„Unter Tieren“ ein Gedicht von Walt Whitman

Unter Tieren zu leben, fiel mir leicht.
Sie sind schweigsam und genügsam.
Lange kann ich ihnen zusehen.
Tiere rackern sich nicht ab, jammern nicht.
Sie wälzen sich nicht im Bett, ihre Sünden beklagend.
Tiere öden mich nicht an, mit ihren angeblichen
Pflichten Gott gegenüber.
Nie sind sie unzufrieden.
Geimpft gegen den Wahn zu besitzen.
Kein Tier beugt sich vor seinesgleichen.
Vor keinem, seit Jahrtausenden tot.
Kein Tier verliert einen Ruf.
Keines ist unglücklich über diese Welt.

Walt Whitman, die Stimme Amerikas. Aus einer anderen Zeit. Sein bekanntestes Werk „Grashalme“ überarbeitete er sein ganzes Leben. Nun wurde ein bisher unveröffentlichter Roman von ihm entdeckt. Wir dürfen gespannt sein.
(übersetzt von Stephan Rossmann)

Das Ende der Welt – ein Gedicht

Gedicht von Stephan Rossmann

Danach kommt nichts mehr

Das Ende der Welt

Bin ich froh, hier zu sein

Kein Laut, kein Sein.

Schön ist es, ein ganz besonderer Fleck

An dem ich nicht bleiben darf

Nicht heute, morgen oder übermorgen

Die gleiche Strecke zurück.

Gleich bin ich bei dir, geliebtes Leben

Atmen, ich muss atmen

Ein und aus, mehr muss ich nicht

Dem Licht entgegen, schaff ich es nicht.

Stephan Rossmann, irgendwann 2017.

 

Ein Tag Sommer – Gedicht

Ein Tag Sommer

Versteckte Tränen, schweres Blut, warmer Stein

An diesem einen Tag, im verregneten Mai

Leiser Wüstenwind wehte über die Berge

Weckte den Sommer in der Stadt

Eine Ahnung, ein Gefühl, ein gern gesehener Leichtsinn

von Stephan Rossmann

Gesammelter Lesestoff von Charles Bukowski

Bücher von Charles Bukowski

Lesestoff vom Meister

Hab heute mal meine Sammlung an Bukowski Lesestoff rausgeholt und da kam doch einiges zusammen. 24 Bücher, gar nicht mal so schlecht. Auf das in der Mitte lege ich besonderes Augenmerk. Eine Originalausgabe aus den 70ern. Hab ich durch Zufall geschenkt bekommen, über einen Typ auf facebook, den ich gar nicht kannte.

Ich mag Hunde lieber als Menschen, und Katzen lieber als Hunde. Und mich, besoffen in meiner Unterwäsche aus dem Fenster schauend, am liebsten.

Charles Bukowski, Amerikanischer Autor, Dichter und so weiter.
Geboren am 16. August 1920 in Andernach, gestorben am 9. März 1994 in San Pedro.

Die Montagslyriker ziehen um

Man mit Bild unter dem Arm

Montagslyriker ab 1. Mai bei Mia

Richtig gelesen! Die Montagslyriker haben ein neues Zuhause gefunden, vergrößern sich und zwar auf dem Blog unserer Mia. Mia wird gemeinsam mit ihrer Freundin Christiane ab Mai die Montagslyriker präsentieren.

Wie ich schon mitteilte, nehmen mich meine eigenen Projekte voll in Anspruch. „Engelhorn“ startet die nächsten Tage, mein zweiter Roman entwickelt sich und so weiter und so fort. Kurzum, mir fehlt die Zeit ein so tolles Projekt wie die Montagslyriker entsprechend zu pflegen.

Mia verfügt durch ihr Studium über den nötigen Hintergrund, hängt sich mit Leib und Seele rein und sie sieht auch noch gut aus. Was will man mehr? Am besten noch so ein cleveres Mädel. Christiane steigt mit ein, bringt frische Ideen ins Spiel und wird für einige Überraschungen sorgen.

