irgendeinem, der seit Jahrtausenden tot ist.
Keines hat einen Ruf zu verlieren,
keines von ihnen ist unglücklich über diese Welt.

Walt Whitman, einer der ersten Selfpublisher. Sein bekanntestes Werk „Grashalme“ überarbeitete er sein ganzes Leben. Nun wurde ein bisher unveröffentlichter Roman von ihm entdeckt. Wir dürfen gespannt sein.


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Montagslyriker – Shakespeare, Brecht, Kafka, Frisch, Hesse etc.

Frauen arbeiten in einem Weinberg

Am Montag um sieben,
so steht es geschrieben,
stellt sich ein Montagslyriker vor sein Publikum,
zeigt sein Können, sein Werk,

seine Kunst.
Gibt Einblick,
für unseren Durchblick,
lässt hoffen,
zweifeln,

schenkt Vertrauen.
Die Sonne geht auf,
die Sonne geht unter,
die Montagslyriker stehen irgendwo dazwischen
, am Tag,
in der Nacht,
so ist es mit dem Mond abgemacht.
Seit so frei und
begrüßt in unserer Mitte:

Christin von Margenburg

>>> http://wellen-der-zeit.blogspot.de/

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Montagslyriker – Zerrissene Gardinen in klarer Saphirnacht

Frau im japanischen Kimono

 

Ein Hurra auf die Schönheit, die ihr liebstes Wort in zarte Farben hüllt.
Im roten Wüstensand fand ihr Herz ein schattiges Plätzen, gefühlt mit guten Freunden, verdienter Ruhe und weiter Sicht.

Die Malerin, Lyrikerin und Fotografin
Sibylle Sophie entstaubt die Montagslyriker

>>> http://www.Sibylle-Sophie.de

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Montagslyriker – Möwen fliegen frei

frauen in einer Blumenwiese

Die Möwe sucht einen rechten Fleck, nach langem Flug über tiefes Wasser
Ein Seestern hat zu laut gelacht, zum Mittagessen war er klein gehackt
Ein wenig Ruhe, ein bisschen Zeit, dieses Jahr war das Meer vereist

Möwen fliegen frei, wohin der launische Wind sie trägt
Kein Wunder, die Welt von oben betrachtet ist so viel schöner
Die Luft frischer und der Menschen Kleinkrämerei vergessen.

Möven fliegen frei.

Haltet den Landeplatz frei, am Montag um sieben, so steht es geschrieben, für Doris Brunkert die Hafenmöve
>>> https://dorisbrunkertblog.com/ 

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Glück, Glaube, Gold! Was kostet die Welt Herr Bob Dylan?

Bod Dylan Zitat

Was kostet die Welt, ein Leben, ein glückliches?

Kaffee gibts reichlich, Weltfrieden ist gerade aus, mach das Beste draus, auf der nicht endenwollenden Suche nach was überhaupt, überreichte er den Auftrag.
Kennst Du seinen Namen, betest ihn an, damit er deine Sünden vergibt?
Gestern regnete es, heute scheint die Sonne, niemand weiß, was der Morgen bringt, so oder so steh ich auf, zieh mich an und trink Kaffee.

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Montagslyriker – Architekt der Wörter

Schlittschuhfahren irgendwo in Holland

Deine Worte widerstehen schnelllebiger Versuchung,
verlaufen sich im goldenen Thronsaal geköpfter Herrscher
im Grunde sind sie fröhlich und frei.

Ein solides Haus im hohen Norden, sturmerprobt auf Stein gebaut
Ebbe und Flut, die alten Neider, die zu viel wissen
Lang lebe die Heimat, ewige Sonne am verfaulten Himmel
der in Flammen steht, während der heilige Traum am Horizont vergeht
.

Ein geerdeter Mensch, der hinschaut, denk und glaubt
Ein Architekt, der planvoll Wörter zueinander findet
Bleibt nur noch die Frage:
Kaffee oder Tee?  

