Das Ende der Welt – Schon wieder ein Gedicht

Danach kommt nichts mehr

Das Ende der Welt

Bin ich froh, hier zu sein

Kein Laut, kein Sein.

Schön ist es, ein ganz besonderer Fleck

An dem ich nicht bleiben darf

Nicht heute, morgen oder übermorgen

Die gleiche Strecke zurück.

Gleich bin ich bei dir, geliebtes Leben

Atmen, ich muss atmen

Ein und aus, mehr muss ich nicht

Dem Licht entgegen, schaff ich es nicht.

Ein Tag Frühling im Herbst – Gedicht

Der Garten der Lüste

Ein Tag Frühling im Herbst

Versteckte Tränen, schweres Blut und warmer Stein

An diesem einen Tag, im verregneten Mai

Wehte leiser Wüstenwind über die Berge

Weckte den Sommer in der Stadt

Eine Ahnung, ein Gefühl, ein gern gesehener Leichtsinn

Der Schriftsteller Ernest Hemingway vs. die Legende Rocky Balboa

Der Kampf des Jahrhunderts

Übermotiviert ist ein Stichwort, um meine gestrige Stimmungslage zu beschreiben. Ich ging also da raus, drehte ein paar Runde in meinem Ghetto, stählte meinen Körper mit einigen Situps und dränglte mich an der Supermarktkasse vor. Ganz unkompliziert, bis mich ein schick frisierter Bösewicht ansprach: „Entschuldigen Sie, ich glaube …“ Da gab ich ihm erst mal einen gut gemeinten Uppercut mit auf die Reise. Ein kurzentschlossener Reflex, der weitere Diskussionen im Keim erstickte.

Lediglich die Oma in meinem Rücken leistete weiterhin erbitterten Widerstand und zog mir eins mit ihrer Handtasche über. Ich drehte mich um, knurrte böse und fletschte mit den Zähnen, bis sich der Filialleiter, in Überschätzung seiner Postion, eine Links-Rechts Kombination abholte, die weitere Endgegner ins Spiel warf.

Kurzum, ich war guter Dinge, organisierte in Gedanken bereits einen Titelkampf. Bukowski, Indiana Jones, He-Man … ich war bereit sie alle wegzuhauen. Und weil es so schön war, ließ ich Rocky gegen Hemingway antreten, der Kampf des Jahrhunderts:

„Wenn Menschen soviel Mut auf die Welt mitbringen, muss die Welt sie töten, um sie zu zerbrechen, und darum tötet sie sie natürlich. Die Welt zerbricht jeden, und nachher sind viele an den zerbrochenen Stellen stark. Aber die, die nicht zerbrechen wollen, die tötet sie. Sie tötet die sehr Guten und die sehr Feinen und die sehr Mutigen; ohne Unterschied.“

Ernest Hemingway

 

„Ich werd dir jetzt was sagen, was du schon längst weißt … die Welt besteht nicht nur aus Sonnenschein und Regenbogen. Die Welt ist oft ein gemeiner und hässlicher Ort, und es ist ihr egal, wie stark du bist. Sie wird dich in die Knie zwingen und dich zermalmen, wenn du es zulässt …
Und zeig nicht mit dem Finger auf andere und sag: du bist nicht da, wo du hin wolltest, wegen ihm oder wegen ihr, oder sonst irgendjemandem. Schwächlinge tun das!
Und das bist du nicht – du bist besser!“

Rocky Balboa

So, ich muss jetzt los, mein Leben wartet nicht länger und deines auch nicht. Oder brauchst du noch einen Tritt in den Arsch?

