Sir, jawohl, Sir – Im Gedenken an Gunnery Sergeant Hartman

Eigentlich wollte ich bis zur Veröffentlichung meines nächsten Buchs nichts mehr veröffentlichen. Nun habe ich gerade erfahren, dass R. Lee Ermey alias Gunnery Sergeant Hartman, gestern, am 15.04.2018 verstorben ist.

Mein Respekt für den größten Darsteller, der jemals gelebt hat. Davor und danach gab es nichts anderes als amphibische Urscheiße. Was hab ich ihn gefeiert!

Sir, jawohl, Sir!

Dies ist mein Gewehr.
Es gibt viele wie dieses, aber dieses ist meins.

Mein Gewehr ist mein bester Freund. Es ist mein Leben.
Ich muss es meistern, so wie ich mein Leben meistern muss.

Mein Gewehr ist ohne mich nutzlos.
Ohne mein Gewehr bin ich nutzlos.
Ich muss mein Gewehr richtig abfeuern.
Ich muss besser schießen als mein Feind, der versucht, mich zu töten.
Ich muss ihn erschießen, bevor er mich erschießt. Das werde ich …

Mein Gewehr und ich wissen, was in diesem Krieg zählt.
Es sind nicht die Patronen, die wir abschießen, das Geräusch unseres Feuerstoßes, noch der Rauch, den wir machen.
Wir wissen, dass es die Treffer sind, die zählen. Wir werden treffen…

Mein Gewehr ist menschlich, so wie ich, weil es mein Leben ist.
Daher werde ich es kennenlernen wie einen Bruder.
Ich werde seine Schwächen, seine Stärken, seine Bauteile, sein Zubehör, sein Visier und seinen Lauf kennenlernen.
Ich werde es immer schützen gegen das Wüten des Wetters und Schaden.
Ich werde mein Gewehr sauber und bereit halten, so wie auch ich sauber und bereit bin.
Wir werden Teile voneinander werden. Das werden wir…

Diesen Schwur leiste ich vor Gott.
Mein Gewehr und ich sind Verteidiger meines Landes.
Wir sind die Meister meines Feindes.
Wir sind die Retter meines Lebens.
So sei es, bis es keinen Feind mehr gibt, sondern Frieden!

Fragmente aus Licht von Sibylle Sophie

Buch von Sybille

Eine Seele in der Weite Arizonas

Gerne erinnere ich mich an den Beitrag über unsere Montagslyrikerin Sibylle Sophie, die Terence Horn stets treu geblieben ist. Gedichte, Romane, Malerei und Reisen, Erinnerungen an die Jugend. Nun ist ein weiteres Buch erschienen, das ich hier gerne vorstelle.

Klappentext:

Sibylle Sophie, eine Künstlerin auf der Höhe ihres Schaffens, mit dem geweiteten Blick, den nur die Lebensjahrzehnte schenken. Ob sie sich an den verwunschenen Garten ihrer Kindheit erinnert oder an den Zauber der ersten Liebe, an das Angekommensein ihrer Seele in der Weite Arizonas, ob sie die Schönheiten der Natur besingt oder ihre Wünsche und Sehnsüchte zum Thema macht, immer erhascht der Leser dieser traumschönen Texte und der Betrachter der dazugehörigen Bilder einen kleinen Blick in das Wesen einer Frau, die alles Glück und Leid ihres Lebens dankbar angenommen und daraus gelernt hat. Die voller Staunen all die Wunder sieht, die uns tagtäglich umgeben und für die uns so oft der Blick fehlt. Die das Licht sieht, das in allem ist, selbst in der Dunkelheit.

98 Seiten mit 22 farbigen Acryl-Malereien und Fotografien
Hardcover, Preis: EUR 16,90
ISBN 978-3-86455-126-0

https://www.sibylle-sophie.de/

Viel Glück, Erfolg und Freude wünsche ich ich Dir mit deinem neu geschriebenen Kind.

Terence

Nicola and Bart – Anarchy in the USA

Nicola and Bart

Jedermann nach seinen Fähigkeiten, jedermann nach seinen Bedürfnissen

Heute vor 90 Jahren (23. August 1927) wurden Nicola (Nicola Sacco) und Bart (Bartolomeo Vanzetti) in Charlestown, Massachusetts auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Beide waren italienische Einwanderer, die sich in der anarchistischen Arbeiterbewegung engagierten. Angeklagt wurden sie wegen Raubmord. Ein beschämendes, politisch motiviertes Urteil, das weltweite Proteste hervorrief.

Die ganze Geschichte auf Wikipedia zum nachlesen …

Bartolomeo Vanzetti schrieb in seiner Autobiografie:

„In Amerika erfuhr ich all die Leiden, Enttäuschungen und Entbehrungen, die zwangsläufig das Los eines Menschen sind, der im Alter von zwanzig Jahren hier ankommt, nichts vom Leben weiß und etwas von einem Träumer in sich hat. Hier sah ich die ganze Grausamkeit des Lebens, all die Ungerechtigkeit und die Korruption, mit der sich die Menschheit auf so tragische Weise herumschlägt. […] Ich suchte meine Freiheit in der Freiheit aller, mein Glück im Glück aller.“

Von Ennio Morricone stand der Sond Nicola and Bart, gesunden von Joan Baez.

