Traum aus einer Nacht – Gedicht des Lyrikers Rainer Rilke

Ich möchte dir ein Liebes schenken,

das dich mir zur Vertrauten macht:

aus meinem Tag an dein Gedenken

und einen Traum aus meiner Nacht.

 

Mir ist, dass wir uns selig fänden

und dass du dann wie ein Geschmeid

mir löstest aus den müden Händen

die nie begehrte Zärtlichkeit.

Rainer Maria Rilke
Schöpfer der Dinglyrik.
Geboren am 4. Dezember 1875 in Prag
Gestorben am 29. Dezember 1926 in Montreux, Schweiz


Dieses Gedicht ist veröffentlicht unter folgendem Gedichtband:

Dingsbums – Klischee & Wirklichkeit
26 Gedichte, Zitate und Weisheiten über Sinn und Unsinn. Blick in die Zukunft. Futter für die Seele. Dingsbums erklärt die Welt.

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Das Ende der Welt – ein Gedicht

Gedicht von Stephan Rossmann

Danach kommt nichts mehr

Das Ende der Welt

Bin ich froh, hier zu sein

Kein Laut, kein Sein.

Schön ist es, ein ganz besonderer Fleck

An dem ich nicht bleiben darf

Nicht heute, morgen oder übermorgen

Die gleiche Strecke zurück.

Gleich bin ich bei dir, geliebtes Leben

Atmen, ich muss atmen

Ein und aus, mehr muss ich nicht

Dem Licht entgegen, schaff ich es nicht.

Stephan Rossmann, irgendwann 2017.


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Ein Tag Sommer – Gedicht

Ein Tag Sommer

Versteckte Tränen, schweres Blut, warmer Stein

An diesem einen Tag, im verregneten Mai

Wehte stiller Wüstenwind über die Berge

Weckte den Sommer in der Stadt

Eine Ahnung, ein Gefühl, ein gern gesehener Leichtsinn

von Stephan Rossmann


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Die Montagslyriker ziehen um

Man mit Bild unter dem Arm

Montagslyriker ab 1. Mai bei Mia

Richtig gelesen! Die Montagslyriker haben ein neues Zuhause gefunden, vergrößern sich und zwar auf dem Blog unserer Mia. Mia wird gemeinsam mit ihrer Freundin Christiane ab Mai die Montagslyriker präsentieren.

Wie ich schon mitteilte, nehmen mich meine eigenen Projekte voll in Anspruch. „Engelhorn“ startet die nächsten Tage, mein zweiter Roman entwickelt sich und so weiter und so fort. Kurzum, mir fehlt die Zeit ein so tolles Projekt wie die Montagslyriker entsprechend zu pflegen.

Mia verfügt durch ihr Studium über den nötigen Hintergrund, hängt sich mit Leib und Seele rein und sie sieht auch noch gut aus. Was will man mehr? Am besten noch so ein cleveres Mädel. Christiane steigt mit ein, bringt frische Ideen ins Spiel und wird für einige Überraschungen sorgen.

Am besten ihr schaut euch schon mal bei Mia um:

>>> https://miasraum.wordpress.com

Der Fahrplan steht: Am 1. Mai stellen sich Mia und Christiane vor, präsentieren ihr neues Konzept und am 8. Mai wird der nächste Montagslyriker auf die Bühne gehoben. In vier Wochen gehts also schon wieder weiter, früher als gedacht, aber so sind sie halt, die Montagslyriker, immer für eine Überraschung gut.

Machts gut, genießt den Frühling und haltet die Ohren steif.
Euer
Terence


Wir wissen nicht, wie groß wir sind,
bis sie uns zum Aufstehen zwingen.

Und wenn wir es dann wirklich tun,
wird unser Kopf durch die Wolken dringen.

Emily Dickinson

Gedicht von Emily Dickinson – Vor aller Lehmgestalt!

Emily Dickinson, Amerikansiche Dichterin

Vor aller Lehmgestalt

Von allen Seelen, die Gott erschuf
Hab ich eine erwählt
Als sich der Sinn vom Geist getrennt
Und Ausreden nichts mehr zählten
Was ist und was war
Steht wahrhaftig für sich
Dieses kurze Erdenstück
Treibsand, der vergeht
Formen, die Liebreiz zeigen
Im Nebel aufgelöst
Siehe die Urform, die ich erdacht
Vor aller Lehmgestalt!

Emily Dickinson
(übersetzt von Stephan Rossmann)

Emily Dickinson, die größte unter der Sonne, lebte ungefähr zur selben Zeit wie Walt Whitman. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass sie sich jemals begegneten. Die gute Frau verließ so gut wie nie das Haus, selten ihr Zimmer. Trotzdem war ihr Geist groß genug um solch schöne Worte zu produzieren. Selbst veröffentlichte sie gar keine Gedichte, war scheu und litt an Depressionen. Eine besondere Frau, deren Schönheit weiterlebt.


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