Ewald Eden der Architekt bittet zu Tisch.
Guten Appetit, Prost und schönen Abend!
>>> https://worthaus.wordpress.com/

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Ein kleiner starker Mann – Lyrik

Meine Liebe zu dir übersteigt meinen Verstand,  
kein Vergleich hält deiner Güte stand.
Niemals wird ein Tag ohne dich vergehen.  
 
Elvis sah gut aus in seinem weißen Kostüm,  
den diamantbesetzten Wecker am Arm.
Unaufhaltsam lief der Schweiß über sein berühmtes Gesicht,
während ich beschäftigt war im Trüben zu fischen.
 
So viel verloren, leichtfertig verschenkt, 
Geschenke für dich bestimmt.  
Eine Träne zur falschen Zeit,
am rechten Ort.
 
Auf der Tanzfläche beerdigt,
tanzte ich würdelos auf meinem Grab.  
Rücksichtslos vergnügungssüchtig,
selbstverliebt nicht an den Tod gedacht,  
hab ich mit meinen Liebsten Schluss gemacht.  
 
Sinnlosigkeit, Tristesse der Jugend,  
die Liebe, die ein Leben verschwendet,
mit einer Leichtigkeit, die Außenstehenden weh tut, 
so viel Spaß bereitet.  
 
im Verborgenen warst du lange weg,
der Alkohol hat dich versteckt.  
Ein Neugeborenes rettete den Träumer,
ein starker kleiner Mann,  
der so viel mehr bedeutet.
 
Du vertreibst meinem Zorn,  
erträgst meine Wut,
auf dem Weg,
den wir gemeinsam gehen.
 
Du fällst mich an,
zerdrückst mich schier,
freust dich tatsächlich mich zu sehen.
 
Du sagst Papa, ich sag Sohn.

Dankeschön! – Lyrik der Freude

Wäre ich dankbar, könnte ich glücklich sein

Das ganze Jahr hindurch würde ich dich loben, meine Stunden an euch verschenken, jede Minute zuhören und keine Sekunde an mich denken.

Ich würde Danke sagen, nach jedem Wort. Gern geschehen und Bitte sehr!

Gute Nachrichten hören, die es tatsächlich gibt. All die versteckte Hoffnung in meinem Kopf, der Schalk in meinem Rücken, der Frohsinn im Herz. Sie würden leben.

Morgens würde ich aus der Dusche springen, wie Bruce Lee. Dem Schurken das Rückgrat brechen und mein Leben lang die Welt retten.

Ich würde meinen Liebsten zeigen, was ich verborgen hielt. Wünsche lesen, die sich in deinem Auge spiegeln. Hoffnung überreichen, nach einem verlorenen Tag.

Wäre ich dankbar, würde ich sagen:
Dankeschön!

Montagslyriker – Verwalter der Gedanken

Paar auf Sofa

Zunächst einmal „Gesundheit!“
Kann momentan wahrscheinlich jeder gebrauchen.
Am Montag um sieben, so steht es geschrieben.

Gedanken
pflücken, formen, schenken
aus reinem Wohlgefallen
zur Freude aller.

Gedanken
achtlos in die Luft geworfen
überschlagen sie sich
und finden Halt
beim Gedankenarchivar.

Bewahrerin der Schätze
Hüterin der Gedanken
Gedankenarchivar
>>> https://gedankenkinder.wordpress.com/

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Willkommen im Jahr 2017! „Neujahrsansprache“

Neujahrsbild für 2017

Mia die Wahrhaftige, unsere erste Montagslyrikerin

und aufstrebendes Licht in der Literaturwelt, erklärte sich bereit die Neujahrsrede zu halten. Ich bitte um Aufmerksamkeit, hebt die Tassen und spitzt die Lauscher:

Nun wurden wir also ins Jahr 2017 katapultiert und sind seit ein paar Tagen auch schon mittendrin. Ein paar Hoffnungen wurden schon wieder zerschlagen und ein paar der guten Vorsätze schon wieder über Bord geworfen. Aber vielleicht setzt man sich eben auch selbst zu sehr unter Druck und hat zu hohe Ansprüche. Nur weil auf dem Kalender eine andere Zahl steht, heisst dass nicht, dass plötzlich alles anders wird und die Welt sich plötzlich in eine andere Richtung dreht. Vielleicht sollte man einfach entspannter sein und das alte Jahr auch mal Revue passieren lassen. Nicht immer war alles mies und schlecht. Es gab doch auch hier und da recht viel Schönes. Dafür darf man eben auch sehr dankbar sein und man darf sich eben auf das Schöne, was in diesem Jahr noch so für jeden einzelnen kommt, freuen. Ich bin sehr dankbar hier zu sein und wollte mich mal bei den Montagslyrikern bedanken. Zum Ausklang des letzten Jahres und als Neujahrsbeitrag für euch meine liebsten Wünsche. Seien wir mal ehrlich: Gute Vorsätze halten viele ja doch nicht ein, aber  Wünsche bleiben.
Hier also meine Neujahrswünsche an euch alle….

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Montagslyriker – Neujahrsüberraschungsgeburtstagskind

Mädchen sitzt in einer Wiese

Du kommst aus dem feiern nicht raus. Hast Weihnachten halbwegs überstanden, Silvester durchgemacht und Neujahr mit Kamillentee im Bett gelegen. Heute ist Montag um sieben, so steht es geschrieben und das Fest geht mit einer Überraschung weiter.

Maria die Geheimnisvolle
geboren am 02.Januar
feiert Geburtstag mit uns!

Unser Geburtstagskind lebe hoch, hoch, hoch über den Wolken.
Schenken wir unsere Zeit und Aufmerksamkeit
unser Wohlwollen
schenken wir ein neues Jahr.

Maria die Geheimnisvolle schreibt auf
>>> https://www.facebook.com/schreibend

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Helden der Lyrik – Ein 36-seitiges Magazin der glorreichen Zwölf

Magazin der Montagslyriker

Im Kampf für die Freiheit

Wie versprochen erscheinen die Montagslyriker
als Gesamtausgabe zum unters Kopfkissen legen
und träumen.

12 Montagslyriker retteten uns den Montag,
die Woche, das ganze Jahr. Sie stellten sich den
fünf Fragen des Lebens, präsentierten ihre
liebsten Gedanken und ließen die Hose runter.

Helden der Lyrik!

Mia, Timo, C-Marie, Marina, Thomas, Wortsonate, Nachtpoetin, Jana, Insa, Joaquim, Guido und Poeta.
Ihr habt uns geehrt und den Montag gerettet!

Die Montagslyriker zum bestaunen auf dem Bildschirm
(als pdf. mit Doppelseiten):

>>> Montagslyriker // 2017 // Im Kampf für die Freiheit herunterladen
(einfach drauf klicken)

Seite aus den Montagslyrikern
Dein Montagslyriker-Magazin als pdf. zum anschauen und lieb haben

Wer die Montagslyriker zum kuscheln ausdrucken möchte, sollte diese Datei herunterladen (DIN A4 Einzelseiten-pdf.):

>>> Montagslyriker // 2016 // Im Kampf für die Freiheit zum ausdrucken …
(einfach drauf klicken)

Mitte September auf die Welt gekommen, entwickelten sich die Montagslyriker von Woche zu Woche. Ein spannende Zeit während der wir dahin schmolzen, ausgiebig lachten, diskutierten, neue Freunde und Freundinnen fanden und unseren Lesern den Montag retten. Die Montagslyriker haben in der kurzen Zeit von gerade drei Monaten einiges erreicht, vieles liegt noch vor uns. Grund genug um für ein paar Tage abzuschalten und die Beine hoch zulegen.

Unser Dank gilt besonders Prinz Prospero, der uns mit seiner Idee und den vielen Kommentaren unterstützte und ohne den viele gar nicht zu den Montagslyrikern gefunden hätten. Allerdings steht er im nächsten Jahr nicht mehr für die Montagslyriker zur Verfügung. Alles gute Prinz Prospero, halt die Ohren steif und bleib auf Kurs!