Am besten ihr schaut euch schon mal bei Mia um:

>>> https://miasraum.wordpress.com

Der Fahrplan steht: Am 1. Mai stellen sich Mia und Christiane vor, präsentieren ihr neues Konzept und am 8. Mai wird der nächste Montagslyriker auf die Bühne gehoben. In vier Wochen gehts also schon wieder weiter, früher als gedacht, aber so sind sie halt, die Montagslyriker, immer für eine Überraschung gut.

Machts gut, genießt den Frühling und haltet die Ohren steif.
Euer
Terence


Wir wissen nicht, wie groß wir sind,
bis sie uns zum Aufstehen zwingen.

Und wenn wir es dann wirklich tun,
wird unser Kopf durch die Wolken dringen.

Emily Dickinson

Gedicht von Emily Dickinson – Vor aller Lehmgestalt!

Emily Dickinson, Amerikansiche Dichterin

Vor aller Lehmgestalt

Von allen Seelen, die Gott erschuf
Hab ich eine erwählt
Als sich der Sinn vom Geist getrennt
Und Ausreden nichts mehr zählten
Was ist und was war
Steht wahrhaftig für sich
Dieses kurze Erdenstück
Treibsand, der vergeht
Formen, die Liebreiz zeigen
Im Nebel aufgelöst
Siehe die Urform, die ich erdacht
Vor aller Lehmgestalt!

Emily Dickinson
(übersetzt von Stephan Rossmann)

Emily Dickinson, die größte unter der Sonne, lebte ungefähr zur selben Zeit wie Walt Whitman. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass sie sich jemals begegneten. Die gute Frau verließ so gut wie nie das Haus, selten ihr Zimmer. Trotzdem war ihr Geist groß genug um solch schöne Worte zu produzieren. Selbst veröffentlichte sie gar keine Gedichte, war scheu und litt an Depressionen. Eine besondere Frau, deren Schönheit weiterlebt.

Emily Dickinson, Lyrik einer amerikanischen Dichterin

Emily Dickinson, Amerikanische Dichterin

Weil ich für den Tod nicht halten darf (Because I could not stop for Death)

Weil ich für den Tod nicht halten darf
Nahm er mich freundlicherweise mit
Im Karren saßen er und ich
Und die Unsterblichkeit.

Wir fuhren langsam – er kannte keine Eile
Und ich warf fort
Mein Lebenswerk, samt Muße
Für seine Höflichkeit.

Vorbei an der Schule, wo Kinder lernen
In der Pause in den Ring zu steigen
Vorbei an Feldern, die ein Auge auf uns warfen
Vorbei am Sonnenuntergang.

Wir hielten an einem Haus
Nicht mehr als ein Haufen in der Landschaft
Ein Dach war sonderbar zu erkennen
Der Sims versank im Erdreich.

Seitdem vergingen die Jahrhunderte
Jedes schneller als ein Tag
Bis die Köpfe der Pferde verschwanden
In der Ewigkeit.

Emily Elizabeth Dickinson (amerikanische Dichterin) wurde am 10. Dezember 1830 in Amherst, Massachusetts geboren. Sie verließ den Ort nie, selten überhaupt ihr Zimmer und starb am 15. Mai 1886. Die meisten ihrer Gedichte wurden erst nach ihrem Tod veröffentlicht. Für mich die größte Dichterin überhaupt.

„Obwohl Emily Dickinson fast ihr ganzes Leben in ihrem Haus verbrachte, ist ihr lyrisches Werk von enormer Weite geprägt. Emily Dickinsons begrenzter Erfahrungsradius hat ihr Schaffen nicht eingeschränkt, sondern gefördert, denn sie war mittels ihrer Vorstellungskraft in der Lage, die kleine und überschaubare Welt, in der sie lebte, in eine große Welt zu verwandeln.“ Zitat Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Emily_Dickinson

„To make a prairie it takes a clover and a bee,
one clover, and a bee,
And revery.
The revery alone will do,
If bees are few.“

Die Tragik des Lebens – Zitat des Herrn Ringelnatz

Briefmarke mit nackter Frau

Ein männlicher Briefmark erlebte
Was Schönes, bevor er klebte.
Er war von einer Prinzessin beleckt.
Da war die Liebe in ihm geweckt.
Er wollte sie wiederküssen,
Da hat er verreisen müssen.
So liebte er sie vergebens.
Das ist die Tragik des Lebens.

