Wer ist Terence Horn? Biographie

Terence Horn

Terence Horn (Stephan Rossmann)
Träumer, Freibeuter und Schriftsteller.

Nur weil
mein Leben
unlogisch
ist,
heißt das
nicht, dass es
nicht funktioniert.

Als Jugendlicher, Heranwachsender, so bis dreißig bin ich schon mal nicht auf die Idee gekommen, eigene Gedanken zu Papier zu bringen. Meine Faulheit war zu mächtig, kopieren so effektiv. Überhaupt, was hätte ich schreiben sollen? Warum? Es gab keinen Grund. Ich hatte zu tun, verbrachte meine Freizeit (ich hatte viel davon) mit Freunden, jeden Tag und jeder Tag war ein Erlebnis, bis mich Eisdielen, Kneipen, Diskotheken, Beatabende und wie sie alle heißen, schlichtweg langweilten. Ich saß also zuhause rum, hatte Zeit, einiges erlebt, da kam eins zum anderen.

Mit Betty Blue fing alles an. Der Schinken war endlich mal neu, lesbar und einfach abgefahren. Eine tragisch schöne Geschichte, die ich glauben konnte, die eben nicht so abgehoben daherkam und deren Sprache leicht zu verstehen war. Als ich den bekannten und verfilmten Roman des französischen Schriftstellers Philippe Djian las war ich Anfang 30 und hatte seit zehn Jahren kein Buch mehr in der Hand gehalten. Wir waren Träumer, hatten immer was zu tun, da blieb fürs Lesen keine Zeit. Von Freitagabend bis Sonntagmittag tanzten wir durch die Discotheken Deutschlands. Bis in die Morgenstunden feierten wir im Würzburger Airport, fuhren anschließend nach Frankfurt ins Omen und ließen das Wochenende im Schweinfurter Nil ausklingen.

Über Djian kam ich zu Charles Bukowski, von dem ich mittlerweile 24 Bücher verschlang. Ich lese unglaublich gerne Hermann Hesse (Demian, Narziß und Goldmund), aber auch Ernest Hemingway. Helden der Literatur, die ebenfalls zumeist autobiografische Romane verfassten oder erlebtes literarisch verarbeiteten. Anfangs machte ich mir kleine Notizen und entwickelte diese zu Kurzgeschichten weiter. So kamen Geschichten zusammen, die ich chronologisch sortierte, um den Überblick zu behalten. Mein erster Buchentwurf war über 600 Seiten stark. Ich packte meine komplette Jugend rein, ob gut oder schlecht völlig egal. Freunde lasen drüber und ja, die Ansätze waren gut, aber… Es half nichts, ich musste den Text umschreiben, kürzen und letztendlich alles nochmal neu schreiben und nochmal und so weiter.

Mich interessiert ein schneller, flüssiger Schreibstil, ohne Raum und Zeit, der dem wahren Leben nah kommt, der sich mit dem Menschen beschäftigt, mit seiner Umgebung, wie er wurde, was er ist. Umgangssprache, Stil und Sprache stelle ich über alles, die Aussage ist mir weniger wichtig. Der Leser denkt sich seinen Teil, die Interpretation bleibt offen. Von den aktuellen Schriftstellern gefallen mir Heinz Strunk und Michel Houellebecq.

April 2017 kam er dann, der große Augenblick. Mein Roman „Engelhorn -Die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend“ ist auf amazon erhältlich. Schon ein cooler Moment. Ein Roman über eine wahnsinnige Jugendliebe Anfang der 90ziger Jahre. Die Jahre des Umbruchs in Europa, als die Berliner Mauer fiel, der Ostblock auseinanderbrach und die Alliierten im Irak einmarschierten. Die Zeit zwischen 17 und 25 ist eben die aufregendste Zeit und daran erinnere ich mich immer wieder gerne. Diese Geschichte musste ich erzählen. gleich hinterher schob ich den Lyrikband Feier Abend –Grünschnabel und alte Hasen hinterher.

Neben Kind und Frau konnte ich Ende April 2019 aktuellen Lesestoff unter die Leute bringen „Joshua – Die Liebe Gottes“ Gegenwartsliteratur, die ausgetretene Pfade verlässt, in der Seele einschlägt, deinen Verstand erweitert. OK, genug der Angebereien, der dritte Roman will geschrieben werden …