Außerdem hat uns Mia die Wahrhaftige eine Überraschung versprochen, ein Neujahrsding für Donnerstag, den 05.01. Keine Ahnung was da auf uns kommt aber bestimmt was tolles, schönes, spannendes …

OK, genug geschwätzt! Ich wünsche allen Dichtern, Lesern und Freunden der Montagslyriker eine hemmungslose Zeit des Nichtstuns, der göttlichen Besinnung, Völlerei und gechilltes Abhängen mit Familie und Freunden. Lasst es euch gut gehen, feiert willenlos und trinkt so viel ihr könnt

Am 02.Januar 2017 lesen wir uns wieder. Mit einer Überraschung, versprochen!
Am Montag um sieben, so steht es geschrieben!

Hier sind unsere Helden daheim:
Mia: https://miasraum.wordpress.com/
Timo: https://lyrikpoemversgedicht.wordpress.com/
C-Marie: https://fighterworldblog.wordpress.com/
Marina: https://marinasgedichte.wordpress.com/
Thomas: http://thomaslhunter.blogspot.de/
Wortsonate: https://wortsonate.wordpress.com
Nachtpoetin: https://poetischesleben.wordpress.com
Jana: https://lebenwieich.wordpress.com/
Insa: https://maedcheninrot.wordpress.com/
Joaquim: https://hansjoachimantweiler.wordpress.com/
Guido: https://lyrikraum.wordpress.com/
Poeta: https://herzhuepfen.com/

Montagslyriker – Aas Bitch Herz Dame

Nackte Frauen im Wasser

 

Terence Horn tischt auf, lässt es krachen und bittet zu Tisch. Poeta die Herzdame ist zu Gast.

Schenkt ein, so viel ihr könnt, berauscht euch und nehmt euch in acht! Heute werden andere Seiten aufgeschlagen …

>>> http://www.herzhuepfen.com

Montagslyriker – Aas Bitch Herz Dame weiterlesen

Sturz aus dem Paradies – fränkisches Heimatgedicht

Gott und Frau Jean-Auguste-Dominique Ingres
Terence Horn in Würzburg

An Weihnachten kehr ich heim, schreib Gedichte
und erinnere mich an meine Stadt:

1988 kam ich endlich raus. Zumindest vormittags kehrte ich meiner Kleinstadt den Rücken und besuchte fortan eine Schule in Würzburg. 16 Jahre alt und ein „schwieriger Schüler“, der unendlich froh war, was neues zu erleben. Zum Beispiel begann die Schule fortan um neun, da unser Schulbus meist Verspätung hatte und wenn nicht, behaupteten wir es einfach. Von Oktober bis April war der „Schnee“ schuld, dazwischen lagen die Ferien und andere Ausreden. Die geschenkte Stunde verbrachten wir in den Cafés der Stadt, tranken Cappuccino,schrieb Gedichte und schlugen die Zeit tot. Ab der zehnten Klasse schenkte ich mir auch die anderen Stunden und wurde zum selten gesehen Gast in der Schule und zum Stammgast in den Cafés und Kneipen. So begann meine Liebe zu Würzburg. Der Stadt, die mich fortan nicht mehr loslassen sollte. Nach der Schule absolvierte ich eine Lehre zum Großhandelskaufmann bei einem damals weitbekannten Schraubengroßhändler in der Innenstadt. Dort sammelte ich genügend Stoff für unzählige Kurzgeschichten und ein Kapitel in meinem Roman „Lucia – Mein liebster Wahnsinn“. Ich hing so viel in Würzburg ab, dass ich auch gleich hinziehen konnte. Mit zwei Freunden bezogen wir eine kleine 3-Zimmer Wohnung in der Innenstadt und ab da wurde es wild. Unter der Woche hingen wir in der Tomate ab, im Kult oder tanzten im Laby und am Wochenende kam keiner am Rockpalast vorbei. Zumindest solange bis im Airport Techno auflegt wurde, aber das ist eine andere Geschichte.