Wie ich vom Weg abkam, um nicht auf der Strecke zu bleiben – Rezension

buch von eduard freundlinger

Rezension zu Eduard Freundlingers Pilgerroman

Ich hab getan! Ja, ich gebe es zu. Ich habe zeitgenössische Literatur gelesen und es war gut. Es war wirklich gut. Meinetwegen, der Anfang kam ein wenig schleppend daher, wie das beim wandern halt so ist, und der Schluss war nicht 100 % überzeugend, aber zwischendrin ein echter Knaller mit einer Menge Emotionen. Einfach weil der Autor ein ehrlicher und sympathischer Typ ist, der schon einiges erlebte, eine authentische Geschichte erzählt und den Leser so mitreist. Eduard Freundlinger ist unterwegs zu sich selbst, zu einem Neubeginn, zu seiner Seele.

Ach ja, es ist ein Pilgerroman und natürlich geht es um den Jakobsweg und bitte einfach selbst mal reinlesen: https://www.amazon.de/Eduard-Freundlinger/e/B004XOTNV6

 

Feier Abend – Lyrik von Stephan Rossmann

titel, Cover von Feier Abend

Feier Abend –
Grünschnabel und alte Hasen

Ich lege Beichte ab: ich habe es getan, einen Lyrikband herausgeben: Feier Abend – Grünschnabel und alte Hasen“ von Stephan Rossmann ist bei amazon erhältlich. Der Grünschnabel hat sich fünf alte Hasen mit ins Bord geholt. Whitman, Emerson und Dickinson hab ich ins Deutsch übersetzt und neu interpretiert. Rilke und Ringelnatz sprechen für sich.

19 Gedichte über Sinn und Unsinn des Lebens,
ewige Liebe, frühen Tod und wilde Tiere.
Eine Reise ins 19. Jahrhundert.
Trip zu den Geistern der Vergangenheit.
Blick in die Zukunft.
Futter für die Seele.

Der Grünschnabel und fünf alte Hasen:

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Gewinner des Buchs Bukowski – Held ausser Betrieb + Kaktus

Gewinner der Bukowski verlosung

36 Glücksjäger wollten den Roman Bukowski -Held ausser Betrieb + Kaktus gewinnen, einer blieb übrig und bekommt den Gewinn in den nächsten Tagen zugesendet. War dann doch eine ganz schöne Arbeit die ganzen Loszettel zu beschriften und zu falten.

So, jetzt aber: Der Gewinner heißt Jürgen Hackenberg. Freut mich für dich und dann mal viel Spaß mit dem Buch plus Kaktus, der wie ich hoffe den Versand gut übersteht. Einmal die Woche gießen und gut ist.

Euer
Terence

Leseprobe zu „Engelhorn – die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend“

Leseprobe Hausarzt

Mein Hausarzt, Nächstenliebe und giftspuckende Vorzimmerdrachen

Ich war entschlossen meinen Hausarzt zu konsultieren, den Weißen unter den Göttern. Ein kleiner Umweg, mehr auch nicht, parkte ich den Admiral direkt vorm Eingang seiner Praxis in der Fußgängerzone. So viel Fürst muss sein. Ich stolzierte in seine Kathedrale, ignorierte souverän die weißgekleidete Dienerschaft und marschierte zielstrebig in den reichverzierten Thronsaal. Ein kurzes „Servus!“ musste reichen.
„Das ist doch abnormal, dass ich unter der Liebe zu meinen Mitmenschen leide! Einer wie ich, der zu Höherem berufen ist!“, regte ich mich auf, machte staatsmännische Gesten und lief im Kreis. Mein Hausarzt blieb ruhig und sagte vorerst nichts. Geschickt wartete er ab.
„Wer ist denn jetzt verrückt? Ich oder die? Die oder ich?“, legte ich nach. Gierig nach einer Diagnose, mit anschließender Therapie. Ich brauchte das komplette Programm. Der weiße Gott glotze interessiert, eventuell wegen meiner Aufdringlichkeit, vielleicht weil er Arzt war und schlau genug, den Ernst der Lage zu erkennen. Souverän beruhigte der Herr Doktor die giftspuckenden Vorzimmerdrachen, die im Türrahmen Position bezogen. Verwöhnte Biester, die vor Wut kochten, bereit mir einen tödlichen Cocktail zu spritzen. Ruhig und sachlich beförderte er die Aufregung nach draußen.

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