Poster am Samstag

Lesestoff für die ganze WeltPoster Ave Maria

Ich wollte, dass alles so bleibt wie es ist, die Zeit erfrieren. In jeder Sekunde, an jedem Tag, waren wir nichts anderes als an Schnüren hängende Marionetten. Unfähig auch nur einen selbstständigen Gedanken zu fassen, spielten wir das Spiel der Mächte. Schicksal, wenn man so möchte. Meine grenzenlose Naivität und dieser absurd hartnäckige Glaube an das Gute im Menschen. Töricht. Dafür will ich mich entschuldigen. Die Nächte hindurch predigten wir Freundschaft, ewige Treue, teilten die letzte Zigarette. Am nächsten Morgen hatte ich einen Kater, meine Freunde den ersehnten Studienplatz. Sie wollten sich engagieren, womöglich sogar Kinder in die Welt setzen, um eine hoffnungsvolle Zukunft aufbauen. „Wacht halt bitte auf und kommt zu mir zurück!“ schrie ich ihnen hinterher. Ich wollte nicht weg! Mein Leben sollte so bleiben, wie es schön war. Erwartungsgemäß hörten sie nicht auf mich, obwohl ich als Einziger wusste, sie rennen in ihr Verderben. Putzige Ratten, die vor keiner Klippe halt machen, im Rudel ins Verderben springen – fröhlich grinsend. Die Menschen, von denen ich glaubte sie zu kennen, konnten es nicht erwarten in der Bedeutungslosigkeit zu ersaufen. Als ob der Verlust jeglicher Träume selbstverständlich wäre. Warum sollten wir nicht von dieser scheiß Brücke springen?

Montagslyriker – Tohuwabohu

@ Terence Horn
@ Terence Horn

Jeden Montag um sieben,
so steht es geschrieben.

Mit Griffel, Bleistift und Tastatur
meißelt Marina einen Kreis,
in deine Quadratur.

Marina die Kraftquelle bloggt auf
>>> https://marinasgedichte.wordpress.com

>>> Prinz Prospero und Terence Horn ruhten sechs Tage und sechs Nächte.

Am siebten Tage, einem Montag um sieben,
erschufen sie ein Gewölbe, formten ein Theater,
beleuchteten den Saal mit Himmelskörpern.

Und sie sahen, dass es gut war,
für Marina die Kraftquelle  …

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