 

Auf ein Cocktail
in die Tomate
Zwei Bier im Kult
selbst am Nebentisch
lachten sie sich kugelrund

Den Reim müsst
ihr verzeihn
mein Herz
war hier daheim

Fürs Leben gern
ein Teil von Dir
trennte uns die Geldgier

Im Schwabenland
malochen geh
konnt ich nicht mehr
die Festung sehn.

Heut bereu ich
denk an dich zurück
an die schöne Zeit
und wünsch mir mein
Würzburg
zurück.


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19 Gedichte über Sinn und Unsinn des Lebens,
ewige Liebe, frühen Tod und wilde Tiere.
Blick in die Zukunft. Futter für die Seele.
Als E-Book oder Taschenbuch erhältlich …

Die Liebe hört niemals auf – Hohelied der Liebe

Gemälde, Frau schneidet mann Kehle durch

Hohelied der Liebe von Paulus

Die Liebe ist langmütig
die Liebe ist gütig.

Sie ereifert sich nicht,
sie prahlt nicht,
sie bläht sich nicht auf.

Sie handelt nicht ungehörig,
sucht nicht ihren Vorteil,
lässt sich nicht zum Zorn reizen,
trägt das Böse nicht nach.

Sie freut sich nicht über das Unrecht,
sondern freut sich an der Wahrheit.

Sie erträgt alles,
glaubt alles,
hofft alles,
hält allem stand.

Die Liebe hört niemals auf.

Das Hohelied der Liebe ist das 13. Kapitel des 1. Korintherbriefs, geschrieben von Paulus von Tarsus.

Was ist Liebe? Was will Sie? Wie wirkt die Liebe? Dieses Gedicht gibt die Antwort, von keinem geringeren als Paulus von Tarsus.

Mein Dank an Poeta, die mich auf diese schönen Zeilen hinwies. Es gibt also auch schöne, wunderbare Zeilen in der Bibel. Die Liebe bleibt, komme was wolle. Allein der Glaube macht sie stark, setzt sie auf ein Fundament. Die Liebe ist überall, im Detail, im Alltag, unter den Frauen und den Männern, bei der Arbeit und auch im Hass.


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Die Liebe

Der unausgefüllte Raum, ein Eldorado für Montagslyriker

Blumen, Diamanten, Schmetterlinge
@ Terence Horn

Advent, Advent, die Einkaufstüte brennt

Von drauß, vom einkaufen komm ich her;
ich muss euch sagen, die Leute spinnen doch sehr!
Überall in den Kaufhäusern
sah ich sagenumwobene Sonderangebote blitzen,
Menschenmassen ohne Ende
drückten, flüchten und beschimpften.

Und wie ich wanderte zwischen finsteren Visagen,
da rief es mich mit heller Stimme:
„Terence Horn“, rief es, „du geiziger Schwab,
lass gut sein und komm schnell!
Konsum kann uns mal,
der Raum zur Lyrik ist aufgetan,
alt und jung sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn,
am Montag um sieben, so steht es geschrieben!“

Terence Horn und Prinz Prospero nehmen den Gang raus, schalten die Standheizung an und steigen ein, in den Lyrikraum von Guido Jaackson Wilms
>>> http://lyrikraum.wordpress.com

Der unausgefüllte Raum, ein Eldorado für Montagslyriker weiterlesen

Die Liebe – ein Erklärungsversuch, ein Gedicht

Mohn blume als Poster
@ Terence Horn

Die Liebe

Zwischen dem Versprechen
nach ewiger Liebe
und dem abschließenden
„Du musst loslassen“
liegt Vergangenheit
und Zukunft.

Dazwischen
aber keine Gegenwart.

Das bringt jetzt keinen weiter
aber so
ist die Liebe.

Komplett
unverständlich.

 Gedicht von Stephan Rossmann


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