„Unter Tieren“ ein Gedicht von Walt Whitman

Unter Tieren zu leben, fiel mir leicht.
Sie sind schweigsam und genügsam.
Lange kann ich ihnen zusehen.
Tiere rackern sich nicht ab, jammern nicht.
Sie wälzen sich nicht im Bett, ihre Sünden beklagend.
Tiere öden mich nicht an, mit ihren angeblichen
Pflichten Gott gegenüber.
Nie sind sie unzufrieden.
Geimpft gegen den Wahn zu besitzen.
Kein Tier beugt sich vor seinesgleichen.
Vor keinem, seit Jahrtausenden tot.
Kein Tier verliert einen Ruf.
Keines ist unglücklich über diese Welt.

(übersetzt von Stephan Rossmann)

Walt Whitman, die Stimme Amerikas. Aus einer anderen Zeit. Walt Whitman kam als Sohn eines Zimmermanns und einer Quäkerin auf die Welt. Walt war das Zweitgeborene von neun Kindern. Aufgewachsen als Großstadtkind, verließ er mit 12 Jahren die Schule. 1830 arbeitete er als Lehrling in Brooklyn. Nebenbei las er die Werke von Homer, Dante und Shakespeare. 1836 zog er nach Long Island und wurde Lehrer. In seiner Heimatstadt Huntington veröffentlichte er die Zeitung Long Islander. 1855 dann die erste Version des Gedichtbandes „Leaves of Grass“. Whitman überarbeitete und erweiterte den Band immer wieder, bis zur letzten Fassung 1891, mit annähernd 400 Gedichten. Im Bürgerkrieg diente Walt als Pfleger und lernte die Schrecken des Krieges kennen. Seine Anstellung im Innenministerium verlor er wegen Unsittlichkeit seiner Dichtung. 1873 erlitt er einen Schlaganfall. Nun wurde ein bisher unveröffentlichter Roman von ihm entdeckt. Wir dürfen gespannt sein.


titel, Cover von Feier AbendFeier Abend – Grünschnabel und alte Hasen
19 Gedichte über Sinn und Unsinn des Lebens,
ewige Liebe, frühen Tod und wilde Tiere.
Blick in die Zukunft. Futter für die Seele.
Als E-Book oder Taschenbuch erhältlich …

Das Ende der Welt – ein Gedicht

Gedicht des Stuttgarter Künstlers Stephan Rossmann

Flamingos in der Sonne, Lesestoff der Verpflichtet, Poster und Plakat
Schwäne am Strand. Mehr Bilder auf www.malerei-stuttgart.de

Danach kommt nichts mehr

Das Ende der Welt

Bin ich froh, hier zu sein

Kein Laut, kein Sein.

Schön ist es, ein ganz besonderer Fleck

An dem ich nicht bleiben darf

Nicht heute, morgen oder übermorgen

Die gleiche Strecke zurück.

Gleich bin ich bei dir, geliebtes Leben

Atmen, ich muss atmen

Ein und aus, mehr muss ich nicht

Dem Licht entgegen, schaff ich es nicht.

Gedicht von Stephan Rossmann, erstellt irgendwann im Jahr 2017 in Stuttgart. Mehr Gedichte von ihm sind im Gedichtband „Feier Abend“ erschienen.


titel, Cover von Feier Abend

Feier Abend – Grünschnabel und alte Hasen
19 Gedichte über Sinn und Unsinn des Lebens,
ewige Liebe, frühen Tod und wilde Tiere.
Blick in die Zukunft. Futter für die Seele.
Als E-Book oder Taschenbuch erhältlich …

Ein Tag Sommer – Gedicht

Poster mit Blumen und Sternen und Schmetterlingen
Mehr Bilder auf www.malerei-stuttgart.de

Ein Tag Sommer

Versteckte Tränen, schweres Blut, warmer Stein

An diesem einen Tag, im verregneten Mai

Wehte stiller Wüstenwind über die Berge

Weckte den Sommer in der Stadt

Eine Ahnung, ein Gefühl, ein gern gesehener Leichtsinn

Gedicht über diesen einen besonderen Tag, von Stephan Rossmann (Stuttgarter Künstler, der sich mit Posterdesign und Naiver Malerei beschäftigt). Außerdem veröffentlichte er bisher zwei Romane und zwei Gedichtbänder.


titel, Cover von Feier AbendFeier Abend – Grünschnabel und alte Hasen
19 Gedichte über Sinn und Unsinn des Lebens,
ewige Liebe, frühen Tod und wilde Tiere.
Blick in die Zukunft. Futter für die Seele.
Als E-Book oder Taschenbuch erhältlich …

Gesammelter Lesestoff von Charles Bukowski

Bücher von Charles Bukowski

Lesestoff vom Meister

Hab heute mal meine Sammlung an Bukowski Lesestoff rausgeholt und da kam doch einiges zusammen. 24 Bücher, gar nicht mal so schlecht. Auf das in der Mitte lege ich besonderes Augenmerk. Eine Originalausgabe aus den 70ern. Hab ich durch Zufall geschenkt bekommen, über einen Typ auf facebook, den ich gar nicht kannte.

Ich mag Hunde lieber als Menschen, und Katzen lieber als Hunde. Und mich, besoffen in meiner Unterwäsche aus dem Fenster schauend, am liebsten.

Charles Bukowski, Amerikanischer Autor, Dichter und so weiter.
Geboren am 16. August 1920 in Andernach, gestorben am 9. März 1994 in San Pedro.

Die Montagslyriker ziehen um

Man mit Bild unter dem Arm

Montagslyriker ab 1. Mai bei Mia

Richtig gelesen! Die Montagslyriker haben ein neues Zuhause gefunden, vergrößern sich und zwar auf dem Blog unserer Mia. Mia wird gemeinsam mit ihrer Freundin Christiane ab Mai die Montagslyriker präsentieren.

Wie ich schon mitteilte, nehmen mich meine eigenen Projekte voll in Anspruch. „Engelhorn“ startet die nächsten Tage, mein zweiter Roman entwickelt sich und so weiter und so fort. Kurzum, mir fehlt die Zeit ein so tolles Projekt wie die Montagslyriker entsprechend zu pflegen.

Mia verfügt durch ihr Studium über den nötigen Hintergrund, hängt sich mit Leib und Seele rein und sie sieht auch noch gut aus. Was will man mehr? Am besten noch so ein cleveres Mädel. Christiane steigt mit ein, bringt frische Ideen ins Spiel und wird für einige Überraschungen sorgen.

Am besten ihr schaut euch schon mal bei Mia um:

>>> https://miasraum.wordpress.com

Der Fahrplan steht: Am 1. Mai stellen sich Mia und Christiane vor, präsentieren ihr neues Konzept und am 8. Mai wird der nächste Montagslyriker auf die Bühne gehoben. In vier Wochen gehts also schon wieder weiter, früher als gedacht, aber so sind sie halt, die Montagslyriker, immer für eine Überraschung gut.

Machts gut, genießt den Frühling und haltet die Ohren steif.
Euer
Terence


Wir wissen nicht, wie groß wir sind,
bis sie uns zum Aufstehen zwingen.

Und wenn wir es dann wirklich tun,
wird unser Kopf durch die Wolken dringen.

Emily Dickinson