Joachim Ringelnatz – Zitat-Meister

(geboren am 7. August 1883 in Wurzen : gestorben am 17. November 1934 in Berlin)

Der gute Mann hatte über dreißig Jobs (hauptsächlich als Seemann) bevor er einigermaßen zu Geld kam. Also fast so viele ich, und ich bin noch nicht zu Geld gekommen. Bemerkenswert, dass einer von Ringelnatz Wünschen von seiner Geburtsstadt Wurzen  doch noch erfüllt wurde. Zu seinem 125. Geburtstag benannten sie ein Gässchen nach ihm:

Die Tragik des Lebens – Zitat des Herrn Ringelnatz weiterlesen

Montagslyriker Magazin 01/2017 – Freudig springt der Frühling herbei

Ausgabe 2 der montaglayriker

Freudig springt der Frühling herbei

Die zweite Ausgabe der Montagslyriker
für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.
Mein besonderer Dank an Mia für Idee und Motivation
und an Vincent für die wunderbaren Bilder.

10 Montagslyriker retteten uns den Montag,
die Woche, das ganze Jahr. Sie stellten sich den
fünf Fragen des Lebens, präsentierten ihre
liebsten Gedanken und ließen die Hose runter.

Helden der Lyrik!

Maria, Gedankenarchivar, Chéle Deni, Judith, Ewald, Doris, Sibylle,
Christin, Madame Hava, Sugar4all.
Am Montag um sieben, so steht es geschrieben,
hab ihr uns die Welt gerettet.

Montagslyriker Magazin 01/2017 – Freudig springt der Frühling herbei weiterlesen

Gesang von mir Selbst, von Walt Whitman (US-Dichter)

Walt Whitmann auf einem Foto

Gedicht über den Schwätzer

Ausschnitt aus Walt Whitmans „Gesang von mir Selbst“
Walter Whitman (geboren am 31. Mai 1819 : gestorben am 26. März 1892, US-amerikanischer Dichter.) Vielen bekannt aus dem Film „Club der toten Dichter“. Jedoch hatte Whitman weitere Auftritte, u.a. bei den Simpsons, Dr. Quinn, Jim Jarmusch, Footloose, Kurt Tucholsky und so weiter. Sein Hauptwerk heißt Leaves of Grass (Grashalme). Bedenkt man die Zeit, zu der Walt Whitman lebte, so war er seiner Zeit wohl weit voraus. Im Wilden Westen herrschten die Colts, in Deutschland dutzende Fürsten und Könige, Hungerkrisen in Europa ließen die Menschen als Flüchtlinge in die USA auswandern, Charles Darwin publiziert seine Theorie über die Evolution, Whitman schreibt über die Natur, homosexuelle Neigungen, verehrt den Transzendentalismus.

… Ich hörte, was die Schwätzer schwatzen, Geschwätz von Anfang und Ende. Ich aber schwatze nicht von Anfang oder Ende.

Niemals war mehr Anfang als jetzt,
nie mehr Jugend und Alter als jetzt,
nie war mehr Vollkommenheit als jetzt,
nie mehr Himmel und Hölle als jetzt.

Trieb und Trieb und Trieb,
stets der zeugende Trieb der Welt …

Weitere Infos gerne auf Wikipedia
oder The Walt Whitman Archive

Montagslyriker – Mit Rilke, Haruki und James in der Absinth-Bar

Mann verliert den kopf

Den Narren den Rücken gekehrt,
die ersten Schneeglöckchen geköpft,
lüften die Montagslyriker durch,
lassen den Frühling herein und reißen den Vorhang entzwei.

Madame Hava die Romantische schenkt aus,
an der Absinth-Bar,
in wilden Wäldern,
an unsichtbare Dämonen
und zarte Märchenerzähler:
http://hanna-linn.de/

Montagslyriker – Mit Rilke, Haruki und James in der Absinth-Bar weiterlesen

Das Sauerkrautgesicht – ein Gedicht fürs Volk

Die Auferstehung einer verlorenen Liebe

Der deutscheste Deutsche besiegte zuerst sich selbst,
Ursprung und Lösung all unserer Probleme, liebster Zeitvertreib.
Ein erloschenes Herz, das keine Ruhe fand, als Repräsentant der Völker durch Europas schmutzige Sumpflandschaften irrte.
Gott segne ihn, den geheimnisvollen Unbekannten.

