Die Bücher des Lesestoff-Künstlers Heinz Strunk

lämmer auf dem Weg zur Schlachbank

Erstklassiger Lesestoff von Heinz Strunk

Ein Kumpel brachte mir ein Hörbuch vorbei. Davon hatte ich noch nie was gehört. Hörbuch? Warum sollte sich jemand stundenlang volllabern lassen, wenn er in der Zeit Musik hören kann? Naja, ich hab’s dann doch gemacht, auf dem Weg in die Toskana, drei Wochen Urlaub. Vier oder fünf CDs „Fleisch ist mein Gemüse“ von Heinz Strunk, zwei Stunden Stau, und ja, der Typ konnte erzählen, einen bei der Stange halten und tatsächlich, was haben wir gelacht. Eine echt witzige Geschichte, von einem pickligen Jungen, der bei einer Tanzkapelle anheuert, um sich den Unmenschlichkeiten des Lebens zu stellen.

Gut, dann war erstmal ein paar Jahre Ruhe, bis mir Fleckenteufel in die Hände fiel. Meiner Meinung nach der mit Abstand beste Lesestoff von Strunk. Ich hab mich weggeworfen. Ein Teenager fährt an die Ostsee, zur Jugendfreizeit, mit den bekannten Nebenwirkungen: Alkohol, Moralpredigten, Gruppenbildung, Disco und Sex, zumindest ein bisschen davon. Kaum ausgelesen, hab ich mir „Jürgen“, „Heinz Strunk in Afrika“ und „Das Teemännchen“ bestellt. Alle drei ebenfalls super witzig.

Roman „Jürgen“: Kurz erzählt geht es um einen Mann, der als Parkwächter arbeitet und seinen Freund, der im Rollstuhl sitzt. Beide wollen endlich Sex, eine Frau und nehmen dafür so einige Peinlichkeiten in Kauf. Arme Willis, die sich durch Lebens schlagen, auch wenn der Wind von vorne bläst.

Roman „Heinz Strunk in Afrika“: Strunk fliegt mit seinem Kumpel nach Kenia, um einen ruhigen Urlaub, ohne Stress zu verbringen, so richtig schön deutsch, bis die ersten Schüsse fallen. Herrlich erzählt, teils auch ein wenig traurig, immer lesenswert.

Roman „Das Teemännchen“: Das Buch hab ich zweimal bestellt, innerhalb von drei Monaten, einfach weil ich vergessen hatte, dass ich es schon gelesen hatte. Das muss jetzt nichts heißen, passierte mir auch schon bei Bukowski und John Fante. Naja, die andern Bücher von ihm sind besser.

Zu Heinz Strunk kann ich nicht viel erzählen. Er war wohl mal bei VIVA, ist studierter Musiker, lebt in dem klimatischen Katastrophengebiet um Hamburg und schreibt Bücher. Sein neuster Roman „Der goldene Handschuh“ soll wohl recht gut ankommen und ist auch verfilmt worden. Allerdings ist die Story um einen Mörder in Sankt Pauli ziemlich humorbefreit, weswegen ich es nicht lesen werde. Politisch war oder ist er für den Kasperhaufen „Die Partei“ tätig, verhält sich auch sonst krampfhaft künstlerbetont links, was er eigentlich gar nicht nötig hat und ich ziemlich schade finde. Fazit: Für mich der derzeit lesenswerteste deutsche Autor.

Wie ich vom Weg abkam, um nicht auf der Strecke zu bleiben – Rezension

buch von eduard freundlinger

Rezension zu Eduard Freundlingers Pilger-Roman

Ich hab getan! Ja, ich gebe es zu. Ich habe zeitgenössische Literatur gelesen und es war gut. Es war wirklich gut. Meinetwegen, der Anfang kam ein wenig schleppend daher, wie das beim wandern halt so ist, und der Schluss war nicht 100 % überzeugend, aber zwischendrin ein echter Knaller mit einer Menge Emotionen. Einfach weil der Autor ein ehrlicher und sympathischer Typ ist, der schon einiges erlebte, eine authentische Geschichte erzählt und den Leser so mitreist. Eduard Freundlinger ist unterwegs zu sich selbst, zu einem Neubeginn, zu seiner Seele.

Ach ja, es ist ein Pilgerroman und natürlich geht es um den Jakobsweg und bitte einfach selbst mal reinlesen: https://www.amazon.de/Eduard-Freundlinger/e/B004XOTNV6

 

Rezension von Mia – Gegenwartsliteratur Engelhorn

Buch Werbung für Engelhorn

 

Quelle: Engelhorn- Die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend -Rezension

Unsere Mia hat mal wieder so ein Ding rausgehauen. Eine Rezension zu der Gegenwartsliteratur Engelhorn, und ja, mir gefällt was ich da lese. Gerne mal vorbeischauen bei Miasraum

In einem anderen Land von Ernest Hemingway – Rezension

Soldaten an der Front

Lesestoff aus der Zeit des ersten Weltkriegs

Dieses Jahr habe ich noch nicht viel gelesen, zumeist Zeug von Bukowski, zum dritten oder vierten Mal, einfach weil ich damit immer richtig liege. Was derzeit veröffentlicht wird enttäuscht fast durchgängig und ich muss das Buch bereits nach den ersten zehn Seiten weglegen. Naja, dieses Jahr waren ein paar besonders derbe Reinfälle dabei, aber auch ein echtes Highlight:

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Meinungen, Pöbeleien und Rezensionen zum Roman „Lucia – Mein liebster Wahnsinn“

Drei Wochen sind seit der Veröffentlichung von „Lucia – Mein liebster Wahnsinn“ vergangen und ich kann sagen, der Wahnsinn entwickelt sich. Eigentlich gab es nur eine böse Rezension und zwar auf Amazon. Die Ärmste fühlte sich wohl in ihrem Feminismus verletzt und musste mir gleich mal eins reinwürgen. Obwohl Sie das Buch gar nicht gelesen hat, sondern nur die die ersten zwei Seiten der Leseprobe. „Kati und Annkathrin? Kennt ihr euch?“ Weiterlesen „Meinungen, Pöbeleien und Rezensionen zum Roman „Lucia – Mein liebster Wahnsinn““