„Schlagt! Schlagt, Trommeln!“ ein Gedicht des amerikanischen Lyrikers Walt Whitman

zerstörte Landschaft
Erste Schlacht am Bull Run am 21. Juli 1861

Gedicht von Walt Whitman aus dem Jahre 1865, während er als Sanitäter im Bürgerkrieg diente. Aus dem Gedichtband Drum Taps (Trommelschläge), inspiriert nach der Niederlage der Nordstaaten in der Ersten Schlacht am Bull Run.

Schlagt! Schlagt, Trommeln! Blast, Hörner, blast!
Keine Verhandlung – keine Klage!
Kümmere dich nicht um die Schüchternen – kümmere dich nicht um Tränen oder Gebet,
Kümmere dich nicht um den Vater, der den Sohn anfleht,
Lasst weder die Stimme des Kindes, noch die Bitten der Mütter hören!
Macht die Bahren, um die Toten zu schütteln, wo sie auf die Leichenwagen warten.
Mächtig schlägst du schreckliche Trommeln – so laut die Signalhörner blasen.

Übersetzt von Stephan Rossmann

Beat! beat! drums! – blow! bugles! blow!
Make no parley – stop for no expostulation,
Mind not the timid – mind not the weeper or prayer,
Mind not the old man beseeching the young man,
Let not the child’s voice be heard, nor the mothers entreaties,
Make even the trestles to shake the dead where they lie awaiting the hearses,
So strong you thump O terrible drums – so loud you bugles blow.

Porträt von Walt Whitman
Porträt von Walt Whitman

Walt Whitman
geboren am 31. Mai 1819 in West Hills, gestorben am 26. März 1892 in Camden, war einer der bekanntesten US-amerikanischen Dichter.

Weitere Gedicht von Whitman findet ihr in der Lyriksammlung:
Feierabend: Grünschnabel und alte Hasen

Der böse Wolf und der gute Wolf – Indianische Weisheit

indianer
@ Indianer von Terence Horn

Alte Indianerweisheit

Am Abend erzählte ein alter Indianer seinem Sohn über den ewigen Kampf in den Herzen der Menschen.
„Höre gut zu, mein Sohn! In unseren Herzen gibt es einen Kampf zwischen zwei Wölfen.

Der eine Wölfe ist bösartig. Voller Zorn, Neid und Eifersucht, aber auch Habgier und Arroganz.

Der gute Wolf ist ein Wolf des Friedens, der Liebe und der Hoffnung. Er steht für Güte, Menschlichkeit und Vertrauen.“

Der Sohn überlegte lange und fragte seinen Vater:
„Welcher Wolf wird gewinnen?“
Der Vater gab zur Antwort:
„Den Du fütterst.“