Bukowski, Homer Simpson und ich …

Herzlichen Glückwunsch!

Bukowski feiert und ich trink einen mit. Elvis, Homer und ich, die ganze, wahre Geschichte, bei den Machern der Beat Company, Illustraded Bukowski Space … Klick! klick! klick auf den LINK! Tu es! Mach es richtig, langsam, doucement …

http://illustrated.bukowski.space/happy-buksday/

Aktuell bin ich noch in Sommerpause, aber bald gehts wieder los. Genießt die Sonne und bleibt tapfer! Bis bald …

Der Schriftsteller Ernest Hemingway vs. die Legende Rocky Balboa

Der Kampf des Jahrhunderts

Übermotiviert ist ein Stichwort, um meine gestrige Stimmungslage zu beschreiben. Ich ging also da raus, drehte ein paar Runde in meinem Ghetto, stählte meinen Körper mit einigen Situps und dränglte mich an der Supermarktkasse vor. Ganz unkompliziert, bis mich ein schick frisierter Bösewicht ansprach: „Entschuldigen Sie, ich glaube …“ Da gab ich ihm erst mal einen gut gemeinten Uppercut mit auf die Reise. Ein kurzentschlossener Reflex, der weitere Diskussionen im Keim erstickte.

Lediglich die Oma in meinem Rücken leistete weiterhin erbitterten Widerstand und zog mir eins mit ihrer Handtasche über. Ich drehte mich um, knurrte böse und fletschte mit den Zähnen, bis sich der Filialleiter, in Überschätzung seiner Postion, eine Links-Rechts Kombination abholte, die weitere Endgegner ins Spiel warf.

Kurzum, ich war guter Dinge, organisierte in Gedanken bereits einen Titelkampf. Bukowski, Indiana Jones, He-Man … ich war bereit sie alle wegzuhauen. Und weil es so schön war, ließ ich Rocky gegen Hemingway antreten, der Kampf des Jahrhunderts:

„Wenn Menschen soviel Mut auf die Welt mitbringen, muss die Welt sie töten, um sie zu zerbrechen, und darum tötet sie sie natürlich. Die Welt zerbricht jeden, und nachher sind viele an den zerbrochenen Stellen stark. Aber die, die nicht zerbrechen wollen, die tötet sie. Sie tötet die sehr Guten und die sehr Feinen und die sehr Mutigen; ohne Unterschied.“

Ernest Hemingway

 

„Ich werd dir jetzt was sagen, was du schon längst weißt … die Welt besteht nicht nur aus Sonnenschein und Regenbogen. Die Welt ist oft ein gemeiner und hässlicher Ort, und es ist ihr egal, wie stark du bist. Sie wird dich in die Knie zwingen und dich zermalmen, wenn du es zulässt …
Und zeig nicht mit dem Finger auf andere und sag: du bist nicht da, wo du hin wolltest, wegen ihm oder wegen ihr, oder sonst irgendjemandem. Schwächlinge tun das!
Und das bist du nicht – du bist besser!“

Rocky Balboa

So, ich muss jetzt los, mein Leben wartet nicht länger und deines auch nicht. Oder brauchst du noch einen Tritt in den Arsch?

Feier Abend – Lyrik von Stephan Rossmann

titel, Cover von Feier Abend

Feier Abend –
Grünschnabel und alte Hasen

Ich lege Beichte ab: ich habe es getan, einen Lyrikband herausgeben: Feier Abend – Grünschnabel und alte Hasen“ von Stephan Rossmann ist bei amazon erhältlich. Der Grünschnabel hat sich fünf alte Hasen mit ins Bord geholt. Whitman, Emerson und Dickinson hab ich ins Deutsch übersetzt und neu interpretiert. Rilke und Ringelnatz sprechen für sich.

19 Gedichte über Sinn und Unsinn des Lebens,
ewige Liebe, frühen Tod und wilde Tiere.
Eine Reise ins 19. Jahrhundert.
Trip zu den Geistern der Vergangenheit.
Blick in die Zukunft.
Futter für die Seele.

Der Grünschnabel und fünf alte Hasen:

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Die 90er – Das letzte Jahrzehnt in Freiheit

Pulp Fiction, Irakkrieg und Deutsche Einheit

Die 90er waren das letzte Jahrzehnt in echter Freiheit, in Demokratie, in unbeschwerter Lebenslust. Wenn wir ehrlich sind, danach gings bergab, den Bach runter und zwar so richtig. Eine Lieblingskneipe nach der anderen machte dicht, Rauchverbot, schlecht bezahlte Jobs, wahnsinnige Präsidenten, Rechtsruck und ständig hält dir einer ein veganes Würstchen unter die Nase. Meinungsfreiheit mag zwar weiterhin erlaubt sein, aber verdammt, die 90er waren cool, die Leute waren cool und die Zeit war cool, genau wie Pulp Fiction cool war, mit dem coolsten aller Sprüche:

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