Der deutscheste Deutsche, aus dem Nichts geboren, ein Sauerkrautgesicht mit Fischaugen. Bejubelter Witz, im erlauchten Kreis ungenutzter Möglichkeiten. König des sittlichen Empfindens, Retter, Heiland und Erlöser, verspricht seinem Volk Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.
Ein Gummibärchen auf dem Weg zu wahrer Macht.
Gott sehne ihn, den designierten Imperator.

Der deutscheste Deutsche lüftet die Maske, gibt sich als einsamer Reiter,
in dunkelster Nacht zu erkennen, dem es erlaubt sei zu sprechen,
weil er sich als flüchtiger Furz erwies. Ein laues Lüftchen,
welches fröhlich und unerschrocken verpufft. Ein Goldfisch im Piranhabecken skrupelloser, verrückter, unberechenbarer Staatenlenker.
Gott segne ihn, den deutschesten Deutschen.

Gedicht von Stephan Rossmann

 

 

Montagslyriker – Shakespeare, Brecht, Kafka, Frisch, Hesse etc.

Frauen arbeiten in einem Weinberg

Am Montag um sieben,
so steht es geschrieben,
stellt sich ein Montagslyriker vor sein Publikum,
zeigt sein Können, sein Werk,

seine Kunst.
Gibt Einblick,
für unseren Durchblick,
lässt hoffen,
zweifeln,

schenkt Vertrauen.
Die Sonne geht auf,
die Sonne geht unter,
die Montagslyriker stehen irgendwo dazwischen
, am Tag,
in der Nacht,
so ist es mit dem Mond abgemacht.
Seit so frei und
begrüßt in unserer Mitte:

Christin von Margenburg

>>> http://wellen-der-zeit.blogspot.de/

Montagslyriker – Shakespeare, Brecht, Kafka, Frisch, Hesse etc. weiterlesen

Montagslyriker – Zerrissene Gardinen in klarer Saphirnacht

Frau im japanischen Kimono

 

Ein Hurra auf die Schönheit, die ihr liebstes Wort in zarte Farben hüllt.
Im roten Wüstensand fand ihr Herz ein schattiges Plätzen, gefühlt mit guten Freunden, verdienter Ruhe und weiter Sicht.

Die Malerin, Lyrikerin und Fotografin
Sibylle Sophie entstaubt die Montagslyriker

>>> http://www.Sibylle-Sophie.de

Montagslyriker – Zerrissene Gardinen in klarer Saphirnacht weiterlesen

Montagslyriker – Möwen fliegen frei

frauen in einer Blumenwiese

Die Möwe sucht einen rechten Fleck, nach langem Flug über tiefes Wasser
Ein Seestern hat zu laut gelacht, zum Mittagessen war er klein gehackt
Ein wenig Ruhe, ein bisschen Zeit, dieses Jahr war das Meer vereist

Möwen fliegen frei, wohin der launische Wind sie trägt
Kein Wunder, die Welt von oben betrachtet ist so viel schöner
Die Luft frischer und der Menschen Kleinkrämerei vergessen.

Möven fliegen frei.

Haltet den Landeplatz frei, am Montag um sieben, so steht es geschrieben, für Doris Brunkert die Hafenmöve
>>> https://dorisbrunkertblog.com/ 

Montagslyriker – Möwen fliegen frei weiterlesen

Gestern sah ich dich wieder – deutsches Schmähgedicht

Der Dichter verflucht die Vergangenheit

Bevor ich Dich traf
war es leicht
ich war ganz unten
hatte nichts zu verlieren.

Ich wünschte Dir Herpes, Krätze und Gicht
Nein! Ich verfluchte Dich
aber dieses Gesicht verdienst Du nicht
Wie konntest Du dir so etwas antun?

Ich lernte Dich in der WG der verdammten Seelen kennen
musste Dich einfach lieben
Selbst wenn Dir der Teufel direkt in die Augen schaute
konnte er Deine Schönheit nicht glauben
Wie also sollte ich Dir böse sein?

