Ein kleiner starker Mann – Lyrik

Meine Liebe zu dir übersteigt meinen Verstand,  
kein Vergleich hält deiner Güte stand.
Niemals wird ein Tag ohne dich vergehen.  
 
Elvis sah gut aus in seinem weißen Kostüm,  
den diamantbesetzten Wecker am Arm.
Unaufhaltsam lief der Schweiß über sein berühmtes Gesicht,
während ich beschäftigt war im Trüben zu fischen.
 
So viel verloren, leichtfertig verschenkt, 
Geschenke für dich bestimmt.  
Eine Träne zur falschen Zeit,
am rechten Ort.
 
Auf der Tanzfläche beerdigt,
tanzte ich würdelos auf meinem Grab.  
Rücksichtslos vergnügungssüchtig,
selbstverliebt nicht an den Tod gedacht,  
hab ich mit meinen Liebsten Schluss gemacht.  
 
Sinnlosigkeit, Tristesse der Jugend,  
die Liebe, die ein Leben verschwendet,
mit einer Leichtigkeit, die Außenstehenden weh tut, 
so viel Spaß bereitet.  
 
im Verborgenen warst du lange weg,
der Alkohol hat dich versteckt.  
Ein Neugeborenes rettete den Träumer,
ein starker kleiner Mann,  
der so viel mehr bedeutet.
 
Du vertreibst meinem Zorn,  
erträgst meine Wut,
auf dem Weg,
den wir gemeinsam gehen.
 
Du fällst mich an,
zerdrückst mich schier,
freust dich tatsächlich mich zu sehen.
 
Du sagst Papa, ich sag Sohn.

Montagslyriker – Tohuwabohu

@ Terence Horn
@ Terence Horn

Jeden Montag um sieben,
so steht es geschrieben.

Mit Griffel, Bleistift und Tastatur
meißelt Marina einen Kreis,
in deine Quadratur.

Marina die Kraftquelle bloggt auf
>>> https://marinasgedichte.wordpress.com

>>> Prinz Prospero und Terence Horn ruhten sechs Tage und sechs Nächte.

Am siebten Tage, einem Montag um sieben,
erschufen sie ein Gewölbe, formten ein Theater,
beleuchteten den Saal mit Himmelskörpern.

Und sie sahen, dass es gut war,
für Marina die Kraftquelle  …

Weiterlesen „Montagslyriker – Tohuwabohu“

Der Montag wird mystisch, wahrhaftig und schwarz wie die Nacht …

Montagslyriker
Montagslyriker

Mystisch wird der Herbst,
wenn Worte leise die Sterne berühren
und wir die Nacht zurückfordern.

Meinem hessischen Dichterfreund Prinz Prospero kam die geniale Idee, zur passenden Zeit. Und zwar rufen wir, jetzt im Herbst, die Montagslyriker ins Leben und bitten befreundete Dichter fünf Fragen zu beantworten, um sie besser kennenzulernen, um ihre Worte zu verstehen und um an ihrer Kunst teilzuhaben.

Hierfür habe ich einen neuen Menüpunkt >>> Montagslyriker <<< erstellt, wo ihr die fünf Fragen und weitere Infos findet.

Weiter geht’s nächsten Montag um sieben.
Bis dahin, rette die Nacht und sei wachsam!

Jimi Hendrix Voodoo Child präsentiert Joshua

Die Sommerpause neigt sich dem Ende.

Ich leg wieder los, arbeite an einem neuen Roman und lass dem Wahnsinn freien Lauf. Ich schreibe also und höre Radio, diese wirklich verrückte Bearbeitung einer Gitarre und denke mir, passt zu dem Text, den ich gerade schreibe.

Jimi Hendrix – Voodoo Child from Joseph Terrazas on Vimeo.

Ich schlage also vor, Jimi Hendrix Voodoo Child aufdrehen, soweit es die Anlage zulässt und dazu den folgenden Text* lesen:

Ich lag schön in meinem Bett und ignorierte dieses penetrante Gekläffe der Türanlage. Irgendein Irrer klingelte die komplette Nachbarschaft durch. Erst bei den Mädels von gegenüber, dann bei Familie Kleinbauer direkt unter uns und so ging es fleißig weiter. Dieser Störenfried hatte es auf das ganze Haus abgesehen, nur bei uns klingelte er komischerweise nicht.

Ein Sturz der bestehenden Ordnung, dachte ich mir und lag natürlich vollkommen richtig. Nichtsdestotrotz legte sich der Sturm, gerade als ich entnervt genug war um aufzustehen. Dann wurde es still und ich war auch schon wieder eingeschlafen, als mich ein lauter Schlag weckte. Dann noch einer und noch einer.

Ich war mir sicher, da wirft sich eine wild gewordene Horde völlig enthemmter Kreaturen gegen die Haustüre. Gerichtsvollzieher? Bullen? Einbrecher? Sonstige Perverse? Die Angst kroch meinen Rücken runter. Ich spürte ehrliche Furcht und hätte mich am liebsten unter der Decke versteckt, aber nützt ja nichts.

Ich bin raus aus dem Bett, in den Flur und sah die Haustüre, wie sie unter den Schlägen ächzte. Wie sie mehr und mehr nachgab, bis sie mir schließlich entgegenflog. Ein Fuß und ein Bein hinterher, stand der Dämon vor mir. Langhaarig, außer Atmen, verschwitzt und nach Alkohol stinkend …

* passierend auf einer wahren Begebenheit.