Unser Virus

Unser Virus

Gesichtslose Schlangen in der Innenstadt,

jagen nicht mehr, dem Konsum hinterher.

Warten. Kein Wort der Klage. Kein Protest,

reihen sie sich ein, damit ein anderer lebt.

Unser Virus kennt keine Vorurteile, unterscheidet nicht,

behandelt alle gleich.

Unser Virus spaltet, treibt auseinander,

verhöhnt, gibt Zeit zum Nachdenken.

Wer fürchtet sich, vor dem bisschen Tod?

Willst du ewig leben, an deinem Nachbarn vorbei?

Was hat dir Spaß gemacht?

Hast du geliebt?

Komm, schenk nochmal ein, wage den Tanz,

miteinander durch die Nacht.

Alles wird gut, nicht heute, vielleicht morgen,

in einer besseren Welt.

Stephan Rossmann


titel, Cover von Feier AbendFeier Abend – Grünschnabel und alte Hasen
19 Gedichte über Sinn und Unsinn des Lebens,
ewige Liebe, frühen Tod und wilde Tiere.
Blick in die Zukunft. Futter für die Seele.
Als E-Book oder Taschenbuch erhältlich …

 

Das Ende der Welt – ein Gedicht

Gedicht des Stuttgarter Künstlers Stephan Rossmann

Flamingos in der Sonne, Lesestoff der Verpflichtet, Poster und Plakat
Schwäne am Strand. Mehr Bilder auf www.malerei-stuttgart.de

Danach kommt nichts mehr

Das Ende der Welt

Bin ich froh, hier zu sein

Kein Laut, kein Sein.

Schön ist es, ein ganz besonderer Fleck

An dem ich nicht bleiben darf

Nicht heute, morgen oder übermorgen

Die gleiche Strecke zurück.

Gleich bin ich bei dir, geliebtes Leben

Atmen, ich muss atmen

Ein und aus, mehr muss ich nicht

Dem Licht entgegen, schaff ich es nicht.

Gedicht von Stephan Rossmann, erstellt irgendwann im Jahr 2017 in Stuttgart. Mehr Gedichte von ihm sind im Gedichtband „Feier Abend“ erschienen.


titel, Cover von Feier Abend

Feier Abend – Grünschnabel und alte Hasen
19 Gedichte über Sinn und Unsinn des Lebens,
ewige Liebe, frühen Tod und wilde Tiere.
Blick in die Zukunft. Futter für die Seele.
Als E-Book oder Taschenbuch erhältlich …

Gesang von mir Selbst, von Walt Whitman (US-Dichter)

Malerei mit Skatern

Amerikanisches Gedicht über den Menschen

Ausschnitt aus Walt Whitmans „Gesang von mir Selbst“
Walter Whitman (geboren am 31. Mai 1819 : gestorben am 26. März 1892, US-amerikanischer Dichter.) Vielen bekannt aus dem Film „Club der toten Dichter“. Jedoch hatte Whitman weitere Auftritte, u.a. bei den Simpsons, Dr. Quinn, Jim Jarmusch, Footloose, Kurt Tucholsky und so weiter. Sein Hauptwerk heißt Leaves of Grass (Grashalme). Bedenkt man die Zeit, zu der Walt Whitman lebte, so war er seiner Zeit wohl weit voraus. Im Wilden Westen herrschten die Colts, in Deutschland dutzende Fürsten und Könige, Hungerkrisen in Europa ließen die Menschen als Flüchtlinge in die USA auswandern, Charles Darwin publiziert seine Theorie über die Evolution, Whitman schreibt über die Natur, homosexuelle Neigungen, verehrt den Transzendentalismus.

Walt Whitmann auf einem Foto

… Ich hörte, was die Schwätzer schwatzen, Geschwätz von Anfang und Ende. Ich aber schwatze nicht von Anfang oder Ende.

Niemals war mehr Anfang als jetzt,
nie mehr Jugend und Alter als jetzt,
nie war mehr Vollkommenheit als jetzt,
nie mehr Himmel und Hölle als jetzt.

Trieb und Trieb und Trieb,
stets der zeugende Trieb der Welt …

Weitere Infos gerne auf Wikipedia
oder The Walt Whitman Archive


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19 Gedichte über Sinn und Unsinn des Lebens,
ewige Liebe, frühen Tod und wilde Tiere.
Blick in die Zukunft. Futter für die Seele.
Als E-Book oder Taschenbuch erhältlich …

Unter Tieren – Lyrik von Walt Whitman (Amerikanischer Dichter)

Ein Gedicht, den Tieren gewidmet

Ich glaube, es fiele mir nicht schwer, unter Tieren zu leben.
Sie sind so still und genügsam.
Lange kann ich dabei verweilen, ihnen zuzusehen.
Sie rackern sich nicht ab, sie jammern nicht, wie schlecht sie dran sind.
Sie welzen sich nachts nicht im Bett, um ihre Sünden zu beklagen.
Sie öden mich nicht an, indem sie mir ihre Pflichten gegenüber Gott darlegen.
Keines von ihnen ist unzufrieden, keines infiziert vom Wahn,
etwas besitzen zu müssen,
keines beugt vor seinen Artgenossen das Knie,
auch nicht vor irgendeinem, der seit Jahrtausenden tot ist.
Keines hat einen Ruf zu verlieren,
keines von ihnen ist unglücklich über diese Welt.

Walt Whitman, einer der ersten Selfpublisher. Sein bekanntestes Werk „Grashalme“ überarbeitete er sein ganzes Leben. Nun wurde ein bisher unveröffentlichter Roman von ihm entdeckt. Wir dürfen gespannt sein.


titel, Cover von Feier AbendFeier Abend – Grünschnabel und alte Hasen
19 Gedichte über Sinn und Unsinn des Lebens,
ewige Liebe, frühen Tod und wilde Tiere.
Blick in die Zukunft. Futter für die Seele.
Als E-Book oder Taschenbuch erhältlich …

Loslassen – Zitat eines Unbekannten

Billardcafe irgendwo am Ende der Welt

Löse dich von dem Gedanken,
immer kämpfen zu müssen.

Was gut ist,
und zu dir gehört, bleibt.

was bei dir sein will,
kommt freiwillig.

Und was gehen will,
geht sowieso.

Zitat von einem Unbekannten


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19 Gedichte über Sinn und Unsinn des Lebens,
ewige Liebe, frühen Tod und wilde Tiere.
Blick in die Zukunft. Futter für die Seele.
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