Gestern sah ich Dich wieder
auf dem blau gefärbten Friedhof der hässlichen Fratzen
ein Freund gab mir den Tipp
Du warst nur einen Klick entfernt.

Allein warst Du nie
gehörtest zu jeder Zeit einem anderen
in der Stadt der abgerissen Bärenköpfe
lagst Du im Bett mit dem hübsch frisierten Gangster.

Deine Geschäfte waren eine Nummer zu groß
Dein Angebot zu verlockend
mein Herz für Dein flüchtiges Vergnügen
Wie hätte ich widerstehen können?

Mag sein, Du hast viele Herzen gebrochen
ernst gemeinte Gefühle übers Ohr gehauen
Seelen in den Wahnsinn getrieben
gelangweilt hast Du jemanden.

Gedicht von Terence Horn, fränkischer Träumer und Freibeuter

Montagslyriker – Architekt der Wörter

Schlittschuhfahren irgendwo in Holland

Deine Worte widerstehen schnelllebiger Versuchung,
verlaufen sich im goldenen Thronsaal geköpfter Herrscher
im Grunde sind sie fröhlich und frei.

Ein solides Haus im hohen Norden, sturmerprobt auf Stein gebaut
Ebbe und Flut, die alten Neider, die zu viel wissen
Lang lebe die Heimat, ewige Sonne am verfaulten Himmel
der in Flammen steht, während der heilige Traum am Horizont vergeht
.

Ein geerdeter Mensch, der hinschaut, denk und glaubt
Ein Architekt, der planvoll Wörter zueinander findet
Bleibt nur noch die Frage:
Kaffee oder Tee?  

Ewald Eden der Architekt bittet zu Tisch.
Guten Appetit, Prost und schönen Abend!
>>> https://worthaus.wordpress.com/

Montagslyriker – Architekt der Wörter weiterlesen

Ein kleiner starker Mann – Lyrik

Meine Liebe zu dir übersteigt meinen Verstand,  
kein Vergleich hält deiner Güte stand.
Niemals wird ein Tag ohne dich vergehen.  
 
Elvis sah gut aus in seinem weißen Kostüm,  
den diamantbesetzten Wecker am Arm.
Unaufhaltsam lief der Schweiß über sein berühmtes Gesicht,
während ich beschäftigt war im Trüben zu fischen.
 
So viel verloren, leichtfertig verschenkt, 
Geschenke für dich bestimmt.  
Eine Träne zur falschen Zeit,
am rechten Ort.
 
Auf der Tanzfläche beerdigt,
tanzte ich würdelos auf meinem Grab.  
Rücksichtslos vergnügungssüchtig,
selbstverliebt nicht an den Tod gedacht,  
hab ich mit meinen Liebsten Schluss gemacht.  
 
Sinnlosigkeit, Tristesse der Jugend,  
die Liebe, die ein Leben verschwendet,
mit einer Leichtigkeit, die Außenstehenden weh tut, 
so viel Spaß bereitet.  
 
im Verborgenen warst du lange weg,
der Alkohol hat dich versteckt.  
Ein Neugeborenes rettete den Träumer,
ein starker kleiner Mann,  
der so viel mehr bedeutet.
 
Du vertreibst meinem Zorn,  
erträgst meine Wut,
auf dem Weg,
den wir gemeinsam gehen.
 
Du fällst mich an,
zerdrückst mich schier,
freust dich tatsächlich mich zu sehen.
 
Du sagst Papa, ich sag Sohn.

Montagslyriker – Die Göttin meiner Kindheit

 Sterne in der Nacht

Kinder sind unsere besten Freunde, Seelentröster.
Immer in Bewegung, stets was zu tun, halten sie uns auf Trap.

Kinder sind der Sinn im Leben, unsere Zukunft.
Kinder lieben Bücher, aus denen wir ihnen vorlesen,
wollen jeden Tag etwas neues lernen und bleiben neugierig.

Kinder sind sehr schlau!

Die Stuttgarter Montage gehen weiter, heute mit der Kinderbuchautorin Judith Johannsen
http://www.judith-johannsen.de

Montagslyriker – Die Göttin meiner Kindheit weiterlesen