Hab einen Spielplatz gebaut

Homeoffice sei Dank, hatte ich die letzten Monate Zeit, um mich endlich einem längst fälligen Projekt zu widmen, die Neugestaltung des Spielplatzes unseres Gartenvereins. Den Maschendrahtzaun habe ich gegen einen französischen Staketenzaun ausgetauscht, die Spielgeräte gestrichen, Sand durch Hackschnitzel ersetzt und natürlich die Hütte erneuert. Darauf bin ich echt Stolz, vor allem auf den Terrassenboden, den ich mit fast 600 Edelstahlschrauben an einem Tag hinstellte. Eine Bank für die kleinen und großen Gäste, zum ausruhen, kam auch noch mit dazu. Geplant ist außerdem ein Sonnensegel, um die Bank und den Sandkasten vor der Mittagssonne zu schützen, sowie ein oder zwei Bäume, die für mehr Schatten sorgen. Alles in allem ein sehr schönes Projekt für die Gemeinschaft, welches mir sehr viel Spaß gemacht hat.

Ramons Schlampazius im Stuttgarter Osten

Hippiekneipe, Musikladen und ewiger Kult

Keine Ahnung, wann ich das erste Mal bei Ramon aufschlug. Muss aber an die 12 Jahre her sein, als wir an den Ostendplatz zogen. Seitdem schleppte ich meine Kumpels da rein, besoff mich gnadenlos und war sogar mal mit meinem Vater dort, im Herzen des Stuttgarter Ostens.

Ramon erzählte mir, dass er eigentlich auf ein Konzert in München wollte. Extra angereist, aus dem damals faschistischen Spanien um Diktator Franco. Im goldenen Jahr 1973, das Jahr indem ich geboren wurde. In Stuttgart musste er umsteigen, verpasste den Zug und ist geblieben, bis heute. Die Gastarbeiter im El Rincon kümmerten sich um ihn, organisierten Ramon einen Job, bis er zwei Jahre später im Schlampazius landete. Der ehemalige Wirt Maiwald nahm ihn auf und Ramon blieb, bis Maiwald starb. An der Einrichtung der Kneipe hat sich seitdem nichts verändert. Weder von außen noch von innen. Ein paar Gemälde kamen hinzu, ein nicht ganz so abgesifftes Sofa. Fertig ist die Hippiekneipe, der ewige Kult.

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