Das Sauerkrautgesicht – ein Gedicht fürs Volk

Die Auferstehung einer verlorenen Liebe

Der deutscheste Deutsche besiegte zuerst sich selbst,
Ursprung und Lösung all unserer Probleme, liebster Zeitvertreib.
Ein erloschenes Herz, das keine Ruhe fand, als Repräsentant der Völker durch Europas schmutzige Sumpflandschaften irrte.
Gott segne ihn, den geheimnisvollen Unbekannten.

Der deutscheste Deutsche, aus dem Nichts geboren, ein Sauerkrautgesicht mit Fischaugen. Bejubelter Witz, im erlauchten Kreis ungenutzter Möglichkeiten. König des sittlichen Empfindens, Retter, Heiland und Erlöser, verspricht seinem Volk Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.
Ein Gummibärchen auf dem Weg zu wahrer Macht.
Gott sehne ihn, den designierten Imperator.

Der deutscheste Deutsche lüftet die Maske, gibt sich als einsamer Reiter,
in dunkelster Nacht zu erkennen, dem es erlaubt sei zu sprechen,
weil er sich als flüchtiger Furz erwies. Ein laues Lüftchen,
welches fröhlich und unerschrocken verpufft. Ein Goldfisch im Piranhabecken skrupelloser, verrückter, unberechenbarer Staatenlenker.
Gott segne ihn, den deutschesten Deutschen.

Gedicht von Stephan Rossmann

 

 

Lebe wohl Angie – ein Abschiedsgedicht

Lebe wohl Angie

Draußen ist es kalt geworden, der Frost kehrt zurück
Echauffiert euch, schreit es hinaus
Dein Gejammer zählt nicht mehr, ohne Punkt und Komma
Auf harter Straße frisst die grüne Ratte ihr verspiegeltes Gift
Lebe wohl Angie, die Sterne haben sich verfärbt und du musst gehen.

Ein weißes Haus auf Dollars gebaut, überdauert die schlimmste Frisur
Die höchste Mauer im Schatten eines traurigen Kaktus gebaut
In Acapulco schmeckt der Tequila sauer, der Wurm ist angepisst
Ein weißer Hai mit stehengebliebener Uhr wütet im Goldfischbecken
Lebe wohl Angie, deine Hoffnung wechselte die Farbe und ich muss gehen.

Pfälzer Saumagen wird dem ungebetenen Gast eiskalt serviert
Komm, wir wollen das A-Team rufen, die alte Maschinengewehrgang
Der Pate steht als Gärtner in Reihe und Glied, sein Angebot ist verblüht
Die Rache ist mein und ich will nicht vergeben
Lebe wohl Angie, die Straßen sind rot gefärbt und die Freiheit muss gehen.

Justitia wälzt sich grunzend im Schlamm, Rambo gab grünes Licht 
Der Terminator putzt den Abgrund blitzblank
Madonna rennt um ihr Leben, ein Fremder sprach sie an
An einem lausigen Tag erkämpft Schneewittchen den Thronsaal
Lebe wohl Angie, ich will verflucht sein, dem Ende zuzusehen.

Gedicht von Stephan Rossmann, fränkischer Nationalheld